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	<title>Netznirwana &#187; Philosophie</title>
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		<title>Freier Wille, oder&#160;was?</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 11:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Freier Wille, oder nicht? 
Wir Menschen sind es gewohnt jeden Tag Entscheidungen zu treffen. Schon der ersten Handlung des Tages, dem Aufstehen, liegt eine Willensentscheidung zu Grunde. Wir k&#246;nnten ja auch liegen bleiben, den Arbeitstag Arbeitstag und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. 
Die freie Willensbildung ist vermutlich der Eckpfeiler, der die menschliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freier Wille, oder nicht? </p>
<p>Wir Menschen sind es gewohnt jeden Tag Entscheidungen zu treffen. Schon der ersten Handlung des Tages, dem Aufstehen, liegt eine Willensentscheidung zu Grunde. Wir k&#246;nnten ja auch liegen bleiben, den Arbeitstag Arbeitstag und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. </p>
<p>Die freie Willensbildung ist vermutlich der Eckpfeiler, der die menschliche Existenz von der Instinkthaftigkeit des Tieres unterscheidet. Unser Leben besteht aus freien Wahl unter den M&#246;glichkeiten, die jeden Tag an uns herantreten und die wir f&#252;r uns entwerfen. </p>
<p>Nat&#252;rlich h&#246;ren wir uns selbst und andere oft sagen: „Ich kann das nicht weil&#8230;“, aber dieser Satz ist in den meisten F&#228;llen ja nur eine &#220;bersetzung eines: „Es hat keinen Sinn, das zu probieren, weil&#8230;“, was bedeutet, dass wir sehr wohl Anstrengungen in die angesprochenen Richtung unternehmen k&#246;nnten, wenn wir wollten. Wir treffen lediglich die pragmatische Entscheidung, dass eine Handlung in diese Richtung deshalb sinnlos ist, weil das erw&#252;nschte Ergebnis nicht erreichbr scheint. </p>
<p>Aber auch hier spricht der freie Wille. Wir sind letztlich sogar in der Lage, schweren Herzens auf einen Weg zur Selbstverwirklichung zu verzichten, wenn wir diesen Weg als zu beschwerlich, oder das Ziel als unerreichbar ansehen. Ein anderer wiederum mag den Weg bereits als das Ziel betrachten und geht mutig voran – allen Erschwernissen und allen Zweifeln zum Trotz. </p>
<p>Interessanterweise setzen zwei wesentliche, aber grunds&#228;tzlich verschiedenen Weltanschauungen gleicherma&#223;en auf den freien Willen als bestimmendes Element des Menschseins: das Christentum und der Existentialismus, wobei der zweite in der Auslegung Sartres ganz bewusst eine atheistische Philosophie sein soll.<span id="more-91"></span> </p>
<p>&#220;ber das Christentum wissen wohl fast alle mehr, als &#252;ber den Existentialismus – und auch die Rolle des freien Willens im christlichen Glauben ist weitl&#228;ufig bekannt. Nur wenn der Mensch in seinem Handeln frei ist, hat er die Bef&#228;higung zum Guten und das Gute hat nur dann seinen Wert, wenn das B&#246;se m&#246;glich ist. Das ist im Kern auch schon ein Ansatz des Theodiezeeproblems in der Theologie, bei dem sich die Frage stellt, warum ein guter Gott das B&#246;se in der Welt zulassen kann. </p>
<p>Im Christentum gibt es Regeln von au&#223;en, aber wir sind frei diese zu befolgen, oder nicht. </p>
<p>Der Existentialismus hat eine andere Marschrichtung. Sartre zitiert einen Satz Dostojeweskis: „Wenn Gott nicht existiert, ist alles erlaubt.“ und formuliert um diesen Gedanken herum das Konzept einer Ethik, das ganz ohne ein &#228;u&#223;eres Regelwerk auskommt, und den Menschen brutal auf seine Eigenverantwortung wirft.<br />
F&#252;r ihn sind wir im Handeln allein gelassen, nur auf unseren freien Willen verwiesen, mit dem wir in jeder Minute unseres Daseins aus den gegebenen M&#246;glichkeiten ausw&#228;hlen, und eben auch mit den Konsequenzen unseres Handelns leben m&#252;ssen. </p>
<p>W&#228;hrend jedoch die Religion die menschliche Freiheit als Gut und als Geschenk an den Menschen begreift, neigt sie Existenzphilosophie dazu, die Qual in der Wahl zu betonen. Der Mensch ist zur Freiheit verdammt &#8211; eine objektive Moral existiert nicht, und f&#252;r alles, das wir tun, m&#252;ssen wir die volle Verantwortung &#252;bernehmen. </p>
<p>Insofern ist der Existentialist freier als der Christ, weil im zweiten Fall zumindest klar ist, welches Verhalten von Gott erw&#252;nscht ist, und es nur gilt, den Verf&#252;hrungen s&#252;&#223;er S&#252;nden zu widerstehen, w&#228;hrend im ersten Fall das Gute und das B&#246;se gleich m&#246;glich sind, was dem Menschen eine &#228;u&#223;ere Leitlinie f&#252;r dessen Handeln verweigert. </p>
<p>In der Wissenschaft mehren sich allerdings Zeichen, dass es mit dem freien Willen nicht so einfach bestellt ist, wie der Mensch entweder t&#228;glich stillschweigend voraussetzt, oder wie er es aktiv glauben mag, wenn er diese Grundfrage bedenkt. Neueste Ergebnisse der Hirnforschung legen nahe, dass jede unserer Handlungen im Vorfeld von physiologischen Hirnprozessen begleitet werden, die keine andere, als die gezeigte Handlung zulassen konnten, auch wenn wir subjektiv annehmen, eine Wahl gehabt zu haben. </p>
