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	<title>Netznirwana &#187; Mann &amp; Frau</title>
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		<title>Niete im&#160;Bett</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 06:27:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum etwas gibt ein Mann weniger gern zu, als dass er ein schlechter Autofahrer ist.
Auch ich halte mich f&#252;r einen sicheren und versierten PKW-Lenker, ausgestattet mit der Reaktionssicherheit eines Michael Schumacher und den Instinkten eines Walter R&#246;hrl.
Davon lasse ich mich auch nicht so leicht durchs Fernsehen abbringen – schnell fahren kann ich auch, und um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum etwas gibt ein Mann weniger gern zu, als dass er ein schlechter Autofahrer ist.</p>
<p>Auch ich halte mich f&#252;r einen sicheren und versierten PKW-Lenker, ausgestattet mit der Reaktionssicherheit eines Michael Schumacher und den Instinkten eines Walter R&#246;hrl.<br />
Davon lasse ich mich auch nicht so leicht durchs Fernsehen abbringen – schnell fahren kann ich auch, und um die Kurve schlittern und schleudern f&#228;llt mir auch nicht schwer, wenn mir das ESP auch manches Mal ein bisschen Hilfestellung leistet, sofern ich mal wieder meinen Bleifu&#223; einen Tick zu lange auf dem falschen Pedal hatte. &#220;berhaupt sind die Stra&#223;en zu schmal, die Kurven zu eng, und Fu&#223;g&#228;nger sollten die Fahrbahn nur an wenigen genau gekennzeichneten Stellen &#252;berschreiten d&#252;rfen, um den Verkehr nicht zu gef&#228;hrden.</p>
<p>Aber ich schweife ab – wahrscheinlich um mich um ein Gest&#228;ndnis zu dr&#252;cken, das mir seit ein paar Tagen auf der Seele lastet: ich bin vermutlich eine Flasche im Bett &#8211; und wer jetzt glaubt, ich, als typischer Mann, d&#228;chte dabei an einen brandhei&#223;en Molotowcocktail, der sieht sich get&#228;uscht.<br />
Offenbar bin ich eher ein Exemplar der Marke „nicht richtig zugeschraubte Cola, die zu lange in der Sonne gestanden hat“. Wie ich darauf komme? Gut, ich will es erkl&#228;ren.</p>
<p>Ich bin eine Nachteule und habe fr&#252;h am Abend einen toten Punkt, der mich gegen 21:00 Uhr auf dem Sofa ins R&#246;chelkoma fallen l&#228;sst. M&#228;nner kennen das: Kopf nach hinten, Garage auf und Platons H&#246;hlengleichnis geben, w&#228;hrend aus dem Rachen ein Ger&#228;usch von industrieller Kl&#228;ranlage nach au&#223;en dringt. Zum Gl&#252;ck h&#228;lt dieser Zustand nicht so lange an, bis Schwalben beginnen ihr Nest in der sich einladend &#246;ffnenden H&#246;hle zu bauen, und gegen 22:00 Uhr bin ich dann wieder so fit wie ein Turnschuh, w&#228;hrend der ausgetrocknete Gaumen daf&#252;r sorgt, dass ich auch in etwa so rieche. Also schnell ab ins Bad, Z&#228;hne putzen und&#8230; Aber ich schweife schon wieder ab&#8230;<span id="more-113"></span></p>
<p>Also raus mit der Sprache:</p>
<p>Statt ins Bett zu gehen, setze ich mich noch ein Weilchen aufs Sofa, schl&#252;rfe ein Gutenachtbierchen, kratze mich ausgiebig am Bauch und zappe im Feinripp durchs Sp&#228;tabendprogramm. Die &#252;blichen schl&#252;pfrigen Telefonangebote ignoriere ich, weil ich es nicht n&#246;tig habe, mir von irgendeiner Schantall im Neeklischee was von hei&#223;er Liebe ins Ohr st&#246;hnen zu lassen, die in Wirklichkeit Elfriede hei&#223;t und mit eingeklemmtem H&#246;rer die Kr&#228;henn&#228;gel an ihren Schwielenf&#252;&#223;en bearbeitet.</p>
<p>Es vergehen kaum f&#252;nf Minuten und ich lande bei einem stinknormalen, zweitklassigen Krimi und Liebesfilm, dessen erotisches Highlight mich traditionell in etwa auf zwei Drittel der Filmdauer erwartet. Zwei unglaublich sch&#246;ne Menschen schauen sich bedeutungsschwanger in die Augen und z&#246;gern einen Moment bevor sie sich wie zwei ausgehungerte Hy&#228;nen auf den Mund des anderen st&#252;rzen, als wollten sie ihm die letzte Mahlzeit aus dem Magen saugen.</p>
<p>R&#252;de rempelt er sie gegen die Wand, was sie mit einem guttural unterlegten Lustlaut quittiert. w&#228;hrend sie, schon nach ca. f&#252;nf Sekunden prall erregt, ihren Schenkel nach oben zieht und ihren Gespielen einbeinig stehend, wie ein Flamingo damit umschlingt, als wolle sie ihm das Leben aus den Lenden pressen. Ihr viel zu kurzer Minirock rutscht nach oben und gibt den Blick auf einen makellosen, s&#252;ndhaft teuer bestrapsten Schenkel frei, der einen unwillk&#252;rlich an den letzten Besuch beim Wienerwald denken l&#228;sst – nur, dass dort die Haut irgendwie krosser war.</p>
<p>Mann, muss der Kerl k&#252;ssen k&#246;nnen&#8230;</p>
<p>Die Hirne lustumnebelt, torkeln die zwei ins Schlafzimmer, sofern Kamin und B&#228;renfell nicht vorhanden sind, und verteilen den gr&#246;&#223;ten Teil ihrer Designerklamotten &#252;berall in der Wohnung, so wie H&#228;nsel und Gretel die Brotkr&#252;mel, damit sie wieder nach Hause finden. Sie sinken aufs Bett. Zuerst ist er auf ihr, um ihr zu zeigen, dass ein ganzer Kerl die Z&#252;gel in der Hand h&#228;lt, presst sie mit seinem ganzen Gewicht aufs Laken und k&#252;sst sie, als g&#228;be es kein Morgen, w&#228;hrend sie ein wie verdurstend klingendes „Ich will dich“ herausst&#246;hnt, das er mit einem ebenso ger&#246;chelten „Dein Mann muss ein Idiot sein!“ quittiert, was zumindest deshalb ein bisschen sonderbar klingt, weil der benannte Idiot schon, von den zwei hei&#223; erregten Verschw&#246;reren massakriert, im Vestib&#252;l liegt.</p>
<p>Dann drehen sie sich um, und sie setzt sich auf ihn. W&#228;hrend er an ihren Knien fummelt, schaut sie ihn mit funkelnden Augen an, kreuzt ihre unglaublich schlanken Arme, reckt ihren Schwanenhals und streift sich das nat&#252;rlich viel zu knappe Top &#252;ber den Kopf, w&#228;hrend das Mondlicht romantisch auf ein paar Br&#252;ste von der Gr&#246;&#223;e neuseel&#228;ndischer Braeburn f&#228;llt. Unruhig wogt ihr Oberk&#246;rper hin und her, was vermuten l&#228;sst, dass sie auf etwas sitzen muss, dass sich jeglicher Beschreibung zu entziehen scheint.</p>
<p>Mann, muss der Kerl gebaut sein&#8230;</p>
<p>Er setzt sich auf und nestelt an ihrem B&#252;stenhalter, w&#228;hrend sie zugleich an seinem Shirt zieht, als wolle sie ihm, wie der Adler dem Prometheus, ein St&#252;ck Leber aus dem Bauch rei&#223;en. Sein freigelegter Brustkorb wirkt im Mondenschein, als h&#228;tte man zwei Pflastersteine vom B&#252;rgersteig direkt vor sein Herz transplantiert, und sein Bauch ist so fettfrei wie eine Blumenwiese, aber zugleich so hart, dass eine Pistolenkugel davon abgeprallt w&#228;re, wenn der arme Idiot im Vestib&#252;l ein bisschen schneller gewesen w&#228;re und geschossen h&#228;tte, statt weinerlich um sein Leben zu winseln.</p>
<p>Mann hat der Kerl eine Figur&#8230;</p>
<p>Die Slips haben sich unterdessen wie von selbst in Wohlgefallen aufgel&#246;st, so als seien sie aus einem geheimen Material gefertigt, dass sich bei aufkeimender Lust in zarten Rauch aufl&#246;st, der nach feinen arabischen Gew&#252;rzen duftet und noch zus&#228;tzlich aphrosisierend wirkt. Kaum sind beide nackt beginnt er in seiner Trickkiste zu kramen. Er hat die H&#228;nde an ihren Rippen, w&#228;hrend sie mit geschlossenen Augen auf ihm d&#252;mpelt, wie ein vollgeladener Lastkahn auf der Havel und unverst&#228;ndliche Worte brabbelt.</p>
<p>Er setzt sich auf und schlabbert mit spitzen Lippen an ihrem Dekollete, w&#228;hrend ihr Haupt, wie an einem Scharnier geklappt, nach hinten kippt und ihre langen Haare an ihrem absolut pickelfreien R&#252;cken nach unten flie&#223;en, wie ein subtropischer Wasserfall. Sie vergr&#228;bt ihre tadellos manik&#252;rten, weil mit k&#252;nstlichen N&#228;geln versehenen Finger, in seinem nat&#252;rlich mehr als vollen Haupthaar, zappelt wie ein frisch gefangener Fisch an Land und st&#246;hnt: „Oooooh mein Gott&#8230;!“ w&#228;hrend ihr makelloser K&#246;rper zu erschauern scheint, als h&#228;tte man sie aus dem hei&#223;en Whirlpool direkt in einen Trog mit Eiswasser geworfen.</p>
<p>Man muss der Kerl ein Liebhaber sein&#8230;</p>
<p>So sitze ich, vollkommen entr&#252;ckt, vor der Flimmerkiste, das schal gewordene Bier in der Hand, das verschwitzte Unterhemd am Leib, und frage mich, ob mich eine Frau im Schlafzimmer schon mal „Gott!“ gerufen hat.</p>
<p>Dem wahren &#8220;Herrn&#8221; sei Dank, bin ich wenigstens ein hervorragender Autofahrer, wenn auch offenbar eine absolute Niete im Bett&#8230;</p>
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		<title>Scha-hatz?!</title>
		<link>http://www.netznirwana.de/2009/08/15/schatz/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 13:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Ehebett]]></category>
		<category><![CDATA[nachts]]></category>
		<category><![CDATA[Schatz]]></category>
		<category><![CDATA[was denkst Du gerade?]]></category>

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		<description><![CDATA[Schahatz? Was denkst Du gerade.
Nichts, mein Engel. 
Man kann aber doch nicht nichts denken
Doch, ich schon. Gute Nacht.
Schahatz, was f&#252;hlst Du gerade?
Nichts, mein Engel. Warum fragst Du?
Das Gef&#252;hl habe ich ja auch. Du liebst mich nicht mehr.
Doch, mein Engel, nat&#252;rlich liebe ich dich noch. Wie kommst Du darauf?
Du sprichst nicht mehr mit mir.
