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Um es offen zuzugeben: Meine Sonne hat sich einen MP3-Player für den Weg zur Arbeit gewünscht und ich, als liebender und von ihr dauerhaft gebuchter Sozialpartner, habe ihrem flehentlichen Bitten um das Be- und ebenso dem inbrünstigen Werben Apples um das Verschenktwerden nachgegeben.

Soweit so gut… oder auch nicht…

Natürlich habe ich mir mit dem Flachmann auch die komplette technische Betreuung des Gerätes eingehandelt, so dass ich vielleicht erwägen sollte, diesen Quasi-Servicevertrag jedes Jahr als geldwerten Vorteil vom Wert der noch zu machenden Geschenke zu subtrahieren, respektive ihn ersatzweise als Äquivalent für das Ausbleiben regelmäßiger bunt blühender und zart duftender Blumensträuße ins Feld zu führen…

Aber ich schweife ab…

Warum der amerikanische Geizkragen es nicht für nötig hält, seinem fast zweihundert Euro teuren Postpubertätsspielzeug ein gescheites gedrucktes Handbuch mitzugeben ist mir kundendienstlich echt schleierhaft, wenn natürlich finanziell höchst verständlich…

Jegliches Arbeiten mit der technischen Zwangsjacke wird zur Qual, weil am Siliziumquälgeist selbst und am Zusammenspiel mit der erforderlichen Software aber auch rein gar nichts intuitiv zu erfassen ist.
So gerät jede Aktion zur Pflege des häuslichen Friedens mittels gefälligkeitshalber Konfiguration dieser elektronischen Nervensäge zu einer wilden Klickorgie zwischen PDF-Handbuch und Googlesuche im Browser (dessen Funktionsweise ich zum Glück mittlerweise rudimentär verstehe…).

Aber so ist das mit “Kultgegenständen”:
Macken werden zum Feature erklärt, und ein Mangel an Zubehör (wie z.B. einem gescheiten Ladegerät) wird dem Benutzer als Ausdruck der persönlichen Freiheit in der Wahl von “Upgrades” verkauft…

Ich werde den ganzen Zinnober von Stund an als eine 200-Euro-(inkl. Ladestation)-Herausforderung begreifen und einen Teil meiner täglichen positiven Verstärkung aus einem vermeintlichen Sieg meines Geistes (und meiner Nerven) über die tote Materie beziehen…

So soll es sein, oder um mit Jean Luc Picard zu sprechen: “Energie!” …

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Der Kölner Stadt Anzeiger kann noch bis zum 31.12. kostenlos als E-Paper gelesen und getestet werden.

Die Inhalte können im Browser gelesen, oder als PDF exportiert werden.
Ein Ausdruck aus dem PDF soll unterdrückt sein, hat bei mir aber mit der rechten Maustaste über Verwendung des Kontextmenüs funktioniert.

Ich halte den KSTA wegen seiner ausgewogenen Berichterstattung und seinen anspruchsvollen Inhalten für eine gute Wahl – und das auch für Nichtkölner, die sich im regionalen Bereich dann aber dennoch einen netten Überblick über das sympathische Kölner Völkchen und natürlich ebenso den weltweit berühmten Kölner Klüngel machen können. :-)

Also, einfach mal austesten

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Bloggen mit Blogdesk

blogdesk

Seit ein paar Tagen blogge ich mit Blogdesk, einem kleinen aber feinen Desktop-Programm, mit dem ich meine Postings bequem, wie mit einer Textverarbeitung (und ohne das sonst obligate manuelle Login auf dem Server) erstellen, auf den Server spielen und auch auf gleichem Weg wieder bearbeiten kann.
Für manche der “Profiblogger” mag das ein alter Hut sein – für mich ist es eine Entdeckung, auch wenn ich die Rechtschreibprüfung und nicht die Rechtschreibprüfung meine Rechtschreibung überprüfen muss.

Schön wäre auch, wenn die Bildpositionierung mittels CSS und nicht mehr mittels HTML erfolgen würde – aber das ist für Normalvernünftige ein zu vernachlässigendes Problemchen…

Blogdesk gibt’s hier

Wer’s noch nicht kennt – einfach mal versuchen -
Viel Spaß dabei…

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Bandbreite ist kostbar…

rssxmlHeute hab ich mich ein ganz klein wenig? geärgert…

Ein gewisser Daniel K. scheint die eierlegende Wollmilchsau des Nachrichtensyndikation gefunden zu haben. Er spammt mit Subdomains der Hauptdomain rss-xml täglich die schöne Pingliste von wordpress.de voll.

Man kann einen ganzen Haufen von Begriffen in der Form xyz.rss-xml.de in der URL-Leiste des Browsers eingeben, und raus kommt immer ein vollkommen automatisierter Blog, der nix als lahme Newsfeeds zum mit xyz benannten Thema enthält. Hofft er damit Klicks auf die blöden Google-Adverts zu bekommen?
Sollte er die Dinger zur Selbstinformation erschaffen haben, wäre es fein, die Internetpolizei würde ihn darauf hinweisen, dass man das Pingen in Wordpress auch ganz elegant unterbinden kann.