<p>F&#252;r diese Handlungsgrundlage gibt es aber auch Ursachen, die nicht allein biologischer Natur sind, die sich aber in der Schaltzentrale unseres Kopfes abbilden und verarbeitet werden. Dass das Gehirn auf einen Schmerzreiz mit Vermeidung reagiert ist nat&#252;rlich verst&#228;ndlich, aber auch Erziehung und Sozialisation stellen ja Handlungsrahmen zur Verf&#252;gung, in denen wir uns bewegen k&#246;nnen. </p>
<p>Im Kopf w&#228;gen wir m&#246;gliche Verhaltensweisen, sozial erlaubte, ebenso wie unerlaubte, ab, bevor wir zur Tat schreiten und oft glauben wir, dass gerade das &#220;bertreten sozialer, oder anderer Verbote ein Zeichen f&#252;r willentliches Handeln ist, weil es einen gewissen Mut und &#220;berwindung kosten kann. Dabei &#252;bersehen wir aber zu leicht, dass uns ein anderer, vermutlich st&#228;rkerer Impuls, wie z.B. ein Lustempfinden, dazu bewogen haben, das andere, das vermeintlich „Falsche“ zu tun. </p>
<p>Der Hirnforschung gelingt es offenbar zur Zeit schon recht gut, bei einfacheren Lebensformen ein Verhalten &#252;ber die dahinter liegenden physiologischen Prozesse zu verstehen, und es stellt sich sehr die Frage, ob das beim Menschen so ganz anders ist, mit dem Unterschied, dass dessen Komplexit&#228;t nat&#252;rlich das Verst&#228;ndnis der Prozesse erschwert, die aber dennoch unvermeidlich stattfinden. </p>
<p>Auch ein paar andere einfache &#220;berlegungen k&#246;nnen helfen zu verstehen: </p>
<p>wenn wir etwas tun, oder besser, getan haben, k&#246;nnen wir in aller Regel Gr&#252;nde daf&#252;r angeben, warum wir uns f&#252;r unsere Handlung zum Nachteil einer anderen entschieden haben.<br />
Gr&#252;nde kommen aber nicht aus dem Nichts – sie liegen entweder in einem Bed&#252;rfnis, egal ob es sich um ein Grundbed&#252;rfnis, oder ein Lustempfinden handelt, denen man recht einfach eine physiologische Entsprechung zuordnen kann, oder folgen einer Abw&#228;gung, entweder praktischer, oder ethischer Natur, die aber wiederum nat&#252;rlich auf pers&#246;nlichen Angelegtheiten fu&#223;en. </p>
<p>Das gibt dem ganzen Prozess der Entscheidungsfindung aber einen kausalen, sich zwangsweise &#252;ber Ursache und Wirkung entwickelnden Anstrich. </p>
<p>Auch muss man sich sehr fragen, ob das Gef&#252;hl der M&#246;glichkeit von A oder B vor der Handlung nicht rein subjektiv ist, wenn der sp&#228;ter bereits vollzogene Akt doch scheinbar erweist, dass streng genommen nur eine M&#246;glichkeit bestand, weil wir eben Gr&#252;nde daf&#252;r angeben k&#246;nnen, die schwerer wogen als jene, die f&#252;r die Alternative sprachen. </p>
<p>Ohne mich da festlegen zu wollen, liegt also der Verdacht nahe, dass das Grundprinzip des Menschseins und die Basis seines Erfolges in der Natur nicht der freie Wille selbst ist, sondern nur die Illusion desselben, und dass diese Illusion einer der Gr&#252;nde daf&#252;r ist, dass der Mensch (obwohl prinzipiell genauso, aber eben nur komplexer als programmiert, als ein Tier), nichts weiter als eine Maschine aus biologisch abbaubaren Bauteilen ist. </p>
<p>All das h&#228;tte nat&#252;rlich auch weitreichende ethische Folgen, z.B. f&#252;r das Strafrecht, das ja auch bei bestimmten Delikten schon die mangelnde „Steuerungsf&#228;higkeit“ eines Delinquenten ber&#252;cksichtigt. Was w&#228;re, wenn jeder T&#228;ter sich unter den „Schutz“ einer gar nicht gegebenen Willensfreiheit zur&#252;ckziehen k&#246;nnte? </p>
<p>W&#252;rde der Richter dann urteilen und sagen: „Auch das Volk hat keinen freien Willen und unterliegt darin dem Zwang sich sch&#252;tzen zu m&#252;ssen. Der Angeklagte wird nicht zur Strafe, aber zum Schutz der Allgemeinheit verurteilt, in der Hoffnung, ihn in der Form umprogrammieren zu k&#246;nnen, dass er keine Gefahr mehr f&#252;r die Menschen darstellt.“ ? </p>
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		<title>Auf der Suche nach dem&#160;Sinn</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 11:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Welt ist ein Panoptikum &#8211; dies ist f&#252;r mich eine unumst&#246;&#223;liche Tatsache.
Ein buntes Kaleidoskop sonderbarer Gestalten bev&#246;lkert unseren Planeten und fristet sein existentiell k&#228;rgliches Dasein auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. 
Nun ist die Suche nat&#252;rlich keine einfache &#8211; manch einer glaubt, der Sinn fliege durch die Luft und kann eingefangen werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt ist ein Panoptikum &#8211; dies ist f&#252;r mich eine unumst&#246;&#223;liche Tatsache.<br />
Ein buntes Kaleidoskop sonderbarer Gestalten bev&#246;lkert unseren Planeten und fristet sein existentiell k&#228;rgliches Dasein auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. </p>
<p>Nun ist die Suche nat&#252;rlich keine einfache &#8211; manch einer glaubt, der Sinn fliege durch die Luft und kann eingefangen werden wie<br />
ein farbenfroher Schmetterling. Er jagt ihm nach, hascht nach ihm und kann ihn dennoch nicht fassen.<br />
Die anderen sehen sein H&#252;pfen und fr&#246;hliches Rudern mit den Armen und bedauern den armen Irren, der best&#228;ndig den Bodenkontakt zu verlieren scheint und am Ende mehr wie eine plumpe Motte wirkt, die versucht einen Schmetterling zum Beischlaf zu &#252;berreden. </p>
