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Ich will einen Babybauch!

Ihre Klagen klingen noch in meinen Ohren. Es sei ja so beschwerlich Mutter zu werden. Da kann ich als Mann aber nur herzlich lachen. Ich gäbe was drum, die Segnungen der Mutterschaft als Frau selbst erleben zu dürfen, die mir die Natur in so schnöder Weise vorenthält.

Das fängt schon mit dem Zeugungsakt an. Mich plagen weder Ängste um Potenz und vorzeitigen Samenerguss, noch muss ich viel mehr tun, als gleich einem abgestürzten Maikäfer auf dem Rücken zu liegen, und benötige zudem keinen Orgasmus, um hinterher zufrieden einzuschlafen. Der Verzicht auf ein paar Zärtlichkeiten, die ich als Mann ja schon komplett überflüssig finde, wird mir da sicher nicht so schwer fallen.

Außerdem fiele mit dem Einsetzen der Schwangerschaft das einzige Äquivalent für die tägliche Last des Mannes mit der Rasur, die monatliche Regelblutung aus, so dass ich mich als Frau von allen körperlichen Unbilden befreit auf die Geburt meines Kindes vorbereiten und freuen kann.

Von Stund an muss ich nur noch mit dem Finger schnippen und alles um mich herum fragt sofort, wie es mir geht, ob man mir etwas Gutes tun kann, und ob ich womöglich Schmerzen habe. Ich kann mich von vorne bis hinten bedienen lassen, muss keine Dinge mehr schleppen, die ich als zu schwer deklariere, wie z.B. Tempopakete, Kosmetikwatte, oder Hackfleischfix und kann es mir abends auf der Couch gemütlich machen, während mein Kerl sich mit dem Esszimmerstuhl begnügen muss.

Auch die körperlichen Veränderungen begeistern mich. Mir wachsen fantastische Brüste und mein Bauch wird zum Schönheitsideal. Im Gegensatz zum Hefeballon des Mannes erhalte ich mehr Zuspruch und Wertschätzung je dicker, runder und vor allem tiefer meine Kugel sich entwickelt, und kann essen soviel ich mag, weil ich ja nun für zwei sorgen muss.

Irgendwann kann ich sogar die Werktätigkeit einstellen und mein Chef und die Krankenkasse zahlen fröhlich und freiwillig meinen Arbeitsausfall, während ich zuhause Britt gucke und meinen Bauch sanft mit einem Öl gegen Schwangerschaftsstreifen massiere, bis sich abends jemand findet, der meinen Füßen ebenso Gutes tut – ganz unabhängig davon, ob sie kürzlich gewaschen, die Fußnägel pedikürt, oder die Hornhaut abgerubbelt ist.

Die letzten Wochen behandelt man mich wie ein rohes Ei, wie eine Prinzessin auf der Erbse, trägt mich auf Händen, wird nicht müde mich zu beglückwünschen, mich mit leuchtenden Augen zu befragen, welch große Überraschung in meinem wunderschönen Bauch zu finden ist, und hört nicht damit auf, meine Kraft, meinen Mut und meine Schönheit zu preisen, weil mir die Schwangerschaft ja so hervorragend steht, und weil es ja ach so toll sein muss, ein junges Leben unter seinem Herzen zu tragen.

Alle lieben mich, alle achten mich, egal wie ich aussehe, alle kümmern sich um mich und sind einzig an meinem Wohlergehen interessiert. Es ist einfach wundervoll, und ich denke, ich könnte nicht genug davon kriegen. Als Mann kann man von soviel Zuwendung doch nur träumen. Es muss absolut herrlich sein, als Frau zu leben und zudem noch das Wunder der Geburt vor Augen zu haben.

Und dann kommt der große Tag. Die Wehen setzen langsam ein, mein Körper und meine Seele sind verzückt in der freudigen Erregung ein Leben schenken zu dürfen, und als zum Abschluss und zur Krönung der schönsten Zeit meines Lebens die Fruchtblase platzt, die Kontraktionen zunehmen und ich mich vollkommen beglückt auf dem Weg in die Klinik befinde –

bin ich doch wieder ganz froh am Steuer zu sitzen und auf die Frau an meiner Seite zu blicken.

Ich liebe sie sehr, ganz ohne Frage – aber Kinderkriegen ist Frauensache. Das hat die Natur sicher nicht ohne Grund so eingerichtet…

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Verfluchtes Denken

Ich denke einfach zuviel.

Schon morgens fängt es an. Kaum erwacht, jagt mir ein Gedanke durch den Kopf, vollführt wilde Kapriolen, schlägt erst Rad, dann Schaum in meinem Hirn, und bildet bereits auf dem kurzen Weg ins Bad ungehemmt metastasierende Assoziationsketten, die sich erst im erlösenden Gefühl beim Abschlagen des morgendlichen Wassers wieder in Wohlgefallen auflösen.