Was tun wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schahatz? Was denkst Du gerade.<br />
<em>Nichts, mein Engel. </em></p>
<p>Man kann aber doch nicht nichts denken<br />
<em>Doch, ich schon. Gute Nacht.</em></p>
<p>Schahatz, was f&#252;hlst Du gerade?<br />
<em>Nichts, mein Engel. Warum fragst Du?</em></p>
<p>Das Gef&#252;hl habe ich ja auch. Du liebst mich nicht mehr.<br />
<em>Doch, mein Engel, nat&#252;rlich liebe ich dich noch. Wie kommst Du darauf?</em></p>
<p>Du sprichst nicht mehr mit mir.<br />
<em>Was tun wir denn gerade?</em></p>
<p>Was denkst Du denn, was wir tun?<br />
<em>Reden nat&#252;rlich – sag mal was soll das?</em></p>
<p>Also, wenn du denkst, dass wir reden, dann denkst Du doch was?<br />
<em>Ach Engel, ich f&#252;hl mich so m&#252;de&#8230; </em></p>
<p>Siehst Du Schatz, und f&#252;hlen tust Du auch was. Nur reden willst Du nicht &#252;ber Gef&#252;hle.<br />
<em>Engel ich liebe dich noch, und basta!</em></p>
<p>Wenn Du mich noch lieben w&#252;rdest, w&#228;rst Du nicht so schroff zu mir.<br />
<em>H&#246;r mal, Engel, wieso musst Du mich jetzt so aufregen.</em></p>
<p>Ja, ja, aufregen tue ich dich noch, erregen schon lange nicht mehr.<br />
<em>Aaargh, nat&#252;rlich begehre ich dich noch.</em></p>
<p>Glaubst Du das, denkst Du das, oder f&#252;hlst Du das?<br />
<em>Ich f&#252;hle es – aber jetzt lass uns schlafen.</em></p>
<p>Vermutlich glaubst Du nur, dass Du es f&#252;hlst. Oder denkst Du das nur?<br />
<em>Ich wei&#223; es einfach, mein Engel.</em></p>
<p>Aber ein Gef&#252;hl zu wissen ist doch Denken, von dem man glaubt, dass man es f&#252;hlt, oder nicht?<br />
<em>Also Engelchen: ich wei&#223;, ich denke, ich glaube und ich f&#252;hle, dass ich dich liebe.</em></p>
<p>Und was davon am meisten?<br />
<em>Du machst mich wahnsinnig! Alles zugleich.</em></p>
<p>Aber glauben ist doch weniger als wissen.<br />
<em>Daf&#252;r ist es aber eine tiefe seelische &#220;berzeugung!</em></p>
<p>Und Denken bedeutet doch entweder nur eine Art Glauben, oder Wissen ganz ohne Gef&#252;hl.<br />
<em>Engel, jetzt ist aber mal gut. Ich f&#252;hle, dass ich dich liebe.</em></p>
<p>Aber eben hast du noch gesagt, Du f&#252;hlst nichts – und dass Du auch nichts denkst.<br />
<em>Als Du mich gefragt hast, habe ich auch nichts gef&#252;hlt und nichts gedacht.</em></p>
<p>Aber wenn Du mich liebst, dann musst Du doch immer was f&#252;hlen?<br />
<em>Ja tue ich auch, aber mehr latent.</em></p>
<p>Das war fr&#252;her aber ganz anders.<br />
<em>Nein, war es nicht, ich habe es nur &#246;fter gesagt.</em></p>
<p>Siehst Du, Du redest nicht mehr richtig mit mir.<br />
<em>Nur weil, ich dir nicht mehr so oft sage, dass ich dich liebe, hei&#223;t das nicht&#8230;</em></p>
<p>Beweise es mir!<br />
<em>Wie denn?</em></p>
<p>Schlaf mit mir!<br />
<em>Na sch&#246;n, Engelchen. Sag das doch gleich!</em></p>
<p>Das ist mal wieder typisch – f&#252;r Sex bin ich grad noch gut genug!<br />
<em>Moment mal bitte, mein Engel.</em></p>
<p>Was machst du da mit dem Messer Schatz?<br />
<em>Ich glaube, Du gehst mir auf den Geist, ich denke, es ist Zeit daran etwas zu &#228;ndern, ich f&#252;hle mich am Rande des Wahsinns und ich wei&#223;, es gibt keine andere L&#246;sung!</em></p>
<p>SCHAHATZ!!!!!!!<br />
<em>Schlaf sch&#246;n, mein Engel!</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weiberfastnacht, oder wie M&#228;nner&#160;ticken</title>
		<link>http://www.netznirwana.de/2009/08/15/weiberfastnacht-oder-wie-maenner-ticken/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 12:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Fastnacht]]></category>
		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Weiberfastnacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Disclaimer: Der Autor weist vorsorglich darauf hin, dass dieser Text nicht frauenfeindlich gemeint ist, und dass jede &#196;hnlichkeit mit noch lebenden, bereits verstorbenen und Personen, die zwar noch leben, sich aber nicht mehr wehren k&#246;nnen, rein zuf&#228;llig ist. 
Es ist mal wieder soweit. Die kommenden Ereignisse werfen schon seit Wochen ihre Schatten voraus, als wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Disclaimer: Der Autor weist vorsorglich darauf hin, dass dieser Text nicht frauenfeindlich gemeint ist, und dass jede &#196;hnlichkeit mit noch lebenden, bereits verstorbenen und Personen, die zwar noch leben, sich aber nicht mehr wehren k&#246;nnen, rein zuf&#228;llig ist. </em></p>
<p>Es ist mal wieder soweit. Die kommenden Ereignisse werfen schon seit Wochen ihre Schatten voraus, als wir uns in Schale f&#252;r den wichtigsten Abend des Jahres werfen.<br />
„Weiberfastnacht“ klingt es in unseren Ohren und l&#246;st einen Speichelflussreflex aus, gegen den selbst die Hunde Pawlows eine W&#252;ste Gobi im Maul gehabt haben m&#252;ssen. </p>
<p>Nat&#252;rlich tr&#228;umen wir der eher von einer w&#252;sten Gabi, als wir den unaufh&#246;rlichen Speichelfluss mit einem ersten Bierchen zum Warmmachen in Jupps Bude bek&#228;mpfen. </p>
<p>„Vorgl&#252;hen“ nennen wir das &#8211; und wir, das sind Jupp, Mattes und meine Wenigkeit, das Trio Infernale des Karnevals, dessen legend&#228;rer Ruf jedes Jahr mehr und mehr V&#228;ter dazu bewegt, ihre 40-j&#228;hrigen M&#228;dchen im Keller wegzusperren, damit sie nicht, ihrer letzten Illusionen &#252;ber die holde M&#228;nnlichkeit beraubt, einem ca. vierzig Jahre dauernden altj&#252;ngferlichen Lebensabend ins Auge sehen m&#252;ssen. </p>
<p>Mit einem leichten Alkoholpegel gegen das gelegentlich aufkeimende schlechte Gewissen gewappnet, machen wir uns auf den Weg, der gepflastert ist mit Anekd&#246;tchen und Hist&#246;rchen verblassender M&#228;nnlichkeit aus den letzten Jahren, die nun, im Lichte gegenseitiger Beweihr&#228;ucherung den Nimbus gro&#223;artiger Legenden annehmen. </p>
<p>Als wir mental und alkoholisch gest&#228;rkt den Turnierplatz betreten, scheint ein Raunen durch die Menge zu gehen, die Musik verstummt f&#252;r einen Moment und alle Blicke ruhen auf uns, die wir in drohlich erscheinender Phalanx mit st&#228;hlernem Blick und erhabenen Ganges den Saal betreten. </p>
<p>Die Herren halten ihre Frauen fester und wissen nun, es wird ein harter Abend, voller &#196;ngste von drohender Einsamkeit und der Gewissheit ihrer nur relativen m&#228;nnlichen Bedeutung vor dem maskulinen Orkan, der nun &#252;ber sie hinwegzufegen beginnt.<br />
Aufatmend und erst einmal beruhigt l&#246;st sich die Stimmung, als wir zuerst einmal ein Bier bestellen und uns im Eingangsbereich an einem Stehtisch platzieren, um den Zu- und Abfluss begattbaren Materials zu taxieren.<span id="more-95"></span> </p>
<p>Wir lachen und unterhalten uns, benoten die anwesenden Damen nach einem komplexen Schema einer A- und B-Note, das dem Eiskunstlauf entlehnt ist und beginnen das anwesende Weibsvolk in Einflusssph&#228;ren einzuteilen. </p>
<p>Mattes entscheidet sich im Allgemeinen f&#252;r die unscheinbaren Entlein mit jedoch prangendem Inhalt ihrer Blusen und viel zu knappen Kost&#252;mchen &#8211; kleine Luder in mittleren Jahren, die auch mit 40 noch kichernd und gackernd in der Ecke stehen und sich ausmalen, an Stelle ihres langweiligen Ehemannes mal einen echten Kerl vom Schlage Mattes befriedigen zu d&#252;rfen. </p>
<p>Jupp entscheidet sich immer f&#252;r die vermeintlich Sch&#246;nsten &#8211; schlanke, fast schmale Dinger mit Wespentaillen und Br&#252;sten, die wie kleine Fesselballone der Schwerkraft trotzend &#252;ber den flachen B&#228;uchen zu schweben scheinen, w&#228;hrend ihre grell geschminkten M&#252;nder permanent lustige verbale Blubberbl&#228;schen erzeugen, die wir aus den bunten Comic-Heftchen unserer lang verflossenen Jugend erinnern. </p>
<p>Mir bleiben zumeist die kleinen, drallen und h&#252;bsch bebrillten Intelligenzk&#228;ferchen, und das vor allem aus praktischen Gr&#252;nden. Ich bin derjenige unter uns Dreien, der mittels seiner Sprachbegabung auch das kalte Eis selbst ausgefallenst konstruierter Gewissenblockaden zum Schmelzen zu bringen vermag &#8211; oder wie Mattes immer sagt, der jede Frau dazu bringen kann ein: „Denkst Du das wirklich, oder sagst Du das nur, weil Du wei&#223;t, das Frauen das gerne h&#246;ren“ zu fl&#246;ten. Jupp formuliert da weniger umst&#228;ndlich und meint gemeinhin, ich k&#246;nne selbst Fort Knox ins Bett quatschen. </p>
<p>W&#228;hrend wir nun so da stehen, und die Damen in unserer N&#228;he nerv&#246;s von einem Fu&#223; auf den anderen treten, weil sich, ob des souver&#228;nen und doch &#252;beraus sympathischen Anblicks den wir bieten, die ersten Vorboten des Begehrens in ihren H&#246;schen manifestieren, entscheiden wir nun, dass es Zeit f&#252;r Phase zwei unserer sich allj&#228;hrlichen wiederholenden und aufs feinste abgestimmten Strategie sein d&#252;rfte. </p>