<p>Ein anderer glaubt den Sinn in der Erde zu finden. Er w&#252;hlt im Dreck und versucht dort den Dingen auf den Grund zu gehen.<br />
Er sucht den Sinn in dem Teil der Welt, der von seinen Artgenossen vornehmlich mit F&#252;&#223;en getreten wird, die Finger wund vom Kampf gegen das Erdreich und die Nase schmutzig vom St&#246;bern im Unrat nach der ultimativen existentiellen Tr&#252;ffel. </p>
<p>Gemeinhin f&#252;hlt sich gerade die W&#252;hlmaus der Motte &#252;berlegen, weil sie glaubt die Welt verstanden zu haben und frei von<br />
Illusionen zu sein. Doch sie w&#252;hlt so lange, bis ihr die Kraft ausgeht und ein anderer ihr die Grube gr&#228;bt, in der ihr Sinn zu finden ist.<span id="more-84"></span></p>
<p>Ein dritter sucht den Sinn in sich selbst. Leider ist ihm auf der Suche nach h&#246;heren Einsichten in seinem Kopf nur allzu h&#228;ufig die Verdauung im Weg. Es ist ziemlich schwierig, hochfliegenden Gedanken nachzuh&#228;ngen, wenn ein Furz sich Bahn brechen m&#246;chte aus dem Kellergew&#246;lbe der Denkfabrik, die er zu sein glaubt, und ein darmatisches Inferno ank&#252;ndigt, nach dessen Eintreten man glauben mag, das Ziel allen menschlichen Trachtens l&#228;ge im vegetativen Nervensystem verborgen. </p>
<p>Ein weiterer glaubt ein ganz schlauer zu sein. Er sucht den Sinn in B&#252;chern. Diese haben den ganz unbestreitbaren Vorteil, weder<br />
h&#252;pfen noch kriechen, noch best&#228;ndig m&#252;ssen zu m&#252;ssen. Man kann zuhause auf dem Sofa sitzen, den Sinn studieren und einen Kaffee schl&#252;rfen.<br />
Existentialisten nehmen ihn &#8220;au lait&#8221;, trinken einen Pastis dazu und r&#228;sonnieren &#252;ber den freien Willen, wenn sie sich nicht gerade ins Buch einer Motte, einer W&#252;hlmaus oder eines Kackadu vergraben haben. Fr&#252;her war der B&#252;cherwurm der Kl&#252;gste unter den Sinnsuchern &#8211; </p>
<p>auch er konnte ihn zwar nicht finden, aber immerhin musste er sich daf&#252;r nicht verausgaben, oder sich vor den anderen zum Affen machen. </p>
<p>Heutzutage sucht man jedoch den Sinn im Internet. Das ist sogar ziemlich praktisch, weil Wikipedia automatisch aktualisiert wird, wenn jemand etwas neues &#252;ber den Sinn in Erfahrung gebracht hat. Au&#223;erdem ist Wikipedia objektiv und &#252;ber jeden Zweifel erhaben.<br />
Die Motte, die W&#252;hlmaus, der Kackadu und der B&#252;cherwurm sind online und verfolgen gespannt die neuesten Tendenzen in der Sinnforschung, w&#228;hrend fast alle nebenher auftretenden menschlichen Bed&#252;rfnisse &#252;ber das gleiche Medium abgewickelt werden k&#246;nnen. </p>
<p>F&#252;r den kleinen Hunger zwischendurch bestellt man sich im Web seine Pizza Debilia, platziert sie neben dem Monitor und stellt &#252;berrascht fest,dass ein Vorteil der Laserm&#228;use neuster Generation darin besteht, dass sie auch auf verlaufenem Mozarella funktionieren. </p>
<p>Auch gelegentliche sexuelle und bei der Sinnsuche eher st&#246;rende Anwandlungen k&#246;nnen mithilfe einer Kreditkarte und flinken Fingern schnell aus der Welt geschafft werden.<br />
Sogar die Liebe l&#228;sst sich online finden, und ganze Beziehungen k&#246;nnen mithilfe einer Webcam und eines Headset<br />
simuliert werden, was zumindest den unbestreitbaren Vorteil hat, dass man die Ausd&#252;nstungen des Partners nicht ertragen muss, und dass eheliche Gewalt eher keine Gefahr zu sein scheint.. </p>
<p>Man kann sich also ganz auf die Suche nach dem Sinn konzentrieren, der sich irgendwo hinter der Bildschirmdiagonale des heimischen Monitors zu verbergen scheint.<br />
Mithilfe von Maus, Tastur und Gugel&#246;rs kann an die ganze Welt nach dem Sinn absuchen und sich in Internetforen mit anderen Usern &#252;ber seine neuesten Fortschritte austauschen. </p>
<p>Eine sch&#246;ne neue Welt. </p>
<p>Nach einer Weile erfolglosen Suchens jedoch &#252;berf&#228;llt einen die Einsicht mit brachialer Gewalt:<br />
Man hat im Wald vor lauter B&#228;umen denselben vollst&#228;ndig &#252;bersehen, und den Sinn bereits gefunden, ohne es zu bemerken. </p>
<p>Der Sinn soll uns ausf&#252;llen, unser Herz begeistern und unser Leben bereichern. Er soll das verbindende Element zwischen unseren Handlungen sein, uns zu H&#246;herem berufen und unser Handeln positiv bestimmen. Er soll die Zeit zwischen Leben und Tod interessant, wertvoll und gl&#252;cklich machen und uns<br />
bef&#228;higen ein besserer und gl&#252;cklicher Mensch zu sein. </p>
<p>Doch all das haben wir l&#228;ngst gefunden und sind bereits auf wunderbarste Weise tief mit ihm verwoben:<br />
ein Hoch auf den Sinn des Lebens &#8211; es lebe das Sinnternet. </p>
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		<title>Meditationen &#252;ber den&#160;Tod</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 11:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn des Lebens]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich meditiere nicht, aber ich habe seltene und kostbare meditative Momente. 
Der unerm&#252;dlich kreisende Gedankenl&#246;ffel in der gro&#223;en R&#252;hrsch&#252;ssel meines Kopfes kommt f&#252;r eine Weile zu Ruhe und ich kann mich einen Moment zur&#252;ckziehen aus der permanenten Produktion von Sinn und Unsinn, die in meinem Gehirn mit der Konstituierung meiner Welt einhergehen. 