Sobald jedoch das verzückte Lächeln während meines stoffwechselbedingten Canossaganges gewichen ist, überfallen mich wieder jene Geister, die mir manchen Tag zur Hölle machen.
Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden: Lyrikbändchen, Schachzeitschrift, oder das neueste Merkheft von 2001 – ein Minütchen bleibe ich immer, um die Nacht langsam aus mir herausfließen zu lassen.

Während ich aber noch wäge und darüber nachdenke, welche Art von Literatur, aus welchen Gründen mir die ersten Minuten des Tages versüßen soll, meldet sich die Lust aufs tägliche Ritual meines ersten aromatischen Heißgetränkes. Auf dem Weg in die Küche beschäftigt mich der Gedanke, ob ich mich für den neuesten Irving zum Sonderpreis erwärmen möchte, den ich bei einem flüchtigen Blick ins frühstücksbrettchengroße Prospekt des bekannten Frankfurter Versenders erspäht habe, werde aber jäh abgelenkt von der Überlegung, ob es Sinn macht, fair gehandelten Bohnentee zu trinken, während die billige Kaffeemaschine irgendwo in Asien von bis aufs Blut ausgebeuteten Buddhisten zusammengeschraubt wird.

Aah, das tut gut. Das schwarze Gold rinnt meine Kehle hinunter und meine Metaebene stellt auf dem Sofa überrascht fest, dass man gleichzeitig im Oberstübchen darüber sinnieren kann, ob Martin Heidegger Recht hat, wenn er behauptet, die Naturwissenschaft denke nicht und solle das auch nicht, während man im Kellergewölbe damit beschäftigt ist, seine Kleinodien von einem unerwartet aufgetretenen Jucken zu befreien.

Unwillkürlich kommt mir ein Gedichtanfang in den Sinn:

Es war einmal ein Breitmaulfrosch,
der gerne seine Fröschin drosch.
Die, weil sie die Schmerzen scheute,
wenn ihr Lurch sie wieder bläute…

Ich komme aber nicht mehr dazu, dieses Meisterwerk zu beenden, weil die Frühstücksfrage ansteht. Ich schiebe eine Portion Nudeln von gestern in die Mikrowelle, weil ich mich wegen des Problems, warum Marmelade und Käse, trotz ihrer offenbaren Unterschiede in Geschmack und Zusammensetzung, ähnlich fett machen, nicht für eines von beiden entscheiden kann.
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Guten Tag,

mit großem Interesse verfolge ich derzeit die politische Diskussion um das Verbot sogenannter “Killerspiele” und bin doch echt bestürzt über den von der Politik offenbar gewollten Eingriff in die Persönlichkeitsrechte erwachsener Bürger.

Da sollen Computerspiele unter, zumindest z.Zt. noch, ziemlich diffusen Kriterien in “gute” und “böse” Spiele unterteilt werden und deren Hersteller, Käufer, Weiterverkäufer und Nutzer kriminalisiert werden.

Ich halte das für sehr bedenklich.

Ich selbst habe vor über 20 Jahren den Kriegsdienst verweigert und habe meine Haltung durch das Spielen auch aggressiverer Spiele in keiner Weise geändert.
Im Gegenteil, ich bin und bleibe ein Gegner von Gewalt – was iÜ auch soldatische Gewalt in sogenannten “Friedensmissonen” angeht, für die unschuldige, junge Menschen faktisch in Kriegsgebiete geschickt werden.

Ich muss Ihnen mitteilen, dass ich das von der Politik propagierte Verbot von Computerspielen im Hinblick auf ein deutliches Verlangen nach sog. “robusten Mandaten” für die Bundeswehr in Krisengebieten für einen ziemlichen Hohn halte.

Meine PC-Soldaten sind rein virtuell und in meinen Kämpfen sterben Polygonkreaturen und es fließt Pixelblut – wie sieht es bei der Politik aus?
Können Sie nach dem Tod von Soldaten in Afghanistan einen älteren Spielstand laden, die Köpfe der Gefallenen retten und das Leid und die Trauer ihrer Familien verhindern? Wohl kaum…

Für mich – ich bin ein 44-jähriger erwachsener Mann mit eigener Firma, einer Patchworkfamilie inkl. eines Sohnes, mit der dazu gehörigen Verantwortung – sind Computerspiele eine Abwechslung vom anstrengenden Alltag, moderne Geschicklichtkeitsübungen, bei denen ich offen gesagt ganz froh bin, mal wenig nachdenken zu müssen.
Dennoch kann ich mich sonntags wieder grübelnd an den Schachbrettern meines Vereines einfinden, ohne Aggressionen gegen meinen Opponenten zu fühlen.