<p>Wir verlassen den Eingangsbereich, nachdem wir uns vom Zugang einigen verwertbaren Materials &#252;berzeugt haben und streben nun auch rein r&#228;umlich dem Zentrum des bunten Treibens zu &#8211; immer gemessenen Schrittes und peinlich darauf bedacht, zugleich im Zentrum des allgemeinen Interesses zu verbleiben, wozu sich eine kleine Pinkelpause des Dj&#8217;s am besten eignet, weil die Blicke der Damen dann, mangels anderer sinnlicher Gen&#252;sse wie gebannt auf unseren hopfengest&#228;rkten, astralgleichen K&#246;rpern ruhen. </p>
<p>Mit unseren ruhigen Blicken teilen wir das Volk vor uns, wie Moses in biblischen Zeiten das Rote Meer und genie&#223;en die versch&#228;mten Blicke der Damen, und die neidvoll und zugleich ehrf&#252;rchtig dreinschauenden Gesichter der Herren, die ihre Felle in den schon feuchten H&#246;schen der Frauen davonschwimmen sehen. „Auch eine Art den Schamh&#252;gel zu enthaaren&#8230;“ denke ich mir, und &#252;berlege, ob wir nicht Geld verlangen k&#246;nnen f&#252;r diesen Service schmerzloser Schamenthaarung, die wir &#228;hnlich den gro&#223;en Bibelpredigern des amerikanischen Mittelwestens in gro&#223;en und &#252;berf&#252;llten Hallen der Mittelst&#228;dte und Metropolen anbieten k&#246;nnten&#8230; </p>
<p>Wie von Zauberhand taucht vor uns ein verf&#252;gbarer Stehtisch auf, den seine urspr&#252;nglichen Okkupanten ob des Anblicks unserer unausweichlich nahenden Pr&#228;senz, unter dem Vorwand dringender urinaler Gesch&#228;fte ger&#228;umt haben &#8211;<br />
nur um sich nicht eingestehen zu m&#252;ssen, von der darwinistischen Kraft unserer beeindruckenden Statur, notariell beglaubigter Intelligenztests in den Taschen und der prallen M&#228;nnlichkeit unserer gef&#252;llten Geldb&#246;rsen hinweggefegt worden zu sein – von dem an Halbliterflaschen eines belebenden amerikanischen Softgetr&#228;nkes gemahnenden Inhalt unserer Hosen ganz zu schweigen&#8230; </p>
<p>Wir &#252;bernehmen den Tisch mit der Souver&#228;nit&#228;t des L&#246;wen, dessen purer Anblick das Wasserloch von durstigen Neidern zu befreien in der Lage ist, schauen uns unser Revier markierend um und&#8230; bestellen noch ein Bier&#8230; </p>
<p>Nach einem Augenblick atemloser Stille l&#246;st sich das trinkende Volk aus seiner ehrf&#252;rchtigen Erstarrung und beginnt langsam wieder zur Normalit&#228;t des karnevalistischen Wahnsinns zur&#252;ckzukehren &#8211; w&#228;hrend einige der inzwischen h&#246;chst erregten Weibchen sich unmerklich einen Schritt vor ihren Besch&#252;tzern davonstehlen, die nach unserem Auftritt in den Augen ihrer Begleiterinnen nur noch wie ein flaches Abziehbildchen der wahren m&#228;nnlichen Kraft jener Drachent&#246;ter scheinen, die sie seit ein paar Sekunden mit ihren vor Aufregung bebenden Br&#252;sten und laut klopfenden Herzen vor sich sehen. </p>
<p>Wir bez&#228;hmen unseren Hunger nach der uns zustehenden Huldigung und warten – und w&#228;hrend wir noch kleine Scherze &#252;ber die drallen Schenkel der jugendlichen Funkenmariechen machen, geschieht es: eine Gruppe von vier hochfiligran aufgebrezelten Damen mittleren Alters gesellt sich zu uns, h&#228;ngt sich ungefragt in unsere Armbeugen ein und n&#246;tigt uns zu einem erotischen Geschunkel, das ihre Wangen err&#246;ten, ihre Br&#252;ste h&#252;pfen, und ihre K&#246;rper in sexuelle Wallung geraten l&#228;sst. </p>
<p>Sie ziehen uns aus mit ihren Blicken, himmeln uns an und fl&#246;ten uns zweideutige Versprechen ins Ohr, die bei zweien der vier Damen wie eine &#228;sthetische Verhei&#223;ung, und bei den anderen wie eine optisch unterf&#252;tterte Bedrohung wirken. </p>
<p>Jupp kriegt wie immer die minderbemittelte Elfe mit den k&#252;nstlichen Fingern&#228;geln und den mit allerlei hinterlistigen Tricks hochgepushten M&#246;psen, w&#228;hrend Mattes sich zielgenau das graue M&#228;uschen geangelt hat, das nackt &#252;ber die Offenbarung eines K&#246;rpers zu verf&#252;gen scheint, gegen die des Paradies eine dunkle Spelunke sein d&#252;rfte. </p>
<p>Er wird sie sich wie immer auf ihn setzen lassen und ihr vorher sagen, dass er vierzig Minuten am St&#252;ck zaubern kann, wenn sie sich eine Skim&#252;tze &#252;ber den Kopf zieht, damit ihr, von den Sorgen des Alltages gezeichnetes, Gesicht ihn nicht vom Reiz ihrer schweren und niemals gestillt habenden Br&#252;ste ablenkt. </p>
<p>„Nein&#8230;“ sie habe keine Kinder hatte sie ihm eingefl&#252;stert, was er als untr&#252;gliches Versprechen auf kr&#228;ftige runde Br&#252;ste und ein weiches und enges Futteral f&#252;r seine erotische Blockfl&#246;te interpretiert hatte, der sie f&#252;rderhin allersch&#246;nste Melodeien entlocken sollte&#8230; </p>
<p>Susi h&#228;ngt schon die ganze Zeit an meinem Arm und an meinen Lippen und wird nicht m&#252;de zu betonen, was f&#252;r ein netter Kerl ich doch sei, so ruhig und nicht so ein Prolet wie all die anderen hier, die nicht m&#252;de werden ihr l&#252;sterne Blicke zuzuwerfen und ihr im Vor&#252;bergehen an den ausladenden aber &#252;beraus einladenden Hintern zu fassen. </p>
<p>Wie alle Frauen zur Karnevalszeit hatte sie vor ein paar Minuten angefangen ihre erhitzte Wange an die meine zu schmiegen, ihre kleinen Br&#252;ste in die aufkeimende Mittvierzigercellulitis meiner Oberarme zu dr&#252;cken und ihr Heiligstes wie ein kleines N&#228;hmaschinchen nimmerm&#252;de an meinem Schenkel zu reiben, w&#228;hrend sie ein Bierchen nach dem anderen wegzischte, das wir ihr und den Damen in der Hoffnung auf ein am Stammtisch verwertbares erotisches Gepl&#228;nkel zukommen lie&#223;en. </p>
<p>Und als ich gerade zum Angriff auf ihr eheliches Treuverbrechen blasen will, schaut sie mir tief in die Augen, leckt sich lasziv die Lippen, l&#228;sst ihr Raubtier ein letztes Mal weinbergschneckengleich an meinem Schenkel entlang gleiten und fl&#252;stert mir mit dem Arm um meine H&#252;fte zu: „Hab ich dihir schohon erz&#228;h&#228;lt, daaaass ich totaaal gl&#252;cklich verheiratet bin? </p>
<p>Das Halali meines, sich gerade zur voller Gr&#246;&#223;e einer Klopapierrolle entfalten wollenden, Gliedes erstirbt augenblicklich und mutiert zum Kr&#228;chzen eines sterbenden Frosches, w&#228;hrend ich mich von einem Augenblick zum n&#228;chsten ganzk&#246;rperlich in eine zweibeinige frustrierte erogene Zone verwandele und versuche, im brutalen Deja Vu des Vorjahres, der Vorvorjahres und &#8211; wenn ich ehrlich bin &#8211; auch der f&#252;nf Jahre zuvor, das Gesicht zu wahren, indem ich ihr schnell ein paar oberfl&#228;chliche Komplimente mache. </p>
<p>Und wie jedes Jahr h&#246;re ich mich r&#252;ckenmarksgesteuert sagen: „Ja, es ist ein gro&#223;es Gl&#252;ck jemanden zu haben, mit dem man durch dick und d&#252;nn&#8230; und der einen versteht&#8230; und bei dem noch echtes Vertrauen m&#246;glich ist&#8230; und und und&#8230;“<br />
Ich sch&#228;me mich daf&#252;r, sehe aber keine andere M&#246;glichkeit, ohne den Verlust meiner Selbstachtung aus der Sache rauszukommen. </p>
<p>Ich sehe mit ge&#252;btem Blick, dass meine Kumpels ebenso den Vorjahresstatus erreicht haben, und wir beschlie&#223;en mit einem gegenseitigen Kopfnicken, dass es nun Zeit ist zu gehen, weil die Frauen auch in diesem Jahr nicht unseren Anspr&#252;chen zu gen&#252;gen scheinen, und weil wir unsere Potenz nicht f&#252;r das Linsengericht ein paar warmer Worte auf dem Altar einer bis zur Unkenntlichkleit verheirateten Vagina opfern wollen. </p>
<p>Wir sch&#252;tteln uns kurz wie nass gewordene Hunde, sagen brav „Servus“ und „Danke f&#252;r den netten Abend.“, dr&#252;cken den Damen noch ein B&#252;tzchen auf die Wange, bevor wir gemessenen Schrittes dem Ausgang zuschreiten, w&#228;hrend uns die bewundernden Blicke der Umstehenden verfolgen. </p>
<p>Drau&#223;en angekommen schlagen wir die Kragen hoch und Mattes sagt: „Die h&#228;tten wir alle haben k&#246;nnen&#8230; ging ab wie wie Schmidts Katze&#8230; hei&#223; wie Nachbars Lumpi&#8230;“ w&#228;hrend wir uns auf dem Heimweg machen. Und wie jedes Jahr sind wir uns an der Kreuzung, an der wir uns trennen einig: </p>
<p>„Alles Schlampen au&#223;er Mutti&#8230;“ </p>
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		<title>Fremde&#160;Haut</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 11:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdgehen]]></category>
		<category><![CDATA[Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Treue]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man den Statistiken glauben mag, gehen ein Gro&#223;teil der M&#228;nner und eine wachsende, mittlerweile fast gleich gro&#223;e Zahl der Frauen fremd. Das Internet tr&#228;gt nat&#252;rlich seinen Teil dazu bei, in dem es ein altes Sprichwort best&#228;tigt: „Gelegenheit macht Diebe“. 