In diesen Momenten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich meditiere nicht, aber ich habe seltene und kostbare meditative Momente. </p>
<p>Der unerm&#252;dlich kreisende Gedankenl&#246;ffel in der gro&#223;en R&#252;hrsch&#252;ssel meines Kopfes kommt f&#252;r eine Weile zu Ruhe und ich kann mich einen Moment zur&#252;ckziehen aus der permanenten Produktion von Sinn und Unsinn, die in meinem Gehirn mit der Konstituierung meiner Welt einhergehen. </p>
<p>In diesen Momenten aber strebe ich nicht nach einer Befreiung vom Denken an und f&#252;r sich, weil ich akzeptiert habe, dass die best&#228;ndige Reflektion ein Grundbestandteil meines Charakters und damit auch meiner Existenz ist. Vielmehr ziehe ich mich in mich zur&#252;ck und lasse die vielf&#228;ltigen Str&#246;me in meinem Kopf sich zu einem ruhigen Fluss vereinigen, indem es mir gelingt das wilde Spiel der Assoziationen zu b&#228;ndigen und zum Verstummen zu bringen. </p>
<p>Sonderbarerweise erlebe ich diese meditativen Momente am st&#228;rksten, wenn ich mich mit schwersten und schwierigsten Gedanken besch&#228;ftige. Oftmals besch&#228;ftigen mich weltanschauliche Probleme, durch die mein Denken und Empfinden in diesem intensiven Moment gegen jede St&#246;rung von innen gefeit sind. </p>
<p>Oder ich blicke in den Himmel, oder in die Wipfel der B&#228;ume und sehe Figuren, betrachte das leichte Wogen der Baumkronen und mache meinen Frieden mit meiner Endlichkeit.<br />
Diese Momente sind nicht prim&#228;r R&#252;ckzug aus der Welt, sondern vielmehr ein reichhaltiges Mich-Versenken in die Existenz &#8211; eine Art, meinem Kern am n&#228;chsten zu kommen und zu sp&#252;ren, dass dieser Kern &#252;ber ein energetisches Band mit der Welt verbunden ist. </p>
<p>Manchmal konfrontiere ich mich mit dem Tod. Statt ihm in allerlei Gedanken zu Alltagsgesch&#228;ften und Trivialit&#228;ten auszuweichen, denke ich mich voran zu dem Tag, an dem er mich ereilen wird, und frage mich, wie sich dieser letzte Moment, sofern ich ihn wachen Sinnes erleben kann, anf&#252;hlen mag, welches Bewusstsein mich in jenem Augenblick &#252;berfallen wird, und auf wen ich an meiner Seite hoffen darf.<span id="more-81"></span></p>
<p>Diese Konfrontation hat, im Gegensatz zum best&#228;ndigen Ausweichen vor dieser letzten Grenze im Alltag, bei allem damit einhergehenden Schrecken aber auch etwas Erfrischendes. </p>
<p>Sie ruft mich an, mein Leben als etwas Kostbares zu begreifen, und jedem einzelnen Tag einen besonderen Wert beizumessen. Sie fordert mich auf, mich im best&#228;ndigen Abgleich des Strebens nach „Sinn“ mit den Erfordernissen der Allt&#228;glichkeit zu stellen, und mich auf diesem Grat so zu bewegen, dass ich mich, im Angesicht meines letzten pers&#246;nlichen Schrittes, weder resignierend und selbstmitleidig in ein weltabgewandtes Schneckenhaus zur&#252;ckziehe, noch mich ohne Unterlass von den gurgelnden Wildb&#228;chen der Trivialit&#228;t davonrei&#223;en lasse. </p>
<p>Im ersten Fall wird der Mensch weltfremd, eigenbr&#246;tlerisch und vereinsamt in seiner Verzweiflung, w&#228;hrend im zweiten Fall das Leben dahinrauscht, bis das strudelnde Wasser in den letzten Ozean m&#252;ndet, und man sich fragt, ob das schon alles gewesen sein soll, und warum man nicht mehr von den Dingen geschafft hat, die man sich fr&#252;her als von existentieller Bedeutung ertr&#228;umt hat. </p>
<p>Manches Mal, wenn ich mich in einer gro&#223;en Menschenmenge befinde, &#252;berf&#228;llt mich der Gedanke, dass von all diesen verschiedenen Leben, das meine eingeschlossen, im besten Fall noch eine Erinnerung in den Herzen jener bleiben wird, die uns &#252;berdauern, die aber sp&#228;ter wieder selbst vom gro&#223;en Gleichmacher angerufen und zum finalen Stelldichein gebeten werden. </p>
<p>In dieser Vorstellung wird zugleich etwas Erschreckendes, wie auch etwas paradox Beruhigendes offenbar. Im Gegensatz zu fast allen Dingen des Lebens und der Unbestimmtheit der Schicksalswaage, hat der Tod eine sichere Gewissheit, die im krassen Gegensatz zur Unw&#228;gbarkeit der Lebensf&#252;hrung steht. Ein ber&#252;hmter Philosoph nannte ihn einmal, verk&#252;rzt dargestellt, die letzte, un&#252;berholbare, un&#252;bertragbare, allein zeitlich ungewisse M&#246;glichkeit der Existenz, und in dieser „Un&#252;bertragbarkeit“ klingt schon an, dass er zwar als Massenph&#228;nomen unabweisbar, aber im Prinzip eine ganz pers&#246;nliche Sache f&#252;r jeden ist, die wir sprichw&#246;rtlich „letzten Endes“ nicht in der Hand haben, weil der Tod es ist, der uns in seiner Hand hat. </p>
<p>Aber das Beste aus ihm zu machen, kann nur im Leben gelingen, denn in ihm und nach ihm ist kein Tun und Machen mehr m&#246;glich, insofern er tats&#228;chlich die menschlich letzte M&#246;glichkeit ist. </p>
<p>Es ist, als seien wir in die weit ge&#246;ffnete Hand es Todes geboren, die sich mit den Jahren langsam um uns schlie&#223;t. Wir existieren im Licht des Lebens, in dem die Schatten von den sich langsam zusammenschlie&#223;enden Fingern immer mehr werden, bis die Dunkelheit uns ganz umfasst. </p>
<p>Aber es kommt auch auf die innere Einstellung an: h&#246;rt sich das eben Gesagte noch schwerm&#252;tig und be&#228;ngstigend an, so kann man eben diese Hand, die ja selbst nur eine Metapher f&#252;r etwas anderes ist, auch als Bild f&#252;r ein anderes Bild begreifen – als seien wir der Bl&#252;tenstaub in einer Bl&#252;te, der Zeit hat sich auf den Weg in die Welt zu machen, Spuren zu hinterlassen und sich fortzupflanzen, bevor die Bl&#252;tenbl&#228;tter sich zur Nacht langsam schlie&#223;en. </p>
<p>Paradoxerweise haben Literatur und Philosophie den Tod schon oft als den gro&#223;en Schlaf begriffen, w&#228;hrend sie ebenso gelegentlich den Schlaf, als eine Art kleinen Tod verstanden haben.<br />
Und so finde ich Trost in einem Bild und in einem Wort, das im Alltagsgebrauch, gerade weil es das am wenigsten allt&#228;gliche Tun begleitet, einen negativen Beiklang hat.<br />
So wie wir am Ende eines angef&#252;llten Tages m&#252;de in die Kissen sinken, so glaube ich auch daran, dass wir im besten Sinne des Wortes „lebensm&#252;de“ werden k&#246;nnen und irgendwann, wenn auch nie freiwillig, so aber doch den letzten Schritt akzeptierend, gehen k&#246;nnen. </p>
<p>Doch ist es mit der letzten gro&#223;en M&#252;digkeit so, wie mit der M&#252;digkeit, die uns jeden Tag ereilt.<br />
Wir k&#246;nnen einfach ersch&#246;pft von sinnlosem Tun, wie an Marionettenf&#228;den gezogen, ins Bett gezwungen werden und mit einem letzten Aufst&#246;hnen der zerqu&#228;lten Seele hinwegd&#228;mmern, oder aber, erf&#252;llt von einem gro&#223;en Reichtum des Gesehenen und Erlebten, mit einem befreienden Seufzer und vielen sch&#246;nen Erinnerungen in einen tiefen, erl&#246;senden Schlaf fallen. </p>
<p>Es gilt, aus dem Unausweichlichen das Beste zu machen. Aber das Beste dieses Unausweichlichen liegt eben nicht im Tod selbst, sondern im Davor des Lebens. </p>
<p>Schlie&#223;en m&#246;chte ich mit einem Gedicht Rilkes, das mich immer sehr bewegt, wenn ich es lese: </p>
<p>Herbst </p>
<p>Die Bl&#228;tter fallen, fallen wie von weit,<br />
als welkten in den Himmeln ferne G&#228;rten;<br />
sie fallen mit verneinender Geb&#228;rde.<br />
Und in den N&#228;chten f&#228;llt die schwere Erde<br />
aus allen Sternen in die Einsamkeit. </p>
<p>Wir alle fallen. Diese Hand da f&#228;llt.<br />
Und sieh dir andre an: es ist in allen.<br />
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen<br />
unendlich sanft in seinen H&#228;nden h&#228;lt. </p>
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		<title>Existiert Gott? &#8211; oder: Die Wette des Blaise Pascal&#8221; gegen &#8220;Ockhams&#160;Rasiermesser&#8221;</title>
		<link>http://www.netznirwana.de/2006/10/30/existiert-gott-oder-die-wette-des-blaise-pascal-gegen-ockhams-rasiermesser/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 15:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[„Das ist aber eine gro&#223;e Aufgabe!&#8221; k&#246;nnte man meinen, wenn man den Titel dieses Aufsatzes liest. Zum einen sicher sehr umfangreich, zum anderen nicht f&#252;r jeden verst&#228;ndlich, wenn man wirklich in die Tiefe geht.