Meine Schachfiguren kehren nach geschlagenem Kampf in ihre Holzkiste zurück – wie die Ihren auch, nur ist deren Holzkiste größer und das Spiel kann von Ihren Figuren nur einmal gespielt werden.

Das Problem der Politik ist das Folgende:
sie möchten eine gute Regelung über die Zugänglichkeit von Erwachsenenspielen, die nur schlecht kontrolliert wird und vielleicht auch kontrolliert werden kann, durch eine schlechte und ebenso schlecht kontrollierbare Regelung ersetzen durch die mündige Bürger in Ihren Freiheiten beschränkt und kriminalisiert werden.

Ich selbst habe im postapokalyptischen Scheidungskrieg meiner Lebensgefährtin das für das Sorgerecht zuständige Gericht schriftlich darauf hingewiesen, dass deren Kinder beim Vater Zugang zu PC-Spielen haben, die keine Jugendfreigabe besitzen.
Die Reaktion? Gleich null!

Und hier liegt der Hase im Pfeffer:
Einzelne handeln unverantwortlich, Behörden kommen ihren Kontrollpflichten nicht nach – sei es aus Bequemlichkeit oder Überlastung – und deshalb soll das Problem mal eben popularitätswirksam aus der Welt geschafft werden.

Und wieder werden Sie ein Gremium benötigen, das entscheidet, welche Spiele gut und böse sind, und wieder werden Sie ein bürokratisches Kontrollproblem haben – aber dafür vielleicht ein paar Stimmen mehr, welche die Politik erfolgreich von den wirklich dringenden ungelösten Problemen unserer Gesellschaft abgelenkt hat.

Das ist dann wie bei Robbespierre: der hat auch immer mehr Leute als Gegner der Revolution geköpft, damit die Bürger sich im Blutrausch nicht soviele Gedanken über den eigenen Hunger und die eigene Not machen mussten.

Das ist auch eine Art den sozialen Frieden zu wahren…

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Spiekermann

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Am gestrigen Sonntag war wieder Mannschaftskampf angesagt.
Die Bergischen Schachfreunde III gegen uns, die erste Manschaft des SV 1947 Bayer Dormagen.

Von der Papierform her eine klare Sache, dachten wir, aber es war vor allem an der hinteren Brettern dann doch nicht so klar.
Durch Siege an den ersten Brettern (es spielen immer acht gegen acht) konnten wir den Sieg aber dann doch einfahren.

Mein Gegner, ein sehr sympathischer älterer Herr um die 70 erwies sich als zäher Gegner, der sich erst nach langer Gegenwehr bezwingen ließ.
Nach der Partie Spiekermann – Heger gab’s noch ein kurzes, nettes Schwätzchen und der Sonntag war erfolgreich für mich.

Danke an meinen fairen Gegner und – schade, dass es nicht immer so ist…

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Obwohl ich bei meinem alten Provider Host Europe sehr zufrieden bin (meine Reisebürowebsite läuft und bleibt auch dort), habe ich meinen Blog testweise bei 1blu untergebracht.

Er läuft auf jetzt auf einem Hostingpaket mit “Performancegarantie”.
Da die ersten sechs Monate durch eine Kooperation von 1blu mit der PC Welt kostenlos sind, werde ich das mal in Ruhe testen.

Ich hatte gelegentlich zu Stoßzeiten den Eindruck, dass beim üblichen Shared Hosting (und das sicher nicht nur bei Hosteurope) die Datenbankzugriffe sehr verlangsamt sind.

Nachdem ich ein paar Hürden beim Datenbankumzug überwunden habe, sollte jetzt alles wieder laufen.

Mal sehen… :-)

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Teil I: Ausgangssituation

Es ist schon eine Last mit der Liebe in mittleren Jahren.
Sicher gilt das nicht für alle jene, die in der Mitte des Lebens stehen, wohl aber für viele, deren meist erste Ehe, oder langjährige Beziehung an den harten Klippen des Alltags im Konflikt zerschellt, oder am schleichenden Übergang von großer Liebe und Vernarrtheit zur Gewöhnung und am Ende zur Gleichgültigkeit zerbrochen ist.

Nun ergibt es sprachlich ein schiefes Bild, wenn wir von den Scherben einer Liebe und damit einer ganzen Existenz sprechen, und eine spätere neue Beziehung als “Patchworkfamilie” betiteln. Irgendwie ist es ja häufig mehr ein schiefes Kunstwerk hobbymäßig ungeschickter Bleiverglasung der umherliegenden Bruchstücke zweier Familien, dessen Entstehung und Erhalt nur allzu häufig den feigen und gemeinen Steinwürfen eines, oder gar beider Expartner ausgesetzt ist.