Zum einen ver&#228;ndert das Netz Moralvorstellungen insofern, als durch seine anarchische Struktur auch teils fragw&#252;rdige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man den Statistiken glauben mag, gehen ein Gro&#223;teil der M&#228;nner und eine wachsende, mittlerweile fast gleich gro&#223;e Zahl der Frauen fremd. Das Internet tr&#228;gt nat&#252;rlich seinen Teil dazu bei, in dem es ein altes Sprichwort best&#228;tigt: „Gelegenheit macht Diebe“. </p>
<p>Zum einen ver&#228;ndert das Netz Moralvorstellungen insofern, als durch seine anarchische Struktur auch teils fragw&#252;rdige Wertvorstellungen eine Plattform erhalten, die diesen im praktischen Leben nicht m&#246;glich w&#228;re, andererseits schafft es auch ein F&#252;llhorn von Kontaktm&#246;glichkeiten, die in ihrer Menge real kaum zu realisieren sind, zumal dann, wenn man in sich einer festen Beziehung mit geregelten zeitlich Abl&#228;ufen befindet. </p>
<p>Doch was bewegt Menschen dazu, sich real oder online eine k&#252;rzere oder l&#228;ngere entweder nur erotische, oder auch amour&#246;se Erfahrung zu suchen? </p>
<p>Es gibt eine Form von N&#228;he, die einem nur die Partnerschaft geben kann und die von gro&#223;er, fast allumfassender Bedeutung ist. Diese N&#228;he hat aber nicht unbedingt zuerst mit erotischer N&#228;he zu tun, sondern mit einem Gef&#252;hl von Geborgenheit und Verl&#228;sslichkeit, das man nicht f&#252;r das Linsengericht einiger schneller sexueller Erlebnisse aufs Spiel setzen m&#246;chte. </p>
<p>Eine Folge dieser Art von Verl&#228;sslichkeit ist aber auch eine starke Gew&#246;hnung aneinander, und wo man positiv sagen kann: „Ich habe mich so an dich gew&#246;hnt.“, so muss man in der Paarbeziehung sehr darauf achten, dass aus dieser positiven Gew&#246;hnung nicht ein „Du bist mir so gew&#246;hnlich geworden.“ wird. Sicher sollte ein Gro&#223;teil der Beziehungsarbeit ihr Augenmerk darauf legen, was aber im Alltag, der allzuoft von einer rasanten Eigendynamik gepr&#228;gt ist, sehr h&#228;ufig vernachl&#228;ssigt wird. </p>
<p>Deshalb aber, laufen nicht nur schon besch&#228;digte Beziehungen Gefahr, zum Opfer einer Aff&#228;re zu werden, sondern auch sehr gut funktionierende Partnerschaften, und darunter auch solche, in denen die Erotik durchaus noch einen besonderen, wenn, vielleicht auch zu Recht, nicht mehr den ersten Stellenwert hat.<span id="more-93"></span> </p>
<p>Irgendwann, durch welchen Zufall, oder welchen Vorsatz auch immer, tritt jemand Neues in das Leben eines Partners &#8211; jemand, mit dem man durchaus unterschiedliche Erwartungen verbinden kann, der aber immer eine Spannung zu verhei&#223;en scheint, die einem der Beziehungsalltag scheinbar nicht mehr zu schenken vermag.<br />
Man entdeckt das aufgeregte Herzklopfen wieder und eine erotische Stimulation, die in vielen langj&#228;hrigen Beziehungen vermisst wird, wobei man auch hier nicht &#252;bersehen sollte, dass der vertraute Sex mit dem Partner eine gro&#223;e seelische und k&#246;rperliche Qualit&#228;t in sich birgt, die aber vor dem Hintergrund des Prickelns, das sich am Horizont abzeichnet, allzu schnell verblasst – wenn nicht dauerhaft, so aber zumindest vor&#252;bergehend. </p>
<p>Es ist aber ein recht wahrscheinliches Prinzip des Rauschhaften, wie z.B. einer &#252;berraschenden sexuellen Begegnung, dass es nach dem Raketenprinzip steil nach oben geht, und nach einem kurzen Parabelflug der Schwerelosigkeit in einem j&#228;hen Absturz enden kann. Bedauerlich nur, dass die Rakete beim Aufprall oft tief in der Erde dringt und damit qualitativ an einem Punkt endet, der noch unter dem Ausgangspunkt liegt, der vielleicht nicht ganz so spannend, aber dennoch vertraut und geliebt ist. </p>
<p>Gef&#228;hrlicher sind da schon intensivere Begegnungen, die das Klischee des &#8220;andere Haut sp&#252;ren zu wollen&#8221; insofern &#252;bersteigen, als da ganz viel Z&#228;rtlichkeit und Verschmelzung zu sein scheint &#8211; eine Intensit&#228;t, die man mit dem Partner, f&#252;r etwas anderes, ebenso Tiefes, nicht mehr hat, und die man „im Rausch“ losgel&#246;st von Alltagssorgen sp&#252;ren kann. Man ist dann mit dem anderen Menschen auf Wolke Sieben und muss zusehen, die Bodenhaftung zum Vertrauten und Sicheren nicht zu verlieren. </p>
<p>Wenn man sich dann von seinem Partner trennt, wird man aber oft bemerken, dass vieles mit dem anderen auf Projektionen gegr&#252;ndet ist, und dass einem die Sehnsucht nach diesem, wom&#246;glich ganz besonderen, Menschen, insofern einen Streich spielt, als eben jene Sehnsucht, so real sie sein m&#246;ge, sich gerne als Liebe maskiert und aufspielt und dass sie sich, wenn man den anderen dann wirklich &#8220;haben&#8221; kann, verfl&#252;chtigt, ohne ein tragf&#228;higes emotionales &#196;quivalent zu hinterlassen. </p>
<p>Insofern ist eine lange Beziehung immer ein Handel mit sich selbst. Man gibt Freiheiten und auch Abenteuer auf, f&#252;r etwas anderes, ebenso Tiefes, dass aber den Vorteil der Best&#228;ndigkeit und damit eines befriedigten und gl&#252;cklich gemachten Urvertrauens bietet. </p>
<p>Was den Betrug selbst angeht, ist oberfl&#228;chliches Moralisieren grunds&#228;tzlich keine gute L&#246;sung.<br />
Oft ist es so, dass z.B. ein Freundeskreis sehr eindeutig Position f&#252;r den betrogenen Partner bezieht, w&#228;hrend der vermeintlich B&#246;se ausgegrenzt und isoliert wird, ohne dass jedoch die Au&#223;enstehenden &#252;ber Gr&#252;nde und Ausl&#246;ser des Ausrittes voll orientiert sind. </p>
<p>Wenn man vom Fall des b&#246;swilligen Fremdg&#228;ngers absieht, der trotz eigentlich intakter Verh&#228;ltnisse rein aus sexueller Eigensucht handelt, sind sie Gr&#252;nde f&#252;r einen Fehltritt oft sehr komplex und werden auch von den beiden Betroffenen in der Ursprungsbeziehung auch oft nicht bewusst wahrgenommen und reflektiert. </p>
<p>Leider verhindert aber die zumeist berechtigte Verletzung des betrogenen Partners, dass man das Vergehen, so schmerzhaft und verst&#246;rend es auch war, als etwas begreift, dass es neben dem Sargnagel f&#252;r die Beziehung auch sein kann – n&#228;mlich auch eine Chance, eine Beziehung zu retten, die wom&#246;glich vor dem Hintergehen des einen durch den anderen schon hochgradig defekt war, oder zumindest an einem Mangel an Kommunikation gelitten hat, der das Aussprechen von, durchaus nicht nur erotischen, W&#252;nschen blockiert hat. </p>
<p>Eine Beziehung, die es schafft, eine vor&#252;bergehende Dreieckskonstellation als eine Art Paardepression zu begreifen, aus der das Paar nach einer Phase der Aufarbeitung, des Verzeihens und des langsamen R&#252;ckgewinns an Vertrauen, gest&#228;rkt hervorgehen kann, hat die Chance zu altem Gl&#252;ck zur&#252;ckzufinden. Die Krise kann dann als Wendepunkt auf einem Weg, der bei aller Treue, in die endg&#252;ltige Langweile und sp&#228;tere Trennung gef&#252;hrt h&#228;tte, erlebt werden. </p>
<p>Und dann kann man endlich beginnen, jene Abenteuer zu suchen, die man auch zu Zweit erleben kann, an die man aber schon von Anfang an, oder zumindest seit langer Zeit nicht mehr geglaubt hat. </p>
<p>Buchtipp: Hans Jellouschek &#8211; „Warum hast Du mir das angetan“ </p>
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		<title>Neulich beim&#160;Speed-Dating&#8230;</title>
		<link>http://www.netznirwana.de/2009/08/14/neulich-beim-speed-dating/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 14:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Partnersuche]]></category>
		<category><![CDATA[Singles]]></category>
		<category><![CDATA[Speed-Dating]]></category>
		<category><![CDATA[Speeddating]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, mein Name ist Julius, und wer bist Du H&#252;bsches?
Ich.. ich&#8230; bin die Roswitha&#8230;
Hallo Roswitha, was treibt dich her?
Ich&#8230; ich&#8230; suche eine Beziehung&#8230;
Was machst Du beruflich?
Ich&#8230; &#228;&#228;h&#8230; Kommu&#8230;ni&#8230;kationspsychologin – und Du?
Hans Dampf, hahaha, ich verkaufe Dampfreiniger.
Im Fernsehen&#8230;?
Nein an der Haust&#252;r. Hast du ein Hobby?
Ja &#228;hm&#8230; Makramee und Bonsai und&#8230; Du?
Ikebana und Sado Maso.
Ist das was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, mein Name ist Julius, und wer bist Du H&#252;bsches?<br />
<span style="color: #ff0000;">Ich.. ich&#8230; bin die Roswitha&#8230;<br />
</span>Hallo Roswitha, was treibt dich her?<br />
<span style="color: #ff0000;">Ich&#8230; ich&#8230; suche eine Beziehung&#8230;</span><br />
Was machst Du beruflich?<br />
<span style="color: #ff0000;">Ich&#8230; &#228;&#228;h&#8230; Kommu&#8230;ni&#8230;kationspsychologin – und Du?</span><br />
Hans Dampf, hahaha, ich verkaufe Dampfreiniger.<br />
<span style="color: #ff0000;">Im Fernsehen&#8230;?</span><br />
Nein an der Haust&#252;r. Hast du ein Hobby?<br />
<span style="color: #ff0000;">Ja &#228;hm&#8230; Makramee und Bonsai und&#8230; Du?</span><br />
Ikebana und Sado Maso.<br />
<span style="color: #ff0000;">Ist das was … mit Kampfsport?</span><br />
Nein, hat was mit Meditation zu tun.<br />
<span style="color: #ff0000;">M&#246;chtest Du meine Num&#8230;?</span></p>
<p>N&#196;CHSTER!</p>
<p>Frank, Hallo.<br />
<span style="color: #ff0000;">Hi Frank</span><br />
Und wie hei&#223;t Du ?<br />
<span style="color: #ff0000;">Birgit. Du siehst nett aus&#8230;</span><br />
Ist „nett“ nicht die kleine Schwester von&#8230;?<br />
<span style="color: #ff0000;">Nein, nein, wirklich, was machst Du so?</span><br />
Ich leite eine Surfschule.<br />
<span style="color: #ff0000;">Super, ich surfe f&#252;r mein Leben gern. Ich bin Sportlehrerin.</span><br />
Ich finde dich auch h&#252;bsch. Schon was dabei gewesen heute f&#252;r dich?<br />
<span style="color: #ff0000;">Nein, nicht wirklich, aber ich habe das Gef&#252;hl&#8230;</span><br />
Geht mir &#228;hnlich. Wollen wir vielleicht mal&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">Magst Du Kinder?</span><br />
&#196;hm, ja schon, wieso?<br />
<span style="color: #ff0000;">Ich habe zwei - vier und sechs.</span><br />
Zw&#246;lf?<br />
<span style="color: #ff0000;">Nein zwei - vier und sechs Jahre alt.</span><br />
Also drei?<br />
<span style="color: #ff0000;">Nein, zwei Kinder, je vier und sechs Jahre.</span><br />
Ach Du&#8230; wei&#223;t Du&#8230; ich glaube&#8230; ich bin noch nicht&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">Schon gut&#8230;</span></p>
<p>N&#196;CHSTER!</p>
<p>Huhu, ich hei&#223;e Saaabine,<br />
<span style="color: #ff0000;">Du hei&#223;e Sabine? Ich lustige Hans! Haha! Servus!</span><br />
Du hast aber viele Muskeln?!<br />
<span style="color: #ff0000;">Jo, von nix kommt nix, was machst Du so?</span><br />
Stenotypistin und B&#252;rokauffrau, und Du?<br />
<span style="color: #ff0000;">Hundefriseur.</span><br />
Ich reise gern, ich war schon in Italien, &#196;gypten, Mallorca, Gran Canaria, Mexiko, Malaysia, Sri Lanka, Corfu, Dubai, Frankreich, Bulgarien&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">Vulgarien, haha,</span><br />
Kreta, T&#252;rkei&#8230; und Du?<br />
<span style="color: #ff0000;">Wacken!</span><br />
Eigentlich mag ich ja keine langen Haare bei M&#228;nnern&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">Magst Du Motorradfahren?</span><br />
Nicht so sehr&#8230; ich hab ein Pferherd.<br />
<span style="color: #ff0000;">Hm!<br />
</span>&#8230;und einen Hund, zwei Katzen, drei Kaninchen und&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">&#8230;einen Vogel, so wie&#8217;s aussieht.</span><br />
Ja, einen Wellensittich – woher wusstest Du&#8230;?<br />
<span style="color: #ff0000;">Hier, meine Karte, falls dein Hund&#8230;<br />
</span>Mein Hund f&#228;hrt auch kein Motorrad&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">Aaargh&#8230;</span></p>
<p>N&#196;CHSTER!</p>
<p>Wer bist denn Du?<br />
<span style="color: #ff0000;">Steht doch auf dem Schild. Machst Du dir immer so wenig M&#252;he?</span><br />
…<br />
<span style="color: #ff0000;">Sicher wieder so einer, der nix tut, nur faul in der Gegend rumsitzt, und&#8230;</span><br />
…<br />
<span style="color: #ff0000;">&#8230;den ganzen Tag den Fernseher laufen und die leeren Bierflaschen rumstehen l&#228;sst.<br />
</span>…<br />
<span style="color: #ff0000;">Davon hab ich schon genug gehabt. Ich will mal was Richtiges. Einen ganzen Kerl halt.<br />
</span>…<br />
<span style="color: #ff0000;">Aber Du kriegst ja nicht mal den Mund auf.</span><br />
…<br />
<span style="color: #ff0000;">Sag mal, ist das eine echte Rolex?</span><br />
Jepp!<br />
<span style="color: #ff0000;">Ich bin die Ellen, und f&#252;r den Richtigen k&#246;nnte ich mir auch vorstellen nur noch Hausfrau zu sein&#8230;</span></p>
<p>N&#196;CHSTER!</p>
<p>Gr&#252;&#223; Dich – Angie&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">Hallo, ich Ahmed,</span><br />
…<br />
<span style="color: #ff0000;">…</span><br />
…<br />
<span style="color: #ff0000;">…</span><br />
…<br />
<span style="color: #ff0000;">&#8230;<br />
</span>Ja, dann&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">&#8230;</span></p>
<p>N&#196;CHSTER!</p>
<p>Hallo<br />
<span style="color: #ff0000;">Hallo.<br />
</span>Ich bin der Sebastian, 42, Werbekaufmann, leitende Position und Du?<br />
<span style="color: #ff0000;">Susanne, 38. Ich habe eine Putzstelle.</span><br />
Tja dann&#8230; Ich denke nicht, das wir gesellsch&#8230;<br />
<span style="color: #ff0000;">Ich bin Nymphomanin&#8230;</span><br />
&#8230;und ich hab ein Cabrio&#8230;wollen wir&#8230;?</p>
<p>&#8230;</p>
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		<title>Ich will einen&#160;Babybauch!</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 14:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderkriegen]]></category>
		<category><![CDATA[Mutterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihre Klagen klingen noch in meinen Ohren. Es sei ja so beschwerlich Mutter zu werden. Da kann ich als Mann aber nur herzlich lachen. Ich g&#228;be was drum, die Segnungen der Mutterschaft als Frau selbst erleben zu d&#252;rfen, die mir die Natur in so schn&#246;der Weise vorenth&#228;lt. 