Nun zur Beruhigung: Das muss nicht so sein -
Wir ben&#246;tigen f&#252;r eine luftig-leichte Diskussion vier Zutaten:


Einen Teil „Die Wette Blaise Pascals&#8221;
Einen Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Das ist aber eine gro&#223;e Aufgabe!&#8221;</strong> k&#246;nnte man meinen, wenn man den Titel dieses Aufsatzes liest. Zum einen sicher sehr umfangreich, zum anderen nicht f&#252;r jeden verst&#228;ndlich, wenn man wirklich in die Tiefe geht.</p>
<p>Nun zur Beruhigung: Das muss nicht so sein -</p>
<p>Wir ben&#246;tigen f&#252;r eine luftig-leichte Diskussion vier Zutaten:</p>
<ul>
<li style="list-style: none"></li>
<li>Einen Teil „Die Wette Blaise Pascals&#8221;</li>
<li>Einen Teil „Ockhams Rasiermesser&#8221;</li>
<li>Eine Prise „Camus&#8221; und</li>
<li>einen Spritzer Existenzphilosophie</li>
</ul>
<p></p>
<p>Die Wette des Blaise Pascal:<br />
Blaise Pascal (1623-1662) war wie viele Denker seiner Epoche ein Universalarbeiter, der sich auf vielen Feldern der Forschung versuchte:</p>
<ul>
<li style="list-style: none"></li>
<li>so erfand er u.a. eine Rechenmaschine,</li>
<li>stellte Untersuchungen zum Luftdruck an (weshalb heute die physikalische Einheit des Druckes nach ihm benannt ist),</li>
<li>hinterlie&#223; mit den „Pensees&#8221; ein B&#252;ndel von ca. 1000 Zetteln mit Fragmenten und Notizen philosophisch-religi&#246;sen Inhaltes</li>
<li>und besch&#228;ftigte sich zudem mit Wahrscheinlichkeitsrechnung</li>
</ul>
<p>
<strong>Seine ber&#252;hmte Wette geht so:</strong></p>
<ul>
<li style="list-style: none"></li>
<li>Man muss sich entscheiden, ob man glaubt, dass Gott existiert, oder eben nicht.</li>
<li>Wenn man glaubt und er existiert, so gewinnt man das Himmelreich.</li>
<li>Existiert Gott nicht, und man glaubt dennoch, so verliert und gewinnt man nichts.</li>
<li>Existiert Gott nicht, und man glaubt nicht, so bleibt es ebenso gleichg&#252;ltig</li>
<li>Wenn Gott jedoch existiert und man sich ihm verweigert, so muss man zur H&#246;lle fahren.</li>
</ul>
<p></p>
<p>Daraus folgt, dass es vern&#252;nftig ist an Gott zu glauben, weil die beiden mittleren M&#246;glichkeiten nichts ver&#228;ndern, und Wert und Unwert der ersten und letzten ja intuitiv einleuchten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun gibt es eine ganze Menge scharfsinniger Einw&#228;nde gegen diese Wette, die z.B. darauf beruhen, dass Gott ein bisschen anders „strukturiert&#8221; ist, als wir glauben.<br />
Wenn wir z.B. unterstellen, dass es Gott egal ist, ob wir glauben und ihn anbeten, aber dass er auf ein moralisch anst&#228;ndiges Leben achtet, so k&#246;nnte der ungl&#228;ubige Gutmensch doch ins Himmelreich auffahren, obwohl ihm der eigentliche Glaube und damit die Verehrung Gottes fehlen.</p>
<p>Ich denke, dass Pascal bei seiner Wette aber weniger eine hundertprozentig logische Absicherung des Argumentes gegen alle Eventualit&#228;ten im Sinne hatte, sondern dass er einfach, wie im 17. Jahrhundert noch ganz normal, das damals vorherrschende Bild Gottes vorausgesetzt hat.</p>
<p>Das w&#252;rde auch eines der cleversten Gegenargumente ein wenig entkr&#228;ften, welches besagt, dass allein die Aus&#252;bung des Glaubens, wie z.B. im Gebet, oder beim Kirchenbesuch im Falle eines nicht existierenden Gottes ein Zeitverlust seien, der einen von wirklich wichtigen Dingen abhielte, was einem Qualit&#228;tsverlust des Lebens gleichk&#228;me.</p>
<p>Im Gegenteil kann man aber auch argumentieren, dass man im vorliegenden Fall ein sinnerf&#252;lltes und gutes Leben f&#252;hrt, w&#228;hrend der berechtigt Ungl&#228;ubige Gefahr l&#228;uft, in einer gro&#223;en Sinnkrise zu existieren und ungl&#252;cklich zu sein.</p>
<p>Halten wir also fest, dass es nach Blaise Pascal sinnvoll ist an Gott zu glauben.</p>
<p><strong>Jetzt packen wir die Sache mal anders an:</strong></p>
<p>Der Mensch im Christentum glaubt an Gott u.a. deshalb, weil er Antworten auf sonst offene, nicht zu l&#246;sende und wohl manchen auch &#228;ngstigende Fragen f&#252;r uns bereith&#228;lt.</p>
<p><span id="more-59"></span></p>
<p><strong>Der gro&#223;e Immanuel Kant hat einmal drei Hauptfragen der Philosophie formuliert:</strong></p>
<ul>
<li style="list-style: none"></li>
<li>Was kann ich wissen?</li>
<li>Was darf ich hoffen?</li>
<li>Was soll ich tun?</li>
</ul>
<p></p>
<p>Wenn man jetzt mal nicht zu penibel ist, so kann man mit ein wenig Denkphantasie tats&#228;chlich viele, wenn nicht alle Fragen der Philosophie einem dieser Punkte zuordnen.<br />
Und wenn man es recht &#252;berlegt, scheint die Religion Antworten f&#252;r alle diese drei Grundfragen zu Verf&#252;gung zu stellen:</p>
<ul>
<li style="list-style: none"></li>
<li>In der Naturwissenschaft sto&#223;en wir u.a. an Grenzen z.B. im Hinblick auf Anfang und Ende der Zeit, oder des Kosmos, oder auf die Frage nach der Beschaffenheit der Materie.</li>
<li>In unserem Leben erfahren wir fast t&#228;glich, wie schwierig es moralisch ist die „richtigen&#8221; Entscheidungen zu treffen. Oft zeitigt der eine Weg, so gut er gemeint ist, neben guten Folgen auch negative Begleiterscheinungen und wirft neue schwere Fragen auf.<br />