Na ja – sofern nicht einer der beiden neuen Partner das frisch gefundene Glück dadurch belastet, dass er sich selber im Werfen von Geschossen gegen die alte Liebe erschöpft und damit die neu gefundene Chance durch einen Grabenkrieg gegen die alte Verbindung aufs Spiel setzt.
Aber auch hier gibt es einen interessanten Seitenweg: der neue Partner beteiligt sich an der Hexenjagd gegen den verflossenen und hilft damit der neuen Beziehung, wenn auch keinen tieferen, so doch (in Ermangelung eines Besseren) einen für eine gewisse Zeit tragfähigen Sinn zu geben.

Aber letztlich ist das nicht das Thema, weil hier schon andiskutiert wurde, was im (manchmal zweifelhaften) Idealfall am langen Ende des Leidensweges steht, den Getrennte, Verlassene, Betrogene und irgendwie verlorenen Seelen des Mittelalters zu gehen haben.

Flachbrüstiges Schlagergeträller im Stil von “Du hast mich 1000x belogen…” wird zur Hymne einer ganzen Generation von Liebesenttäuschten, die im womöglich vorher geschehenen Seitensprung des Partners eine moralisch eindimensionale Begründung für ihr Unglück sehen, aber nicht gleichzeitig in der Lage sind zu realisieren, dass das Fremdgehen in vielen Fällen nur eine Folge der schleichenden Entfremdung beider ist, an der auch der scheinbar integrere Partner einen Teil Verantwortung zu tragen hat.

Betrachten wir nun die Rolle der Geschlechter am Anfang des Weges in ein neues Glück etwas genauer:

Auferstanden als etwas flügelsteifer Phönix aus den Ruinen und der Asche des alten Glücks unternimmt man die ersten zaghaften Flugversuche und holt sich zumeist ein paar dicke Beulen, weil man den perfekten Start, einen im Idealfall majestätisch anmutenden Flug und eine gelungene Landung erst wieder neu erlernen muss.
In gewisser Weise ist man ja mit den Jahren zu einem domestizierten Wildvogel mutiert, der sich erst wieder in freier Wildbahn zurechtfinden muss.
Diese Auswilderung birgt neben neuen spannenden Abenteuern natürlich auch Gefahren in sich – besonders für Frauen…

So ganz werden wir in der Diskussion nicht ohne Platitüden auskommen können.
Man möge dem Autor das großherzig nachsehen und bedenken, dass eine Platitüde ja nicht notwendig falsch, sondern häufig im Gegenteil eher richtig ist, auch wenn sie zu Recht daran leidet, dass sie Einzelfälle ausblendet, und die verbliebene Verkürzung der Wirklichkeit eher wie ein plakatives Schlagwort und weniger wie ein echtes Argument daherkommt.

Am Ende einer Beziehung gibt es meistens keinen Gewinner.
Auch wenn sich nicht beide zugleich und gegenseitig das Scheitern ihrer Beziehung eingestehen können, und nur einer der Partner als Triebfeder der Auflösung zu sehen ist, so verlieren doch beide gleichermaßen: der gemeinsame Traum ist gescheitert, die Seifenblase vom gemeinsamen Glück jäh und schmerzhaft zerplatzt.

Abgesehen von Einzelfällen und unabhängig von Schuldfragen leiden Frauen häufig “tiefer” und Männer “breiter”.

Frauen leiden in ihrer Seele – ein fast tödlicher Stachel hat sich tief in ihr Herz gebohrt und verursacht manchmal schier unmenschiche Schmerzen. Hinzu kommt (gerade wenn Kinder im Spiel sind) die oftmals nicht unbegründete Angst auf das soziale Abstellgleis zu geraten.

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dialogGestern war ein wichtiger Tag.

Der Wechsel meines Sohnes auf die weiterführende Schule steht bevor:

„INFORMATONSVERANSTALTUNG ZUM THEMA WEITERFÜHRENDE SCHULE“

stand sperrig auf dem nachmittags noch hastig ausgedrucken Hinweisschild an der Tür zu Mini-Aula seiner Grundschule, die bis auf den letzen Platz prallgefüllt war.

Ich hatte mich mit meiner Exfrau und der Mutter meines Sohnes pünktlich eingefunden, um den Ausführungen des Abends zu lauschen.

Mit uns waren sie alle da: die feinen Leute, wie auch die Vorstände der Familien aus einfacheren Verhältnissen und die zwischen beiden Extremen oszillierenden Nuancen sozialer Gruppenzugehörigkeit.