Das f&#228;ngt schon mit dem Zeugungsakt an. Mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihre Klagen klingen noch in meinen Ohren. Es sei ja so beschwerlich Mutter zu werden. Da kann ich als Mann aber nur herzlich lachen. Ich g&#228;be was drum, die Segnungen der Mutterschaft als Frau selbst erleben zu d&#252;rfen, die mir die Natur in so schn&#246;der Weise vorenth&#228;lt. </p>
<p>Das f&#228;ngt schon mit dem Zeugungsakt an. Mich plagen weder &#196;ngste um Potenz und vorzeitigen Samenerguss, noch muss ich viel mehr tun, als gleich einem abgest&#252;rzten Maik&#228;fer auf dem R&#252;cken zu liegen, und ben&#246;tige zudem keinen Orgasmus, um hinterher zufrieden einzuschlafen. Der Verzicht auf ein paar Z&#228;rtlichkeiten, die ich als Mann ja schon komplett &#252;berfl&#252;ssig finde, wird mir da sicher nicht so schwer fallen. </p>
<p>Au&#223;erdem fiele mit dem Einsetzen der Schwangerschaft das einzige &#196;quivalent f&#252;r die t&#228;gliche Last des Mannes mit der Rasur, die monatliche Regelblutung aus, so dass ich mich als Frau von allen k&#246;rperlichen Unbilden befreit auf die Geburt meines Kindes vorbereiten und freuen kann. </p>
<p>Von Stund an muss ich nur noch mit dem Finger schnippen und alles um mich herum fragt sofort, wie es mir geht, ob man mir etwas Gutes tun kann, und ob ich wom&#246;glich Schmerzen habe. Ich kann mich von vorne bis hinten bedienen lassen, muss keine Dinge mehr schleppen, die ich als zu schwer deklariere, wie z.B. Tempopakete, Kosmetikwatte, oder Hackfleischfix und kann es mir abends auf der Couch gem&#252;tlich machen, w&#228;hrend mein Kerl sich mit dem Esszimmerstuhl begn&#252;gen muss. </p>
<p>Auch die k&#246;rperlichen Ver&#228;nderungen begeistern mich. Mir wachsen fantastische Br&#252;ste und mein Bauch wird zum Sch&#246;nheitsideal. Im Gegensatz zum Hefeballon des Mannes erhalte ich mehr Zuspruch und Wertsch&#228;tzung je dicker, runder und vor allem tiefer meine Kugel sich entwickelt, und kann essen soviel ich mag, weil ich ja nun f&#252;r zwei sorgen muss. </p>
<p>Irgendwann kann ich sogar die Werkt&#228;tigkeit einstellen und mein Chef und die Krankenkasse zahlen fr&#246;hlich und freiwillig meinen Arbeitsausfall, w&#228;hrend ich zuhause Britt gucke und meinen Bauch sanft mit einem &#214;l gegen Schwangerschaftsstreifen massiere, bis sich abends jemand findet, der meinen F&#252;&#223;en ebenso Gutes tut &#8211; ganz unabh&#228;ngig davon, ob sie k&#252;rzlich gewaschen, die Fu&#223;n&#228;gel pedik&#252;rt, oder die Hornhaut abgerubbelt ist. </p>
<p>Die letzten Wochen behandelt man mich wie ein rohes Ei, wie eine Prinzessin auf der Erbse, tr&#228;gt mich auf H&#228;nden, wird nicht m&#252;de mich zu begl&#252;ckw&#252;nschen, mich mit leuchtenden Augen zu befragen, welch gro&#223;e &#220;berraschung in meinem wundersch&#246;nen Bauch zu finden ist, und h&#246;rt nicht damit auf, meine Kraft, meinen Mut und meine Sch&#246;nheit zu preisen, weil mir die Schwangerschaft ja so hervorragend steht, und weil es ja ach so toll sein muss, ein junges Leben unter seinem Herzen zu tragen. </p>
<p>Alle lieben mich, alle achten mich, egal wie ich aussehe, alle k&#252;mmern sich um mich und sind einzig an meinem Wohlergehen interessiert. Es ist einfach wundervoll, und ich denke, ich k&#246;nnte nicht genug davon kriegen. Als Mann kann man von soviel Zuwendung doch nur tr&#228;umen. Es muss absolut herrlich sein, als Frau zu leben und zudem noch das Wunder der Geburt vor Augen zu haben. </p>
<p>Und dann kommt der gro&#223;e Tag. Die Wehen setzen langsam ein, mein K&#246;rper und meine Seele sind verz&#252;ckt in der freudigen Erregung ein Leben schenken zu d&#252;rfen, und als zum Abschluss und zur Kr&#246;nung der sch&#246;nsten Zeit meines Lebens die Fruchtblase platzt, die Kontraktionen zunehmen und ich mich vollkommen begl&#252;ckt auf dem Weg in die Klinik befinde &#8211; </p>
<p>bin ich doch wieder ganz froh am Steuer zu sitzen und auf die Frau an meiner Seite zu blicken. </p>
<p>Ich liebe sie sehr, ganz ohne Frage – aber Kinderkriegen ist Frauensache. Das hat die Natur sicher nicht ohne Grund so eingerichtet&#8230; </p>
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		<title>&#8220;Ich mach das sonst nie&#8230;&#8221; oder: von der Last mit der Liebe in mittleren&#160;Jahren</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Nov 2006 08:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil I: Ausgangssituation
Es ist schon eine Last mit der Liebe in mittleren Jahren.