Wie gut, dass einem der Glaube Handlungsmaximen liefert.</li>
<li>Und zu Punkt drei, was zu hoffen sei, werfen der uns gewisse, aber zeitlich unvorhersehbare Tod, sowie dessen uns gleicherma&#223;en &#228;ngstigende Bruder, das Sterben, Fragen auf, die der Glaube mit einer Hoffnung beantwortet, die der Atheismus naturgem&#228;&#223; nicht liefern kann.</li>
</ul>
<p></p>
<p>Wir k&#246;nnen also festhalten, dass uns der Glaube mit Antworten auf existentielle Fragen versorgt, die dem Menschen auf den N&#228;geln brennen und die er in der Endlichkeit seines Lebens und seines Geistes sonst nicht beantworten k&#246;nnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das scheint doch ein ganz starkes Argument zu sein:<br /></strong><br />
Dass Gott doch so augenscheinlich wie der Deckel auf den Topf menschlicher Zweifel passt, kann nur daran liegen, dass er dieser Deckel ist, nicht wahr?<br />
Doch nicht so schnell und nicht so voreilig &#8211; das Gegenteil kann ebenso gelten:<br />
Der Glaube an Gott scheint deshalb so genau unsere offenen Fragen zu beantworten, weil wir uns ihn genau so konstruieren, dass sich eben jene Fragen positiv f&#252;r uns aufl&#246;sen lassen.</p>
<p><strong>Genau betrachtet, ist die Religion in der Beantwortung von zwei der Grundfragen Kants doch sehr spekulativ:</strong></p>
<ul>
<li style="list-style: none"></li>
<li>Auf die physikalisch-kosmologischen Fragen antwortet die Religion mittels einer Definition, die Gott au&#223;erhalb dieser „Kategorien&#8221; stellt. Gott ist Raum und Zeit nicht unterworfen, sondern sie sind bestenfalls seine Sch&#246;pfung, genauso wie unsere Welt mit ihrer dann raumzeitlichen Struktur &#8211; ziemlich clever, wie ich finde&#8230;</li>
<li>Auf die Frage nach der Hoffnung, nach dem Sinn des Lebens und nach dem Tod antwortet der Glaube mit dem ewigen Leben und (im Idealfall) dem Auffahren ins Paradies &#8211; sehr sch&#246;n und sehr beruhigend&#8230;</li>
</ul>
<p>
<strong>Kommen wir jetzt zu dem oben erw&#228;hnten Rasiermesser des William von Ockham:<br /></strong></p>
<p>Ockham (1285-1349) war in eine Zeit geboren, in der ein vern&#252;nftiger Zweifel an der Existenz Gottes gar nicht zur Debatte stand. Dennoch war er der erste, der behauptete, dass man &#252;ber Gott nichts wissen, sondern lediglich etwas glauben kann, was damals ziemlich revolution&#228;r war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was „sein&#8221; Rasiermesser hingegen betrifft, so k&#246;nnte es wom&#246;glich nicht wirklich seines gewesen zu sein, zumal die Grundidee schon auf den ollen Aristoteles zur&#252;ckgeht.<br />
„Ockhams Razor&#8221; besagt vereinfacht formuliert, dass von zwei unbewiesenem Theorien, die beide gleichen Anspruch auf die L&#246;sung eines Problems erheben, diejenige vorzuziehen sei, die weniger Voraussetzungen ben&#246;tigt, um das Problem zu l&#246;sen.<br />
Heute nennt man das auch das „Sparsamkeitsprinzip der Wissenschaft&#8221; &#8211; ich w&#252;rde es als ein Gebot zur Verwendung „schlanker&#8221; Theorien interpretieren.</p>
<p>Machen wir uns nichts vor: wenn die Realit&#228;t tats&#228;chlich kompliziert ist, hat die schlanke Theorie Unrecht, Sparsamkeit hin oder her &#8211; der Ansatz ist ein rein methodischer.</p>
<p>Auf den Glauben bezogen w&#252;rde das bedeuten, dass „Gott&#8221; eine Hypothese ist, die nicht dem Sparsamkeitsgebot gen&#252;gt, weil der Mensch sich, statt seine Begrenztheit in Existenz und Weltverst&#228;ndnis zu akzeptieren, ein Wesen erschafft, dass diese Grenzen weiter nach au&#223;en, hinter es selbst verschiebt.</p>
<p>Und an der Stelle f&#228;llt es uns sonderbarerweise leicht, genau die Grenzen zu akzeptieren, die wir in unserer direkten N&#228;he nicht dulden.<br />
Insofern w&#228;re Gott eine „unsparsame&#8221; und damit methodisch zu verwerfende Zusatzhypothese, die f&#252;r die Suche nach der Antwort auf die beiden angesprochenen Grundfragen nicht notwendig erforderlich ist.</p>
<p><strong>Ein Taschenspielertrick?</strong></p>
<p>Sieht so aus, aber wie gesagt: nur weil eine Theorie schlanker ist, muss sie nicht richtiger sein. Sie ist nur ein bisschen wahrscheinlicher, weil sie weniger Voraussetzungen ben&#246;tigt.</p>
<p><strong>Doch was ist mit der Hoffnung? Die kann uns doch nur der Glaube geben, oder nicht?<br /></strong><strong><br /></strong>Das stimmt wohl, und damit sind wir wieder so ein bisschen bei Blaise Pascal. Der „Ungl&#228;ubige&#8221; scheint mit seiner Angst und ohne Hoffnung leben zu m&#252;ssen, und hat durch diese B&#252;rde schlechte Karten auf dem Weg zum Lebensgl&#252;ck.</p>
<p>Aber hier kommen unsere Prise Camus und sein „Der Mythos des Sisyphos&#8221; und der Spritzer Existenzphilosophie ins Spiel &#8211; auch hierf&#252;r gibt es ein Gegenargument:</p>
<p>Wenn es dem Menschen gelingt, seinen Tod anzunehmen, zu akzeptieren und ihm ins Auge zu sehen, erhandelt er sich f&#252;r den Zweifel eine gro&#223;e innere St&#228;rke, die sich im Leben als ein ebenso gro&#223;es Kraftmoment darstellen kann, wie die Hoffnung im Glauben.</p>
<p><strong>So halten sich die Argumente die Waage:</strong></p>