Zehn Jahre alt ist man ja schließlich unabhängig vom sozialen Status und der Schulbildung seiner Eltern, und so trifft man bei solchen Veranstaltungen einen gesunden Querschnitt aus der Gesellschaft, was ganz normal und auch so okay ist.

Wenn da nicht…

…ja wenn da nicht die sechs Hauptstörenfriede wären, die aus einer solchen Veranstaltung ein Panoptikum zu machen in der Lage sind, wenn die Moderation nicht unheimlich auf der Hut ist:

  • DER KLUGSCHEISSER,
  • DER POSSENREISSER und
  • DER FEINE PINKEL

Ganz besonders kritisch kann die Situation werden, wenn sich zwei, oder gar alle drei Charaktere in Personalunion bei einem der Väter (meistens sind es ja die Herren, die meinen eine Balz aufführen zu müssen…) zusammenfinden.

Aber auch bei Frauen gibt es das Phänomen.
Auch hier kann ich kann grobschlächtig drei Hauptkategorien ausmachen:

  • DIE BESORGTE HAUSFRAU UND MUTTER
  • DIE SICH SELBST BEWEIHRÄUCHERNDE KARRIEREFRAU und die
  • IN WOLLSOCKEN UND NORWEGER GEWANDETE ÖKOTUSSI, MIT SOZIALEM BUWUSSTSEIN

Kaum zu sagen, welcher der sechs Typen am schlimmsten zu ertragen ist.
Sicher ist, dass einen gelegentlich das Gefühl überfällt, in einer Comdeyshow zu sitzen, bei der das Publikum der Hauptact des Abends, und die Moderatoren die staunenden und interaktiv mit einbezogenen Zuschauer sind.

So ein Abend war gestern und ich muss sagen: meine Erwartungen und Befürchtungen wurden nicht enttäuscht.
Sie waren alle da, so als hätte man ihnen Freibier versprochen dafür, dass sie das Festzelt auf dem heimischen Schützenplatz unterhalten.

Es kam zu tumultartigen Zuständen, weil der Klugscheißer, der Possenreißer und der feine Pinkel sich permanent ins Wort fielen und sich entweder in der Formulierung der absonderlichsten Thesen gegenseitig überboten, oder mit kleinen polemischen Spitzen versuchten, die Aussage des anderen ins Lächerliche zu ziehen.

Erwähnte ich schon, was noch schlimmmer ist als zwei oder drei der Männertypen in Personalunion? Nein?

Wenn alle drei Typen in Reinkkultur auftreten und am Tag zuvor eine private Niederlage, oder einen geschäftlichen Rückschlag zu verkraften hatten.
Dann wollen sie sich nämlich am Abend das Selbstvertrauen wieder aufbauen, das am Tage gelitten hat, und gebärden sich wie wildgewordene Auerhähne auf der Balz nach dem Weibchen mit den dicksten Schenkeln…

Gelegentlich, und nur wenn die Männer mal eine Atempause machen müssen, (so ähnlich wie dicke Wale, die auch von Zeit zu Zeit aus ihrem Primärelement auftauchen müssen, um ihre Lungen wieder mit Luft zu füllen), melden sich die Frauen zu Wort.

Der Typ „besorgte Hausfrau und Mutter“ stellt gelegentlich Fragen, deren Zusammenhang mit dem Thema des abends nur zu erahnen ist, während die „sich selbst beweihräuchernde Karrierefrau“ mit jeder Äußerung raushängen lässt, dass die Schule sich doch bitte ihrem modernen und progressiven Lebenstil als Powerfrau anzupassen hat, und dass nicht sie Rücksicht nehmen muss auf die Vielfalt der schulischen Aufgaben vor dem Hintergrund gravierender sozialer Unterschiede in der Schülerschaft.

Der dritte Typ „in Wollsocken und Norweger usw…“ sagt erstmal nichts.
Kaum dass sie den Mund öffnet, beschleicht einen das Gefühl, sie würde sich danach erkundigen wollen, ob es in der Schule auch eine Ecke gibt, wo die Schüler legal Cannabis konsumieren dürfen.
Tatsächlich konfrontiert sie einen dann aber doch nur mit den neuesten sozialwisschenschaftlichen und psychologischen Studien zur pubertären Entwicklung sozialschwacher Kinder.