Na ja, “jede Jeck is anders”, wie der Kölner sagt, und so müssen wir ihm den Spaß wohl lassen, bis sich die Legislative was gegen Bandbreitenverschwendung im WWW einfallen lässt…

…aber manchmal kostet Toleranz echt Nerven…

P.S. hier gibt’s noch eine feine Übersetzung zum Thema “Nachrichten syndikieren”: unbedingt lesen

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? Ich muss mal ein bisschen auf die Niveaubremse treten. ;-)

Was darf man seiner schlanken Freundin nicht sagen?
“Ich würde gern ‘ne Runde vögeln…”

Und was führt bei? einer molligen Partnerin zu Irritationen?
“Ich würde Dich schlankweg heiraten (schlank wegheiraten…).” :-)

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wortmannsommermaer

Gestern abend habe ich mit einem Freund im Kino “Deutschland ein Sommermärchen” von Sönke Wortmann gesehen (wurde auch langsam Zeit…).

Ich muss sagen, der Film geht unter die Haut, auch weil er Einblicke erlaubt, die man sonst als unbedarfter Zuschauer der Ereignisse dieses Fussballsommers nicht mitbekommen hat.

Viele der mannschaftlichen Abläufe hatten natürlich eine Art Deja Vu- Charakter, wenn ich an meine eigene verhältnismäßig lange, aber ebenso verhältnismäßig erfolglose? Karriere ;-) zurückdenke…

Im Bus gefeiert, rumgeflachst, mehr oder minder fruchtlos diskutiert wird in jeder Fussballmannschaft – gefeiert übrigens auch (oder eben gerade) wenn man keinen Erfolg hat.
Es war nur interessant zu sehen, wie fussballerisch und sportlich-menschlich “normal” es auch bei einer Fussballweltmeisterschaft (darf ich das Wort benutzen ohne die Copyrights von Herrn Blatter zu verletzen?) zugeht, und mitzuerleben, wer die Leitwölfe, die klugen Köpfe (sind nicht immer identisch…) und wer die Mitläufer und unersetzliche Wasserträger sind, die den Kitt zwischen den großen Protagonisten bilden – auf und neben dem Platz.

Mir wurde aber auch klar, warum Jürgen Klinsmann, und ich sage ganz bewusst, einer der Architekten des Erfolges, nach der WM gegangen ist und ich denke auch, dass er schon lange vorher diesen Schritt geplant haben muss.
So wie die Mannschaft vom Trainerstab auf den Punkt fit gemacht wurde, so hat er die Mannschaft auf den Punkt und bis in die Fussballstiefelspitzen motiviert.

Von seinem Einstieg beim DFB bis zum Halbfinale hat er jedes Spiel für die Mannschaft ein Spiel des Lebens sein lassen, hat sie mit starken, teilweise brachialen Verbalmethoden für jedes Spiel eingepeitscht und eingeschworen, ihnen vermittelt, dass es die Chance zur Teilnahme an einer WM im eigenen Land rein statistisch nur einmal gibt und dass man einen Gegner, der mit mit dem Rücken zu Wand steht für dieses Ziel eben auch mal durch die Wand durchtreten muss…

Ich will solche Sprüche, wie den letzten moralisch nicht kritisieren, obwohl man es könnte. Für mich war Fussball früher und ist Schach heute kein Krieg (was einer der Gründe dafür sein mag, dass ich mangels Aufrüstung im Vorfeld und kriegerischer Haltung im Vollzuge nicht zu wirklich höheren Weihen gelangt bin…).
Sicher ist, dass eine solche Motivation sich abnutzt, dass die Spieler von dem schier unbezwinglichen Berg, den sie vom Trainer getrieben am Ende (fast ganz, oder eben doch vollkommen) besiegt haben, am Ende des Turniers wieder heruntersteigen müssen und dass sie mit den selben Worten und Methoden da nie wieder hinaufkommen werden.

So wie dieses Turnier für jeden Spieler einmalig war, so war es dieses? Grossereignis einer Fußballerkarriere auch mental und emotional, und in gewisser Weise hat Klinsmann sich für die Jungs und das Ziel geopfert, weil er wissen musste, dass seine Art die Mannschaft zu führen zwar die Kraft einer Saturnrakete haben würde, dass? diese? aber? am Ende ihrer Mission, nachdem alle Triebwerkstufen ausgebrannt und abgeworfen waren, ihre Aufgabe erfüllt, aber sich eben darin unwiderruflich verbraucht haben würde.