<p>Nach Blaise Pascal ist es vern&#252;nftig und plausibel an Gott zu glauben, und wenn man Ockhams Rasiermesser herbei zitiert, so wird der Glaube zu einer Art unerlaubten Denkoperation, die uns im Hinblick auf die Welterkl&#228;rung nicht wirklich weiterbringt.</p>
<p><strong>Wer hat recht?</strong></p>
<p>Ich wei&#223; es nicht. Wer wei&#223; das schon. Aber es ist spannend dar&#252;ber nachzudenken (wenn man nicht gerade dabei ist ein Buttebrot f&#252;r seine Kinder zu schmieren, oder einen Kunden gl&#252;cklich zu machen, damit am Monatsende die Kasse stimmt&#8230;)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Traurig gr&#252;&#223; ich den, der ich h&#228;tte sein k&#246;nnen.&#8221; &#8211; oder:  vom Leben im&#160;Konjunktiv</title>
		<link>http://www.netznirwana.de/2006/10/26/traurig-gruess-ich-den-der-ich-haette-sein-koennen-oder-vom-leben-im-konjunktiv/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Oct 2006 11:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachgedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir die Menschen um uns herum betrachten, wie sie in schwierigen Zeiten versuchen ihr Leben zu organisieren, und sich einen Pfad durch das Dickicht wirtschaftlicher und existentieller &#196;ngste und Gefahren zu bahnen, so stellen wir gelegentlich fest, dass sie sich au&#223;erhalb der hektischen Besorgung allt&#228;glicher Gesch&#228;fte zu einer Reise aufgemacht haben.
Irgendwann, frustiert vom Anreiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir die Menschen um uns herum betrachten, wie sie in schwierigen Zeiten versuchen ihr Leben zu organisieren, und sich einen Pfad durch das Dickicht wirtschaftlicher und existentieller &#196;ngste und Gefahren zu bahnen, so stellen wir gelegentlich fest, dass sie sich au&#223;erhalb der hektischen Besorgung allt&#228;glicher Gesch&#228;fte zu einer Reise aufgemacht haben.</p>
<p>Irgendwann, frustiert vom Anreiten gegen die t&#228;glichen Windm&#252;hlen, haben sie innerlich ihr B&#252;ndlein geschn&#252;rt und sich auf den Weg gemacht in eine neue, verhei&#223;ungsvolle Heimat &#8211; das Land des Konjunktivs.</p>
<p>Wenn man diese Reisenden antrifft und mit ihnen spricht, so vernimmt man einen Hang zu den f&#252;r den Konjunktiv bezeichenden Vokabeln &#8220;k&#246;nnte&#8221;, &#8220;sollte&#8221; und &#8220;w&#252;rde&#8221;, bzw. wortreichen Ersetzungen derselben, die dann wiederum oft einen sich selbst entschuldigenden Beiklang haben -<br />
eine Entschuldigung daf&#252;r, dass man meint, dem Konjunktiv aus ach so vielen pers&#246;nlichen und fremdbestimmenden Gr&#252;nden nicht entgehen zu k&#246;nnen.</p>
<p>In einer globalisierten und von Ellbogen dominierten Welt wird es zunehmend schwieriger sich selbst kleine Tr&#228;ume zu erf&#252;llen und existentiell dr&#228;ngende Vors&#228;tze in die Tat umzusetzen.</p>
<p><img style="FLOAT: left; MARGIN-RIGHT: 7px" height="168" alt="picca" src="http://www.onesmallworld.de/netznirwana/wp-content/uploads/picca.jpg" width="225" />Andererseits besteht eine gro&#223;e Gefahr unserer bunten Glitzerwelt des Konsums und des lauthals vernehmbaren Werbegeschreies der Konzerne darin, dass uns allt&#228;glich Tr&#228;ume in die K&#246;pfe manipuliert werden, die f&#252;r den gr&#246;&#223;ten Teil der Menschen unerreichbar sind, und die jene, die sich die Bewahrheitung eines solchen Trugbildes unter Anstrengungen erm&#246;glichen k&#246;nnen, seltsam leer lassen, und die keinesfalls die Erf&#252;llung bieten, die uns vorher durch den multimedialen Overkill in Aussicht gestellt worden ist.</p>
<p>Beide Gruppen verbindet die unerf&#252;llte Hatz auf das, was sie f&#228;lschlich f&#252;r traumhaft und erstebenswert halten, eine Jagd auf Chim&#228;ren, die sich Konzerne und falsche Propheten wiederum zunutze machen, um sich an den durch ihr Leben irrenden Menschen weiter bereichern zu k&#246;nnen.</p>
<p>Und so fl&#252;chten sich die Unzufriedenen in eine Welt des &#8220;Vielleicht&#8221;, der hochtrabenden, und Linderung von Hektik und Stress versprechenden Ziele, von denen sie aber weiter entfernt sind als unser Erdball von Alpha Centauri.</p>
<p>Sie sagen:&#8221; Ich m&#252;sste dringend etwas &#228;ndern&#8221;, oder wiederholen gebetsm&#252;hlenartig ihr t&#228;gliches &#8220;Ich w&#252;rde mir einen Traum erf&#252;llen, wenn nicht die Umst&#228;nde so gegen mich w&#228;ren.&#8221;<br />
Das &#8220;sollte&#8221; und &#8220;w&#228;re&#8221;, das &#8220;k&#246;nnte&#8221;, &#8220;m&#252;sste&#8221; und &#8220;w&#252;rde&#8221; werden zur nichtssagenden Terminologie ihrer Existenz, die sich augenscheinlich nur noch im schalen D&#228;mmertraum von einer besseren Welt ertragen l&#228;sst.</p>
<p><img style="FLOAT: right" height="230" alt="bloch" src="http://www.onesmallworld.de/netznirwana/wp-content/uploads/bloch.jpg" width="200" />Der helle, in der Realit&#228;t fu&#223;ende und uns wach f&#252;r die wahrhaft wertvollen M&#246;glichkeiten des Seins machende Tagtraum aus Ernst Blochs &#8220;Das Prinzip Hoffnung&#8221;, und die gesellschaftlich gestalterische Kraft seines Begriffes der &#8220;konkreten Utopie&#8221; haben keine Chance gegen das flache Verlangen nach Zerstreuung und Erl&#246;sung aus dem Jammertal der wirtschaftlichen Angst und der existentiellen Frustration.</p>