Sicher gilt das nicht f&#252;r alle jene, die in der Mitte des Lebens stehen, wohl aber f&#252;r viele, deren meist erste Ehe, oder langj&#228;hrige Beziehung an den harten Klippen des Alltags im Konflikt zerschellt, oder am schleichenden &#220;bergang von gro&#223;er Liebe und Vernarrtheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Teil I: Ausgangssituation</strong></p>
<p>Es ist schon eine Last mit der Liebe in mittleren Jahren.<br />
Sicher gilt das nicht f&#252;r alle jene, die in der Mitte des Lebens stehen, wohl aber f&#252;r viele, deren meist erste Ehe, oder langj&#228;hrige Beziehung an den harten Klippen des Alltags im Konflikt zerschellt, oder am schleichenden &#220;bergang von gro&#223;er Liebe und Vernarrtheit zur Gew&#246;hnung und am Ende zur Gleichg&#252;ltigkeit zerbrochen ist.</p>
<p>Nun ergibt es sprachlich ein schiefes Bild, wenn wir von den Scherben einer Liebe und damit einer ganzen Existenz sprechen, und eine sp&#228;tere neue Beziehung als &#8220;Patchworkfamilie&#8221; betiteln. Irgendwie ist es ja h&#228;ufig mehr ein schiefes Kunstwerk hobbym&#228;&#223;ig ungeschickter Bleiverglasung der umherliegenden Bruchst&#252;cke zweier Familien, dessen Entstehung und Erhalt nur allzu h&#228;ufig den feigen und gemeinen Steinw&#252;rfen eines, oder gar beider Expartner ausgesetzt ist.</p>
<p>Na ja &#8211; sofern nicht einer der beiden neuen Partner das frisch gefundene Gl&#252;ck dadurch belastet, dass er sich selber im Werfen von Geschossen gegen die alte Liebe ersch&#246;pft und damit die neu gefundene Chance durch einen Grabenkrieg gegen die alte Verbindung aufs Spiel setzt.<br />
Aber auch hier gibt es einen interessanten Seitenweg: der neue Partner beteiligt sich an der Hexenjagd gegen den verflossenen und hilft damit der neuen Beziehung, wenn auch keinen tieferen, so doch (in Ermangelung eines Besseren) einen f&#252;r eine gewisse Zeit tragf&#228;higen Sinn zu geben.</p>
<p>Aber letztlich ist das nicht das Thema, weil hier schon andiskutiert wurde, was im (manchmal zweifelhaften) Idealfall am langen Ende des Leidensweges steht, den Getrennte, Verlassene, Betrogene und irgendwie verlorenen Seelen des Mittelalters zu gehen haben.</p>
<p>Flachbr&#252;stiges Schlagergetr&#228;ller im Stil von &#8220;Du hast mich 1000x belogen&#8230;&#8221; wird zur Hymne einer ganzen Generation von Liebesentt&#228;uschten, die im wom&#246;glich vorher geschehenen Seitensprung des Partners eine moralisch eindimensionale Begr&#252;ndung f&#252;r ihr Ungl&#252;ck sehen, aber nicht gleichzeitig in der Lage sind zu realisieren, dass das Fremdgehen in vielen F&#228;llen nur eine Folge der schleichenden Entfremdung beider ist, an der auch der scheinbar integrere Partner einen Teil Verantwortung zu tragen hat.</p>
<p>Betrachten wir nun die Rolle der Geschlechter am Anfang des Weges in ein neues Gl&#252;ck etwas genauer:</p>
<p>Auferstanden als etwas fl&#252;gelsteifer Ph&#246;nix aus den Ruinen und der Asche des alten Gl&#252;cks unternimmt man die ersten zaghaften Flugversuche und holt sich zumeist ein paar dicke Beulen, weil man den perfekten Start, einen im Idealfall majest&#228;tisch anmutenden Flug und eine gelungene Landung erst wieder neu erlernen muss.<br />
In gewisser Weise ist man ja mit den Jahren zu einem domestizierten Wildvogel mutiert, der sich erst wieder in freier Wildbahn zurechtfinden muss.<br />
Diese Auswilderung birgt neben neuen spannenden Abenteuern nat&#252;rlich auch Gefahren in sich &#8211; besonders f&#252;r Frauen&#8230;</p>
<p>So ganz werden wir in der Diskussion nicht ohne Platit&#252;den auskommen k&#246;nnen.<br />
Man m&#246;ge dem Autor das gro&#223;herzig nachsehen und bedenken, dass eine Platit&#252;de ja nicht notwendig falsch, sondern h&#228;ufig im Gegenteil eher richtig ist, auch wenn sie zu Recht daran leidet, dass sie Einzelf&#228;lle ausblendet, und die verbliebene Verk&#252;rzung der Wirklichkeit eher wie ein plakatives Schlagwort und weniger wie ein echtes Argument daherkommt.</p>
<p>Am Ende einer Beziehung gibt es meistens keinen Gewinner.<br />
Auch wenn sich nicht beide zugleich und gegenseitig das Scheitern ihrer Beziehung eingestehen k&#246;nnen, und nur einer der Partner als Triebfeder der Aufl&#246;sung zu sehen ist, so verlieren doch beide gleicherma&#223;en: der gemeinsame Traum ist gescheitert, die Seifenblase vom gemeinsamen Gl&#252;ck j&#228;h und schmerzhaft zerplatzt.</p>
<p>Abgesehen von Einzelf&#228;llen und unabh&#228;ngig von Schuldfragen leiden Frauen h&#228;ufig &#8220;tiefer&#8221; und M&#228;nner &#8220;breiter&#8221;.</p>
<p>Frauen leiden in ihrer Seele &#8211; ein fast t&#246;dlicher Stachel hat sich tief in ihr Herz gebohrt und verursacht manchmal schier unmenschiche Schmerzen. Hinzu kommt (gerade wenn Kinder im Spiel sind) die oftmals nicht unbegr&#252;ndete Angst auf das soziale Abstellgleis zu geraten.</p>
<p><span id="more-61"></span><br />
Auch M&#228;nner leiden (entgegen anders lautender Vorurteile) diesen Schmerz.<br />
Dieser wird jedoch &#252;berlagert durch den h&#228;ufig vom Vater ererbten und durch die Sozialisation in einer M&#228;nnergesellschaft vertieften m&#228;nnlichen Stolz und ein irgendwie schiefes M&#228;nnlichkeitsideal.<br />
Insofern dringt der Herzstachel beim Mann nicht so tief &#8211; sein Problem ist eher die breit gestreute Schrotladung, die sein Ego perforiert hat.</p>
<p>Frauen durchleiden ihren Schmerz und verf&#252;gen als emotional ge&#252;btere Wesen &#252;ber ein gut sortiertes Instrumentarium zur Schmerzbew&#228;ltigung.<br />
Eines ihrer besten Mittel im Kampf gegen des Leiden sind die F&#228;higkeit und der Mut den Dingen ins Gesicht zu sehen, sich mit den Tatsachen und dem aus ihnen geborenen Schmerz auseinanderzusetzen, w&#228;hrend der Mann eher ausweichend-&#228;ngstlich auf eine Vogel-Strau&#223;-Politik setzt.<br />
Da wo die Frau schon &#8220;durchzustehen&#8221; begonnen hat, ist der Mann h&#228;ufig noch Gefangener seines Kopfes und seiner durch das tradierte M&#228;nnerbild verursachten Verstockheit. Es ist ihm oft nicht m&#246;glich, rational zu verstehen, was zum Scheitern des gemeinsamen Gl&#252;cks gef&#252;hrt hat.<br />
Das ist so lange auch kein Wunder, wie er die Ursachen geschlechtstypisch mit seinem Verstand zu ergr&#252;nden versucht.</p>
<p>M&#228;nner sind Konstrukteure. Sie sind die Architekten einer Beziehung und f&#252;hlen sich verantwortlich und zust&#228;ndig f&#252;r den funktionierenden Rahmen des gemeinsamen Gl&#252;cks, w&#228;hrend die Frau in gewisser Weise den innenarchtiketonischen Part &#252;bernimmt und f&#252;r den emotionalen Teil der Gemeinsamkeit verantwortlich zeichnet.<br />
In gewisser Weise ist es wie in der Kindheit &#8211; f&#252;r den Mann ist eine Beziehung eine Art Bausatz von Fischer Technik, w&#228;hrend die Partnerin alles f&#252;r eine bunte Puppenstube voller gl&#252;cklicher Familenp&#252;ppchen zu tun bereit ist.</p>
<p>M&#228;nner beweisen ihre Liebe durch den Bau von H&#228;usern, den Kauf und die Pflege der heimischen Familienkutsche und das Herankarren und Schleppen von Wasserk&#228;sten.<br />
Frauen ersehnen sich Liebe in Form von Z&#228;rtlichkeit, guten Gespr&#228;chen und einer lang anhaltenden und tiefen Zuwendung der Partner.<br />
Nur allzu oft h&#246;rt man getrennte M&#228;nner klagen, dass sie doch <strong>a-l-l-e-s</strong> f&#252;r das gemeinsame Gl&#252;ck getan h&#228;tten, w&#228;hrend die Frau betrauert, dass ihr Mann sie in all den Jahren emotional nicht erreicht hat. Wie sollte er auch &#8211; er war ja dauernd im Baumarkt&#8230;</p>
<p><strong>Teil II: Gehversuche</strong></p>
<p>Der Volksmund besagt: &#8220;M&#228;nner sind Jungs in langen Hosen.&#8221; &#8211; und so geb&#228;rden sie sich auch nach dem Scheitern einer Beziehung.<br />
Sie schimpfen auf ihr zusammengest&#252;rztes, windschiefes Kartenhaus, an dem sie doch so lange und vermeintlich erfolgreich gebaut haben, und wollen nicht begreifen, dass es ohne eine tiefe emotionale Bindung an die Partnerin auf Treibsand gebaut war.</p>
<p>Insofern leiden M&#228;nner l&#228;nger als Frauen. Auch wenn sie schon l&#228;ngst &#8220;entliebt&#8221; sind, h&#228;ngen sie noch ihrem alten Traum nach, betrauern dessen Scheitern und k&#246;nnen sich so lange Zeit nicht wirklich von der Expartnerin l&#246;sen, die dauerhaft wie eine drohende Wolke &#252;ber ihren neuen Beziehungsversuchen schwebt und lange kalte Schatten wirft&#8230;</p>
<p>Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die ersten Anl&#228;ufe eine neue Liebe zu finden oftmals kl&#228;glich scheitern.<br />
Frau und Mann beginnen ihre Suche von unterschiedlichen Ausgangspunkten, mit unterschiedlichen Hoffnungen, Vorstellungen und W&#252;nschen.<br />
W&#228;hrend die Frau nach durchlittenem Schmerz einen Schlusstrich zu ziehen in der Lage und damit offen f&#252;r einen Neuanfang ist, k&#228;mpft der Mann immer noch gegen sein &#252;berm&#228;chtiges verletztes Ego an und bleibt teilweise dauerhaft unf&#228;hig, sich ganz auf eine neue Partnerin einzulassen und sich neu zu binden.<br />
Auf der Seite der Frauen f&#252;hrt das zu vielen Entt&#228;uschungen, weil sich der vermeintliche Prinz als glibbriger, grasgr&#252;ner Frosch entpuppt, der sich auch mittels einer Vielzahl von K&#252;ssen nicht zur gew&#252;nschten Metamorphose in einen Edelmann bewegen l&#228;sst.</p>
<p>Es gibt Meinungen, dass M&#228;nner eben so sind -<br />
J&#228;ger, immer auf der Pirsch nach neuer Beute, nach einem neuen Reh, dass sie schlagen k&#246;nnen &#8211; und dass sie dazu durch ihre Natur gezwungen sind, weil animalisch-archaische Urinstinkte sie dazu treiben ihren Samen auf m&#246;glichst viele Weibchen zu verteilen, um ihre Nachkommenschaft zu sichern. Nun ist das Letztere selbstverst&#228;ndlich nicht das Ziel, aber als Motor ihrer Bem&#252;hungen zu interpretieren.</p>
<p>In gewisser Weise stimmt das auch, ist aber f&#252;r eine vollst&#228;ndige Beurteilung des Mannes nicht zureichend.<br />
Die Frau, auf der Suche nach eine neuen Bindung und damit einem neuen Nest, m&#246;chte sich Zeit lassen und sorgsam ausw&#228;hlen.<br />