TOTAAAAAAL SPANNEND –

Zum Glück dürfen die Frauen nicht lange reden, weil ihnen die Streithammel von eben das Wort abschneiden, um ihren Kampf um den Preis für den “Am schönsten geschwollenen Hahnenkamm des Abends“ wieder aufzunehmen.
Und überhaupt gehören Frauen an den Herd und nicht in eine Diskussion – das ist widernatürlich. (Das sagen sie zwar nicht, aber es trieft wie altes Frittenfett zwischen ihren Worten heraus…)

Ganz zum Schluss, als die Wogen schon geglättet und die Flut profilneurotisch zu erklärender Worthülsen abgeebbt zu sein scheinen, meldet sich der Totengräber jeder Diskussion zu Wort:

  • DIE LANGATMIGE, WEIT AUSHOLENDE UND JEDEN ASPEKT DES THEMAS AUFS GENAUESTE BELEUCHTENDE LABERTASCHE

Ihre Sätze beginnen meist mit einer Konstruktion der Art:
„AAAAAAAAAALSOOOOOOOO…“

Leider legte mir meine Exfrau beschwichtigend ihre Hand auf den Unterarm, fiel mir ins Wort, noch bevor ich etwas sagen konnte,  und meinte: “Lass mal gut sein – wir kriegen doch gleich ein Informationsblatt auf dem alles steht…”

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„Das ist aber eine große Aufgabe!” könnte man meinen, wenn man den Titel dieses Aufsatzes liest. Zum einen sicher sehr umfangreich, zum anderen nicht für jeden verständlich, wenn man wirklich in die Tiefe geht.

Nun zur Beruhigung: Das muss nicht so sein -

Wir benötigen für eine luftig-leichte Diskussion vier Zutaten:

  • Einen Teil „Die Wette Blaise Pascals”
  • Einen Teil „Ockhams Rasiermesser”
  • Eine Prise „Camus” und
  • einen Spritzer Existenzphilosophie

Die Wette des Blaise Pascal:
Blaise Pascal (1623-1662) war wie viele Denker seiner Epoche ein Universalarbeiter, der sich auf vielen Feldern der Forschung versuchte:

  • so erfand er u.a. eine Rechenmaschine,
  • stellte Untersuchungen zum Luftdruck an (weshalb heute die physikalische Einheit des Druckes nach ihm benannt ist),
  • hinterließ mit den „Pensees” ein Bündel von ca. 1000 Zetteln mit Fragmenten und Notizen philosophisch-religiösen Inhaltes
  • und beschäftigte sich zudem mit Wahrscheinlichkeitsrechnung

Seine berühmte Wette geht so:

  • Man muss sich entscheiden, ob man glaubt, dass Gott existiert, oder eben nicht.
  • Wenn man glaubt und er existiert, so gewinnt man das Himmelreich.
  • Existiert Gott nicht, und man glaubt dennoch, so verliert und gewinnt man nichts.
  • Existiert Gott nicht, und man glaubt nicht, so bleibt es ebenso gleichgültig
  • Wenn Gott jedoch existiert und man sich ihm verweigert, so muss man zur Hölle fahren.

Daraus folgt, dass es vernünftig ist an Gott zu glauben, weil die beiden mittleren Möglichkeiten nichts verändern, und Wert und Unwert der ersten und letzten ja intuitiv einleuchten.

 

Nun gibt es eine ganze Menge scharfsinniger Einwände gegen diese Wette, die z.B. darauf beruhen, dass Gott ein bisschen anders „strukturiert” ist, als wir glauben.
Wenn wir z.B. unterstellen, dass es Gott egal ist, ob wir glauben und ihn anbeten, aber dass er auf ein moralisch anständiges Leben achtet, so könnte der ungläubige Gutmensch doch ins Himmelreich auffahren, obwohl ihm der eigentliche Glaube und damit die Verehrung Gottes fehlen.

Ich denke, dass Pascal bei seiner Wette aber weniger eine hundertprozentig logische Absicherung des Argumentes gegen alle Eventualitäten im Sinne hatte, sondern dass er einfach, wie im 17. Jahrhundert noch ganz normal, das damals vorherrschende Bild Gottes vorausgesetzt hat.

Das würde auch eines der cleversten Gegenargumente ein wenig entkräften, welches besagt, dass allein die Ausübung des Glaubens, wie z.B. im Gebet, oder beim Kirchenbesuch im Falle eines nicht existierenden Gottes ein Zeitverlust seien, der einen von wirklich wichtigen Dingen abhielte, was einem Qualitätsverlust des Lebens gleichkäme.

Im Gegenteil kann man aber auch argumentieren, dass man im vorliegenden Fall ein sinnerfülltes und gutes Leben führt, während der berechtigt Ungläubige Gefahr läuft, in einer großen Sinnkrise zu existieren und unglücklich zu sein.

Halten wir also fest, dass es nach Blaise Pascal sinnvoll ist an Gott zu glauben.