<p>Manchmal spielt der Konjunktiv ein sich verstellendes Versteckspiel mit uns und kleidet sich in das Gewand strengerer Vokabeln -<br />
ein &#8220;ich w&#252;rde&#8221; mutiert verbal zu einem &#8220;ich werde&#8221; und ein &#8220;ich m&#252;sste&#8221; zum moralisch st&#228;rkeren, weil keinen Widerspruch zu dulden scheinenden Appell, obwohl tiefinnerlich das resignative Gef&#252;hl schon l&#228;ngst oder immer noch die Oberhand hat.</p>
<p>Den gr&#246;&#223;ten Schritt ab vom Weg zum wahren Gl&#252;ck machen diejenigen, bei denen der Konjunktiv einer der Vergangenheit und keiner der unbestimmten Zukunft ist.<br />
F&#252;r sie wird das &#8220;Wei&#223;t Du noch als wir&#8230;&#8221; und &#8220;Wenn ich noch einmal jung w&#228;re&#8230;&#8221; zum Credo ihres durch den gesellschaftlichen Massendruck als verdorben empfundenen Lebens, und sie berauben sich g&#228;nzlich einer Ver&#228;nderung des zwar als &#252;berm&#228;chtig gef&#252;hlten, aber immerhin noch formbaren &#8220;Was da kommen mag&#8221;.</p>
<p>So streben wir nach Zielen, die keine sind und jagen nach dem Haben, weil wir den Wert des Seins und des Ruhens in uns selbst vergessen zu haben scheinen.</p>
<p>Das gr&#246;&#223;te Verbrechen begehen wir an unseren Kindern, die ebenso schon vom Virus der &#8220;Generation Statussymbol&#8221; infiziert sind.<br />
Da wo wir als Kinder aus bunten Legoquadern die wunderbarsten Kunstwerke schufen, ben&#246;tigen unsere Kinder heute einen 200-Euro Bausatz, der sich ohne eine buchdicke Bauanleitug nicht in etwas Vorzeigbares verwandeln l&#228;sst.<br />
Ihre W&#252;nsche sind bereits vom Statusdenken und nicht mehr von den Grundbed&#252;rfnbissen des Kindseins gesteuert, und es ist unsere Aufgabe, ihnen das zur&#252;ckzuschenken, was wir verloren haben und ihnen aus diesem Grund nicht geben konnten.</p>
<p>Doch manchmal h&#246;ren auch wir leise den Ruf unserer versch&#252;tten Kindheitstr&#228;ume &#8211; Tr&#228;ume, die uns Gl&#252;ck verhie&#223;en und Fr&#246;hlichkeit versprachen &#8211; Tr&#228;ume, die kein Geld ben&#246;tigten, um realisiert zu werden, die in den kleinen Dingen lagen, der Freude am Spiel, der Freundschaft und Liebe und in der Kreativit&#228;t und der Phantasie.</p>
<p>Es kommt darauf an, dass wir diesen Stimmen wieder Geh&#246;r verschaffen und ihr Versprechen zu leben versuchen, weg von den Dingen, hin zu seelischen Werten, die auf ein Gl&#252;ck jenseits einer durch den Konsum stimulierten fragw&#252;rdigen Zufriedenheit hoffen lassen.</p>
<p>Dazu gibt es keine Alternative, und es d&#252;rfen keine ausweichenden Ausreden ins Feld gef&#252;hrt werden.<br />
Hier muss das unbedingte &#8220;Du bist, was Du tust!&#8221; des Existentialismus gelten, damit wir einen Weg aus den uns aufgezwungenen Irrg&#228;rten des Gl&#252;cks finden, und damit wir endlich aufh&#246;ren bis zum Ende als zweibeinige Absichtserkl&#228;rungen vor uns hinzuleben&#8230;</p>
<blockquote>
<p>&#8220;Der Mensch lebt noch &#252;berall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das hei&#223;t sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und &#252;berholende Mensch. Hat er sich erfa&#223;t und das Seine ohne Ent&#228;u&#223;erung und Entfremdung in realer Demokratie begr&#252;ndet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.&#8221;</p>
<p>- Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung -</p>
</blockquote>
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		<title>Achtung:&#160;Hirnschmalzakrobatik&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Oct 2006 13:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier darf es mal ohne schlechtes Gewissen schwierig sein, und ich muss keine R&#252;cksicht darauf nehmen, ob ich f&#252;r alle verst&#228;ndlich bin oder nicht.
Im Prinzip bin ich ja ohnehin der Meinung, dass die gr&#246;&#223;ten H&#252;rden in der Philosophie weniger im intellektuellen Schwierigkeitsgrad begr&#252;ndet liegen, sondern sich mehr im Bereich von Willensst&#228;rke in Hinblick darauf finden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier darf es mal ohne schlechtes Gewissen schwierig sein, und ich muss keine R&#252;cksicht darauf nehmen, ob ich f&#252;r alle verst&#228;ndlich bin oder nicht.</p>
<p>Im Prinzip bin ich ja ohnehin der Meinung, dass die gr&#246;&#223;ten H&#252;rden in der Philosophie weniger im intellektuellen Schwierigkeitsgrad begr&#252;ndet liegen, sondern sich mehr im Bereich von Willensst&#228;rke in Hinblick darauf finden, althergebrachte und mitunter &#252;berholte &#8220;Denk- und F&#252;hlmodelle&#8221; auf dem Scheiterhaufen des Denkfortschritts und der Entwicklung des eigenen Charakters zu opfern.</p>
<p>Ich halte die Welt f&#252;r eine relativ einfache Sache in der Struktur, die weniger schwer zu verstehen ist, wenn man man den Mut hat sie wirklich verstehen zu wollen&#8230;</p>
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