Der Mann geht eher nach dem Gie&#223;kannenprinzip vor und versucht mehr &#252;ber Quote als &#252;ber Intensit&#228;t zum Ziel zu kommen. Er ist entgegen landl&#228;ufiger Meinung eher der, welcher &#252;ber das K&#252;ssen vieler Froschfrauen seine &#8220;Prinzessin&#8221; zu finden versucht.</p>
<p>Auf keinem anderen Feld in dieser Phase der Neurorientierung prallen die Widerspr&#252;che der Geschlechter mehr aufeinander, als auf dem Gebiet der Erotik und der Sexualit&#228;t. Sexualit&#228;t ist ein Kreuzweg, auf dem Mann und Frau sich auf ihrer Wanderschaft immer wieder begegnen und &#8211; sich gegenseitig missverstehen und entt&#228;uschen.<br />
Um es prinzipiell zu fassen und plakativ zu sagen: W&#228;hrend der Mann Sex m&#246;chte und dabei schaut, ob es mit dem Verlieben klappt, m&#246;chte die Frau sich verlieben und hofft dann, dass auch eine erf&#252;llte Sexualit&#228;t m&#246;glich ist. Oder anders: der Mann m&#246;chte Spa&#223; und nimmt in Kauf, dass sich mehr daraus entwickeln kann, w&#228;hrend die Frau auf der Suche nach dem &#8220;Mehr&#8221; ist und widrigenfalls auch gegen ein wenig Spa&#223; gelegentlich nichts einzuwenden hat.</p>
<p>Zum Ungl&#252;ck der Frau ist der Mann dabei aber in der st&#228;rkeren Position. Zum einen gelingt es ihm eher, die Spreu der Erotik vom Weizen der Liebe zu trennen. Der Mann ist wegen seines kopfgesteuerten Seelenlebens eher in der Lage, so eine Art &#8220;Konzept der erotischen Freundschaft zu leben&#8221;.<br />
Dieses Konzept beinhaltet eine ganze Reihe von Beziehungsmerkmalen, wie gelegentliches Ausgehen, romantische Abende und nat&#252;rlich auch mehr oder minder leidenschaftlichen Sex, ohne ihn jedoch in den (ihm wegen seiner unaufgearbeiteten Trennung drohlich erscheinenden) Strudel der Liebe zu ziehen. Das Ganze wird zudem beziehungs&#228;hnlich mit einer gewissen Exklusivit&#228;t verbunden, wobei die kleine Vokabel &#8220;gewissen&#8221; einen f&#252;r die Frau nicht zu vernachl&#228;ssigenden Pferdefu&#223; in sich birgt: &#8220;gewiss&#8221; kommt hier nicht von Gewissheit, sondern dr&#252;ckt vorsichtig gesagt &#8220;eine entspannte Haltung zum Treugel&#246;bnis innnerhalb dieser Art von &#220;bergangsbeziehung&#8221; aus.<br />
M&#228;nner werden wissen was ich meine &#8211; und Frauen es am eigenen Leib, bzw. am Leib der anderen erfahren&#8230;</p>
<p><strong>Teil III: Dramatik</strong></p>
<p>Nun sind beileibe nicht alle M&#228;nner gewissenlos und so kommt es im Ent- und Bestehen solcher Mikrobeziehungen zu lustigen Missverst&#228;ndnissen. Und das geht so:</p>
<p>Man lernt sich kennen &#8211; in freier Wildbahn, oder immer h&#228;ufiger in einer der mittlerweise zahllosen Partnerb&#246;rsen im Internet (die &#252;brigens eine Menge Stoff f&#252;r einen weiteren Artikel bieten), trifft sich ein, zwei, oder ganz z&#252;chtig auch ein drittes Mal und steht dann vor der schwerwiegenden Entscheidung, ob man es zu sexuell eingef&#228;rbten Schleimhautkontakten kommen lassen m&#246;chte.<br />
Eine kluge Frau, auf der Suche nach etwas dauerhafterem als einer erotischen Sternschnuppe t&#228;te gut daran sich noch etwas zu zieren, so wie ein Pokerspieler, der auch nicht gleich sein Blatt offenbart, um den Gegner m&#246;glichst weit aus der Reserve zu locken.</p>
<p>Aber hier k&#228;mpft sie den aussichtslosen Kampf gegen den Vorteil des Mannes, dem es zun&#228;chst einmal um Erotik und weniger um Beziehung geht.<br />
Wie eine rastlose Honigbiene summt er weiter zur n&#228;chsten Blume, wenn ihm die die Bl&#252;te der einen nicht den versprochenen Nektar liefert.<br />
Mitunter bleibt die Frau frustriert und traurig zur&#252;ck, weil der Mann in der vorherigen Akquisitonsphase eine ganzes Arsenal von Signalen auf sie abgefeuert hat, das Beziehungswillig- und -f&#228;higkeit zu signalisieren schien.<br />
Der Mann mutiert da mitunter unbewusst zu einer Art glubsch&#228;ugigen und grabschh&#228;ndigen Cham&#228;leon, das in der Lage ist genau das Gewand anzulegen, das sein weibliches Gegen&#252;ber in der jeweiligen Situation maximal zu becircen in der Lage ist.</p>
<p>Und so gibt sie sich ihm letzendlich hin, in der Hoffnung, dass mit ihm das Mehr m&#246;glich ist, dass sie sich so sehr w&#252;nscht.<br />
Dabei &#252;bersieht sie jedoch die Signale von seiner Seite, die &#8211; leider mehrdeutig &#8211; auch auf seinen Mangel an Beziehungsbereitschaft hinweisen.<br />
Dieses Senden mehrdeutiger Zeichen ist die eigentliche Kunst des Verf&#252;hrers in mittleren Jahren.<br />
Denn, obwohl er sich in seiner vorherigen Beziehung meist geweigert hat seiner Partnerin emotional das zu geben, nachdem es sie so sehr verlangte, hat er doch rational gelernt, welches ihre Bed&#252;rfnisse sind, und setzt dieses Wissen beim Werben um das nachfolgende Weibchen konsequent, wenn auch nicht immer aus b&#246;sem Kalk&#252;l ein.</p>
<p>Und w&#228;hrend sie sich noch einredet, dass er mehr m&#246;chte als nur Sexualit&#228;t und gemeinsame Freizeitaktivit&#228;ten, weil sie seine Signale hoffnunggeschw&#228;ngert so interpretiert, wie sie in ihre Tr&#228;ume passen, so bel&#252;gt er sich selbst (und sie wohl auch) ebenso.<br />
Die Frau, im Willen ihn nicht zu bedr&#228;ngen und ihm Zeit zu lassen auf dem Weg zu ihr, gibt n&#228;mlich ebenso Uneindeutiges von sich.</p>
<p>Rein verbal m&#246;chte auch sie &#8220;es erstmal locker angehen&#8221; und mal &#8220;ganz unbefangen aufeinander zu- und miteinander umgehen&#8221;, w&#228;hrend sie zwischenzeilig zwar zart, aber dennoch relativ unverbl&#252;mt den Wunsch nach seelischer und lebenspraktischer Verschmelzung durchscheinen l&#228;sst.<br />
Ihr m&#228;nnlicher Gegenpart aber blendet diese, in ihren Worten mitschwingende Melodie vollkommen aus, obwohl er meist durchaus in der Lage ist, sie zu h&#246;ren.<br />
Und so lieben sie aneinander vorbei: sie ignoriert seine Signale der Distanz und er die ihren, die mehr N&#228;he bedeuten, und beide reden sich damit etwas ein, das ihr Gewissen beruhigt.</p>
<p>Vielfach enden solche Mikrobeziehungen nach einem &#228;hnlichen Schema: irgendwann kann die Frau den Spagat auf dem schmalen Grat zwischen T&#228;ndelei und Liebe nicht mehr halten. Sie m&#246;chte z.B. &#8220;etwas mit den Kindern gemeinsam unternehmen&#8221;, oder an einem Wochenende mit ihm verreisen, das eigentlich m&#228;nnlichen Kumpaneiritualen vorbehalten ist.<br />
Was immer auch der Ausl&#246;ser ist: f&#252;r ihn ist es das Zeichen der Zeit, endlich auch offiziell Bewusstsein dar&#252;ber zu erlangen, dass er &#8220;nach seiner Trennung noch nicht soweit ist&#8221;, dass &#8220;der Stachel seiner Verletztheit noch zu tief sitzt, um ihm das Vertrauen zu erm&#246;glichen, dass sie unbedingt verdient&#8221;. Er &#8220;m&#246;chte sie nicht verletzen&#8221;, &#8220;es t&#228;te ihm Leid&#8221; und &#8220;&#252;berhaupt war das gar nicht so abgemacht mit den Gef&#252;hlen, die da so pl&#246;tzlich und unerwartet im Spiel sind&#8221;&#8230;</p>
<p>&#8230;womit er ihr elegant den schwarzen Peter zuschiebt f&#252;r die verfahrene Situation&#8230;</p>
<p>Danach summt die Biene weiter zur n&#228;chsten Bl&#252;te, w&#228;hrend die Blume zuvor ihm noch leise hinterherruft: &#8220;Wie konnest Du all diese Dinge so tun und so sagen, obwohl Du doch sowenig f&#252;r mich empfunden hast&#8230;?&#8221;</p>
<p>Und so endet die Geschichte, die auf seinem Sofa mit einem von ihr gehauchten &#8220;Ich mach sowas sonst nie.&#8221; begann und mit seinem &#8220;Es tut mir Leid, aber ich bin noch nicht soweit.&#8221; zum Abschluss kommt.<br />
Auf der Strecke bleibt die Chance, die beide vielleicht gehabt h&#228;tten, wenn ihre Kotfl&#252;gel der Liebe beim Unfall der ersten gro&#223;en Beziehung nicht zum Totalschaden zerdellt worden w&#228;ren&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Schulwechsel &#8211; ein Infoabend mit&#160;Modellcharakter</title>
		<link>http://www.netznirwana.de/2006/10/31/schulwechsel-ein-infoabend/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 12:27:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies und das]]></category>
		<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ein wichtiger Tag.
Der Wechsel meines Sohnes auf die weiterf&#252;hrende Schule steht bevor:
„INFORMATONSVERANSTALTUNG ZUM THEMA WEITERF&#220;HRENDE SCHULE“
stand sperrig auf dem nachmittags noch hastig ausgedrucken Hinweisschild an der T&#252;r zu Mini-Aula seiner Grundschule, die bis auf den letzen Platz prallgef&#252;llt war.
Ich hatte mich mit meiner Exfrau und der Mutter meines Sohnes p&#252;nktlich eingefunden, um den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: left; margin-right: 7px" src="http://www.onesmallworld.de/netznirwana/wp-content/uploads/dialog.jpg" alt="dialog" width="225" height="130" />Gestern war ein wichtiger Tag.</p>
<p>Der Wechsel meines Sohnes auf die weiterf&#252;hrende Schule steht bevor:</p>
<p>„INFORMATONSVERANSTALTUNG ZUM THEMA WEITERF&#220;HRENDE SCHULE“</p>
<p>stand sperrig auf dem nachmittags noch hastig ausgedrucken Hinweisschild an der T&#252;r zu Mini-Aula seiner Grundschule, die bis auf den letzen Platz prallgef&#252;llt war.</p>
<p>Ich hatte mich mit meiner Exfrau und der Mutter meines Sohnes p&#252;nktlich eingefunden, um den Ausf&#252;hrungen des Abends zu lauschen.</p>
<p>Mit uns waren sie alle da: die feinen Leute, wie auch die Vorst&#228;nde der Familien aus einfacheren Verh&#228;ltnissen und die zwischen beiden Extremen oszillierenden Nuancen sozialer Gruppenzugeh&#246;rigkeit.</p>
<p>Zehn Jahre alt ist man ja schlie&#223;lich unabh&#228;ngig vom sozialen Status und der Schulbildung seiner Eltern, und so trifft man bei solchen Veranstaltungen einen gesunden Querschnitt aus der Gesellschaft, was ganz normal und auch so okay ist.</p>
<p>Wenn da nicht&#8230;</p>
<p>&#8230;ja wenn da nicht die sechs Hauptst&#246;renfriede w&#228;ren, die aus einer solchen Veranstaltung ein Panoptikum zu machen in der Lage sind, wenn die Moderation nicht unheimlich auf der Hut ist:</p>
<ul>
<li>DER KLUGSCHEISSER,</li>
<li>DER POSSENREISSER und</li>
<li>DER FEINE PINKEL</li>
</ul>
<p>Ganz besonders kritisch kann die Situation werden, wenn sich zwei, oder gar alle drei Charaktere in Personalunion bei einem der V&#228;ter (meistens sind es ja die Herren, die meinen eine Balz auff&#252;hren zu m&#252;ssen&#8230;) zusammenfinden.</p>