Jetzt packen wir die Sache mal anders an:

Der Mensch im Christentum glaubt an Gott u.a. deshalb, weil er Antworten auf sonst offene, nicht zu lösende und wohl manchen auch ängstigende Fragen für uns bereithält.

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Midlife Crisis

schoenmachzeug

Ich liebe es, mein Eheweib,
und auch ihren vollen Leib,
Na ja, zumindest im Prinzip,
find ich sie schön und hab sie lieb.

Hat um die Augen ein paar Falten,
und ihr BH muss besser halten,
denn ihre Brüste sind jetzt schlaffer,
und auch die Haut war schonmal straffer.

Ihr Haar ist heute etwas grau,
und rundlicher ihr Körperbau,
und wo’s der Haut an Glätte fehlt,
wird halt gecremt und auch gegelt.

Der Po, na ja, ist nicht mehr rund,
und die paar Runzeln um den Mund,
sowie am Lid die Krähenfüße
betonen eher ihre Süße.

Mit sündhaft teuren Wundermitteln,
die meist sehr schwierig sich betiteln,
bekämpft sie die Orangenhaut,
die sich an ihren Schenkeln staut.

Ich als Mann hab’s da viel besser
muss nicht zum Schönsein unters Messer,
weil Du als Mann, was sicher ist,
ohne Bauch ein Krüppel bist.

Die grauen Schläfen wie bekannt,
sind männlich und zudem markant,
und fehlt es mal an rechter Steife,
gleicht man das aus mit Charme und Reife.

Das Schnarchen nachts im Ehebett,
klingt nicht so schön und so adrett,
doch ist’s wie meine Stinkefüße
wohl kein Problem für meine Süße,

die wenn sie’s Bad poliert und wischt,
mein Haupthaar aus der Wanne fischt,
das langsam, was mich traurig stimmt,
Reißaus von meiner Kopfhaut nimmt.

Doch hab als Mann, wie ich wohl weiß,
gegen manch Raubbau und Verschleiß,
ein Mittel, das die Schmerzen lindert,
und den Frust des Alterns lindert.

So parallel für nebenbei,
zu meinem Eheeinerlei,
such ich mir ‘nen jungen Hüpfer,
mit drallem Po und knappem Schlüpfer.

Die wirkt dann wie Erotikdünger
und macht mich um Jahre jünger.
Sie kümmert sich um die Bewegung,
und’s Weib zuhaus um die Verpflegung.

Doch was ist das, ein scharfer Stich,
durchrast die Brust, ich fürchte mich.
Mein Herz, es krampft und zuckt gefährlich,
pulst nicht nach Plan heiß und begehrlich,

sondern scheint wie wild zu hetzen
und manchmal einfach auszusetzen.
Ich wünschte meine Frau wär da,
um mich zu retten – aaaaahhhh…

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Bald ist es soweit.
Weihnachten steht vor der Tür und mit ihm Vorboten in Form leuchtender Kinderaugen, welche morgens die bunte Prospektvielfalt bestaunen, die kleine Kinderhände morgens aus der Tageszeitung geklaubt haben, noch bevor Papa auf dem WC einen Blick in dien Sportteil werfen konnte.

Wir haben unseren Jungen gebeten, seinen Wunschzettel frühzeitig bereitzuhalten, damit das Christkind sich nicht wieder mit überfüllten Parkplätzen und wild drängelnden “Lastminit-Käufern” auf der Rolltreppe rumschlagen muss – vor allem Männer auf der Jagd nach dem ultimativen Geschenk, mit dem man alle Fehler des Jahres auf einen Schlag wieder gutmachen kann.

Dieses Jahr darf er sich was Besonderes wünschen haben wir ihm eröffnet. Das Christkind sei stolz auf ihn, weil er so ein guter Schüler ist.
Na ja, außer Englisch – da hat er ein paar Probleme, obwohl ich das gar nicht verstehen kann. Wenn man seinen Freunden und ihm so zuhört scheint alles in Ordnung zu sein mit seinen Fremdsprachenkenntnissen:

Da hört man von “Friesteil-Skätbording” , von “Äkschn-Gäms” für den “Kompjuter”, von “Pfeil-Schäring-Kleienz” mit denen man die neuesten “Bietz Daunloden” kann und letztlich hörte ich, wie er seinen besten Kumpel aufzog und ihn einen “Onlein-Tschankie” nannte.

An den Vokabeln kann es also nicht liegen. Es muss was mit der Grammatik zu tun haben. Nun gut; demnächst ist ja Elternsprechtag, und damit Gelegenheit seine Klassenlehrerin mal danach zu fragen.