<p>Aber auch bei Frauen gibt es das Ph&#228;nomen.<br />
Auch hier kann ich kann grobschl&#228;chtig drei Hauptkategorien ausmachen:</p>
<ul>
<li>DIE BESORGTE HAUSFRAU UND MUTTER</li>
<li>DIE SICH SELBST BEWEIHR&#196;UCHERNDE KARRIEREFRAU und die</li>
<li>IN WOLLSOCKEN UND NORWEGER GEWANDETE &#214;KOTUSSI, MIT SOZIALEM BUWUSSTSEIN</li>
</ul>
<p>Kaum zu sagen, welcher der sechs Typen am schlimmsten zu ertragen ist.<br />
Sicher ist, dass einen gelegentlich das Gef&#252;hl &#252;berf&#228;llt, in einer Comdeyshow zu sitzen, bei der das Publikum der Hauptact des Abends, und die Moderatoren die staunenden und interaktiv mit einbezogenen Zuschauer sind.</p>
<p>So ein Abend war gestern und ich muss sagen: meine Erwartungen und Bef&#252;rchtungen wurden nicht entt&#228;uscht.<br />
Sie waren alle da, so als h&#228;tte man ihnen Freibier versprochen daf&#252;r, dass sie das Festzelt auf dem heimischen Sch&#252;tzenplatz unterhalten.</p>
<p>Es kam zu tumultartigen Zust&#228;nden, weil der Klugschei&#223;er, der Possenrei&#223;er und der feine Pinkel sich permanent ins Wort fielen und sich entweder in der Formulierung der absonderlichsten Thesen gegenseitig &#252;berboten, oder mit kleinen polemischen Spitzen versuchten, die Aussage des anderen ins L&#228;cherliche zu ziehen.</p>
<p>Erw&#228;hnte ich schon, was noch schlimmmer ist als zwei oder drei der M&#228;nnertypen in Personalunion? Nein?</p>
<p>Wenn alle drei Typen in Reinkkultur auftreten und am Tag zuvor eine private Niederlage, oder einen gesch&#228;ftlichen R&#252;ckschlag zu verkraften hatten.<br />
Dann wollen sie sich n&#228;mlich am Abend das Selbstvertrauen wieder aufbauen, das am Tage gelitten hat, und geb&#228;rden sich wie wildgewordene Auerh&#228;hne auf der Balz nach dem Weibchen mit den dicksten Schenkeln&#8230;</p>
<p>Gelegentlich, und nur wenn die M&#228;nner mal eine Atempause machen m&#252;ssen, (so &#228;hnlich wie dicke Wale, die auch von Zeit zu Zeit aus ihrem Prim&#228;relement auftauchen m&#252;ssen, um ihre Lungen wieder mit Luft zu f&#252;llen), melden sich die Frauen zu Wort.</p>
<p>Der Typ „besorgte Hausfrau und Mutter“ stellt gelegentlich Fragen, deren Zusammenhang mit dem Thema des abends nur zu erahnen ist, w&#228;hrend die „sich selbst beweihr&#228;uchernde Karrierefrau“ mit jeder &#196;u&#223;erung raush&#228;ngen l&#228;sst, dass die Schule sich doch bitte ihrem modernen und progressiven Lebenstil als Powerfrau anzupassen hat, und dass nicht sie R&#252;cksicht nehmen muss auf die Vielfalt der schulischen Aufgaben vor dem Hintergrund gravierender sozialer Unterschiede in der Sch&#252;lerschaft.</p>
<p>Der dritte Typ „in Wollsocken und Norweger usw&#8230;“ sagt erstmal nichts.<br />
Kaum dass sie den Mund &#246;ffnet, beschleicht einen das Gef&#252;hl, sie w&#252;rde sich danach erkundigen wollen, ob es in der Schule auch eine Ecke gibt, wo die Sch&#252;ler legal Cannabis konsumieren d&#252;rfen.<br />
Tats&#228;chlich konfrontiert sie einen dann aber doch nur mit den neuesten sozialwisschenschaftlichen und psychologischen Studien zur pubert&#228;ren Entwicklung sozialschwacher Kinder.</p>
<p>TOTAAAAAAL SPANNEND –</p>
<p>Zum Gl&#252;ck d&#252;rfen die Frauen nicht lange reden, weil ihnen die Streithammel von eben das Wort abschneiden, um ihren Kampf um den Preis f&#252;r den &#8220;Am sch&#246;nsten geschwollenen Hahnenkamm des Abends“ wieder aufzunehmen.<br />
Und &#252;berhaupt geh&#246;ren Frauen an den Herd und nicht in eine Diskussion – das ist widernat&#252;rlich. (Das sagen sie zwar nicht, aber es trieft wie altes Frittenfett zwischen ihren Worten heraus&#8230;)</p>
<p>Ganz zum Schluss, als die Wogen schon gegl&#228;ttet und die Flut profilneurotisch zu erkl&#228;render Worth&#252;lsen abgeebbt zu sein scheinen, meldet sich der Totengr&#228;ber jeder Diskussion zu Wort:</p>
<ul>
<li>
<div>DIE LANGATMIGE, WEIT AUSHOLENDE UND JEDEN ASPEKT DES THEMAS AUFS GENAUESTE BELEUCHTENDE LABERTASCHE</div>
</li>
</ul>
<p>Ihre S&#228;tze beginnen meist mit einer Konstruktion der Art:<br />
„AAAAAAAAAALSOOOOOOOO&#8230;“</p>
<p>Leider legte mir meine Exfrau beschwichtigend ihre Hand auf den Unterarm, fiel mir ins Wort, noch bevor ich etwas sagen konnte,  und meinte: &#8220;Lass mal gut sein &#8211; wir kriegen doch gleich ein Informationsblatt auf dem alles steht&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Midlife&#160;Crisis</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Oct 2006 16:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich liebe es, mein Eheweib,
und auch ihren vollen Leib,
Na ja, zumindest im Prinzip,
find ich sie sch&#246;n und hab sie lieb.
Hat um die Augen ein paar Falten,
und ihr BH muss besser halten,
denn ihre Br&#252;ste sind jetzt schlaffer,
und auch die Haut war schonmal straffer.
Ihr Haar ist heute etwas grau,
und rundlicher ihr K&#246;rperbau,
und wo&#8217;s der Haut an Gl&#228;tte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="183" alt="schoenmachzeug" src="http://www.netznirwana.de/wp-content/uploads/schoenmachzeug-1.jpg" width="209" /></p>
<p>Ich liebe es, mein Eheweib,<br />
und auch ihren vollen Leib,<br />
Na ja, zumindest im Prinzip,<br />
find ich sie sch&#246;n und hab sie lieb.</p>
<p>Hat um die Augen ein paar Falten,<br />
und ihr BH muss besser halten,<br />
denn ihre Br&#252;ste sind jetzt schlaffer,<br />
und auch die Haut war schonmal straffer.</p>
<p>Ihr Haar ist heute etwas grau,<br />
und rundlicher ihr K&#246;rperbau,<br />
und wo&#8217;s der Haut an Gl&#228;tte fehlt,<br />
wird halt gecremt und auch gegelt.</p>
<p>Der Po, na ja, ist nicht mehr rund,<br />
und die paar Runzeln um den Mund,<br />
sowie am Lid die Kr&#228;henf&#252;&#223;e<br />
betonen eher ihre S&#252;&#223;e.</p>
<p>Mit s&#252;ndhaft teuren Wundermitteln,<br />
die meist sehr schwierig sich betiteln,<br />
bek&#228;mpft sie die Orangenhaut,<br />
die sich an ihren Schenkeln staut.</p>
<p>Ich als Mann hab&#8217;s da viel besser<br />
muss nicht zum Sch&#246;nsein unters Messer,<br />
weil Du als Mann, was sicher ist,<br />
ohne Bauch ein Kr&#252;ppel bist.</p>
<p>Die grauen Schl&#228;fen wie bekannt,<br />
sind m&#228;nnlich und zudem markant,<br />
und fehlt es mal an rechter Steife,<br />
gleicht man das aus mit Charme und Reife.</p>
<p>Das Schnarchen nachts im Ehebett,<br />
klingt nicht so sch&#246;n und so adrett,<br />
doch ist&#8217;s wie meine Stinkef&#252;&#223;e<br />
wohl kein Problem f&#252;r meine S&#252;&#223;e,</p>
<p>die wenn sie&#8217;s Bad poliert und wischt,<br />
mein Haupthaar aus der Wanne fischt,<br />
das langsam, was mich traurig stimmt,<br />
Rei&#223;aus von meiner Kopfhaut nimmt.</p>
<p>Doch hab als Mann, wie ich wohl wei&#223;,<br />
gegen manch Raubbau und Verschlei&#223;,<br />
ein Mittel, das die Schmerzen lindert,<br />
und den Frust des Alterns lindert.</p>
<p>So parallel f&#252;r nebenbei,<br />
zu meinem Eheeinerlei,<br />
such ich mir ‘nen jungen H&#252;pfer,<br />
mit drallem Po und knappem Schl&#252;pfer.</p>
<p>Die wirkt dann wie Erotikd&#252;nger<br />
und macht mich um Jahre j&#252;nger.<br />
Sie k&#252;mmert sich um die Bewegung,<br />
und&#8217;s Weib zuhaus um die Verpflegung.</p>
<p>Doch was ist das, ein scharfer Stich,<br />
durchrast die Brust, ich f&#252;rchte mich.<br />
Mein Herz, es krampft und zuckt gef&#228;hrlich,<br />
pulst nicht nach Plan hei&#223; und begehrlich,</p>
<p>sondern scheint wie wild zu hetzen<br />
und manchmal einfach auszusetzen.<br />
Ich w&#252;nschte meine Frau w&#228;r da,<br />
um mich zu retten &#8211; aaaaahhhh&#8230;</p>
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		<title>Der&#160;Schnarchk&#246;nig&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Oct 2006 16:54:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies und das]]></category>
		<category><![CDATA[Mann & Frau]]></category>

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		<description><![CDATA[
Was schnarchst Du so laut bei Nacht und Wind? -
Es sind die Rachenmuskeln, die schw&#228;chlich sind. -
Dreh Dich zur Seite auf Deinen Arm -
Ach Frau dann st&#246;rt Dich die Luft aus meinem Darm. -
Geliebter, st&#246;rt es Dich selber nicht? -
Kaum mehr, als abends Dein Leselicht. -
Dein S&#228;gen macht mich museumsreif -
Und mir wird auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="196" alt="schnarch" src="/wp-content/uploads/schnarch.jpg" width="225" /></p>
<p>Was schnarchst Du so laut bei Nacht und Wind? -<br />
Es sind die Rachenmuskeln, die schw&#228;chlich sind. -<br />
Dreh Dich zur Seite auf Deinen Arm -<br />
Ach Frau dann st&#246;rt Dich die Luft aus meinem Darm. -</p>
<p>Geliebter, st&#246;rt es Dich selber nicht? -<br />
Kaum mehr, als abends Dein Leselicht. -<br />
Dein S&#228;gen macht mich museumsreif -<br />
Und mir wird auf der Seite der Nacken steif. -</p>
<p>Jetzt dreh Dich bitte doch weg von mir. -<br />
Ein K&#252;sschen zur Nacht noch, schenk ich Dir. -<br />
Ob&#8217;s ruhig jetzt wird, da ich bin gespannt. -<br />
Wenn nicht, so hau mit der flachen Hand&#8230; -</p>
<p>Dann tu ich Dir weh &#8211; und das will ich nicht. -<br />
Dann bleibt er wohl ewig, der Grund f&#252;r&#8217;s Gedicht. -<br />
Ich glaub, dass zu lang wir verheiratet sind. -<br />
Was ich mitunter genauso empfind&#8230; -</p>
<p>So musst Du wohl aus dem Zimmer gehn! -<br />
Ich hab es bef&#252;rchtet und kommen sehn. -<br />
Was k&#246;nnte &#8216;ne andere L&#246;sung sein? -<br />
Zieh DU in den Keller und lass mich hier sein! -</p>
<p>Mein Mann, Mein Mann, welch b&#246;ses Wort,<br />
erst schnarchst Du mich voll, dann schickst Du mich fort? -<br />
Mir bleibt keine Wahl f&#252;r Dich liebe Frau,<br />
ich bin hier der Hausherr, das wei&#223;t Du genau. -</p>
<p>Der Mangel an Schlaf, er macht mich schnell alt. -<br />
Jetzt schweig endlich Frau, sonst mach ich Dich kalt. -<br />
Mein Mann, oh Gott, wie fasst Du mich an?<br />
Ich helfe Dir jetzt, so gut ich es kann. -</p>
<p>Die Frau sie st&#246;hnt, ihr Blut r&#246;tlich rinnt,<br />
weil ihm die Nerven glatt durchgebrannt sind.<br />
So schnarcht er friedlich im Morgenrot,<br />
an seiner Seite die Frau ist tot&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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