Mein Englisch ist ja nicht so toll. Ich kann mich noch grob erinnern, dass “Pieß” Frieden heißt und dass eine “Pörsching” eine Rakete war.
Hat ja auch viel Spaß gemacht damals mit der Trillerpfeife bei Franz Josef Strauss – ein richtiges “Häppening” .
Ich wusste zwar nicht richtig worum es überhaupt ging, aber ich fand das lustig riechende Zeug so toll, von dem man so komische Gefühle bekam, wenn man es eingeatmet hat. “Doop” hieß es, glaube ich…

Aber ich schweife ab…

Gestern Abend war es soweit und unser Junge brachte uns seinen Wunschzettel:
“Hier is mei Wischlist.” grinste er, obwohl ich sicher war, dass er nicht notiert hatte, in welcher Zimmerreihenfolge er meiner Frau bei der wöchentlichen Bodenpflege zur Hand gehen wollte. Er ließ sie auf den Wohnzimmertisch gleiten, drückte ihr den Kuss auf die Wange, den er mir wie immer verweigerte, weil er Küsse zwischen Männern für “unkuhl” hält.

xboxWas stand denn da? Mal sehen…
Ich muss schon sagen – ich hatte Grund stolz zu sein auf meinen Jungen:
Obwohl er doch aus dem Vollen hätte schöpfen können, war er doch sehr bescheiden in seinen Ansprüchen.
Schön zu erfahren, dass meine väterliche Einflussnahme, vor allem im Hinblick auf die immer mehr um sich greifende Konsumsucht der Jugend, hin und wieder doch mal nicht wirkungslos verpufft, und zu einem Umdenken bei dem Jungen geführt hatte.

Als erstes wünschte er sich eine X-Box:
Wie schön, dass er sich etwas selbst Gebasteltes von seinem Vater wünscht. Ich lächelte glücklich und konnte mir meine Vorfreude im Hobbykeller schon vorstellen, wenn ich für ihn am “Disein” der ultimativen X-Box feilte.

notebookDann las ich meiner Frau vor:
“N-O-T-E-B-O-O-K” -
Da wusste ich gar nicht, was er meinte, aber meine Liebste konnte sich erinnern, dass “book” das englische Wort für “Buch” sei.
Ich liebe meine Frau sehr – wir haben uns damals beim “Gruppensechs gegen das Istäblischment” kennen und lieben gelernt.
Ja, ja: “Mäk Laaf not Wor!” war unsere Devise…

Wir haben dann besprochen, ihn aber zuerst mal zu fragen, welches Instrument er denn nun lernen wolle, was im übrigen ganz neue Töne von ihm sind -
bisher beschränkte sich seine Art Musik zu machen auf das Quälen seiner “Saundmeschin” und seines “Sappwufers” , oder wie das Ding heißen mag.
Es wäre ja unglücklich, Noten fürs Klavier zu kaufen, wenn er lieber Gitarre lernen wollte…

Der dritte Wunsch verwirrte mich ein wenig:
Bisher schien er ja nicht soviel auf sein Äußeres Wert zu legen, aber jetzt wünscht er sich einen – uups, da war dem Jungen aber ein übler Rechtschreibfehler passiert:
wenn er schon zukünftig ein bisschen mehr auf seine Frisur achten wollte, so sollte er das entsprechende Gerät schon richtig schreiben: mit “k” und zwei “m”.
“Digi” ist wahrscheinlich der Name einer Frisur, die nach einer der “Bänds” benannt ist, deren Krach immer aus seinem “Sappwufer” dröhnt.
Ich muss morgen unbedingt mal Willi, meinen Frisör, oder “Här-Steilist”, wie er sich lieber nennt, anrufen und nach dem neuen “Tränt” fragen.

Kurz bevor er dann zu Bett gehen musste, kam der Junge nochmals ins Wohnzimmer gestürmt und teilte uns mit, dass er noch einen großen Wunsch hätte:
Jetzt war ich baff – nie hatte er Lust sich am Haushalt zu beteiligen, und sogar zum Müll raustragen musste man ihn wortreich überreden.
Doch jetzt wollte er schon morgens bei der Zubereitung des Frühstücks helfen.

eipottWie schön, dass unsere Erziehung endlich fruchtet, und wie lieb und bescheiden der Junge geworden ist. Ich fragte mich nur, warum er unbedingt einen Topf für die Frühstückseier haben wollte, wo wir doch über so einen praktischen Eierkocher verfügen.
Nun gut, wenn er unbedingt will, soll er seinen “Ei-Pott” bekommen – er ist ja so ein guter Junge.

Aber weil ich so stolz auf ihn bin, kaufe ich ihm einen “Empi-drei-Pläer”, damit er seine “daungelodeten Bietz” auch “onserot” hören kann – den hat er sich redlich verdient.

Der Junge wird vielleicht Augen machen

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