Man muss wegen dieses “Opfers” Klinsmann aber nicht zum altruistischen Heroen des deutschen Fußballs hochsterilisieren (Danke, Bruno…).
Dass er als eher suboptimaler Fußballer in technischer Hinsicht zu einem der besten Angreifer der Fussballgeschichte wurde, verdankt der Bäckersjunge aus dem Schwabenland nicht? nur seinem unbändigen Willen, seiner angeborenen, aber auch hart antrainierten Dynamik, sondern auch seinem großen (auch positiven) Egoismus, gepaart mit der Fähigkeit sich immer wieder auf das nächste Ziel zu fokussieren.

So, wie er spielte, Puls immer auf 200, volle Pulle, wie ein aufgezogener hochenergetischer Brummkreisel am Deuserband seiner kleinbürgerlichen Herkunft, so trainierte er auch das Team -
und so, wie er seine Karriere beendete, ausgebrannt, die Nase voll von der Schinderei und Plackerei und alles endlich hinter sich lassen wollend, so hat er auch sein Traineramt niedergelegt.

Er hat wirklich für das Ziel alles gegeben, und sogar seinen Nimbus des semi-intellektuellen Sonnyboywunderstürmers auf dem Altar der medialen Transparenz geopfert, die sich bei einem solchen Ereignis nicht vermeiden lässt.
Wir sollten dankbar sein, dass er die Größe hat sich zurückzuziehen und nicht der Versuchung anheimfällt, sich hier im Lichte des Erfolges als Lichtgestalt des deutschen Fussballs von allen den Bauch pinseln zu lassen.

Dafür haben wir ja schon den Kaiser Franz und das weiß auch der Jürgen… ;-)

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Schach am 15.10.06

Gestern hatte ich eine interessante Mannschaftspartie zu spielen.
Mein Gegner, ein alter Hase hat sehr sicher und solide gespielt und am Ende war ich dann doch froh das Unentschieden gehalten zu haben.

Wie immer war ich den Rest des Tages platt und bin abends (zur Freude meiner Freundin) auf dem Sofa eingepennt…

Die Partie gibts hier: Dr. Rosenberger – Spiekermann (das bin ich)? :-)

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Nur mal so rumgezappt…

…habe ich heute morgen, als meine Freundin zur Arbeit ist -

Im Ersten und ZDF gab’s einen Bericht über die neuen Zahlen zur Armut in Deutschland: 8% der Menschen bundesweit, das sind 20% in den neuen und 4% in den alten Bundesländern leben in Armut – exemplarisch sind z.B. in NRW 5% aller Kinder betroffen…

Bei RTL (nur ein Klick entfernt) gab’s die üblichen Prominews aus der Welt der Schönen und Reichen und damit die übliche Ablenkung von den Nöten des Alltags und denen anderer Menschen. Das Übliche halt…

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yunus

Als ich heute die Tageszeitung aufschlug wunderte ich mich nicht schlecht, an wen das Preiskomitee den diesjährigen Friedensnobelpreis vergeben hat.

Muhammad Yunus aus Bangladesh ist ein Bankier, der Klein- und Kleinstkredite an die Armen vergibt, um ihnen einen Start in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

In armen Ländern wie Bangladesh genügen kaufkraftbedingt umgerechnet oft wenige Euro, um den Ärmsten der Armen eine Befreiung aus dem Elend, oder der Abhängigkeit von Ausbeutern zu ermöglichen.

Seit über 30 Jahren verfolgt er dieses Konzept und hat seit den Anfangstagen seiner Idee ca. 2,75 Milliarden Euro an die Armen verliehen und das bei einer Rückzahlungsqoute von 98%.

Beeindruckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass sein erster Kredit an eine Herstellerin von Bambusstühlen ging, die von ihrem Bambuslieferanten abhängig war, welcher ihr zuerst den Bambus lieferte, um ihr dann die fertigen Möbel abzunehmen – natürlich den ersten Tel des Geschäftes zu einem überhöhten und den zweiten zu einem Dumpingpreis abrechnend.
Mit dem Startkapital konnte sie ihren Bambus am freien Markt günstiger einkaufen und sich so aus der Armut befreien.

Das Preisgeld, 1,1 Millionen Euro möchte Yunus in seine Grameen Bank zum weiteren Kampf gegen die Armut und damit auch in den Frieden investieren.

Seine Idee beweist, dass kleine Ideen und kluge Initiativen manchmal mehr für das Gemeinwohl und die Entwicklung armer Länder zu leisten vermögen, als die Lieferung von Lebensmitteln, oder der Ausbau von Industrien, an denen sich nur wieder jene bereichern, denen es ohnehin schon besser als gut geht.

Und unsere Banken, mit ihrem neuen Fetisch “Basel 2″ sollten sich auch mal ein paar Gedanken machen…

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SchreibblockadeNach vier Tagen Blogerfahrung habe ich mir vorgenommen, heute unter einer Schreibblockade zu leiden, weil ich gelesen habe, dass sowas vorkommen kann und wissen wollte, wie sich so eine Kreativitätssperre anfühlt.
Ich bin extra früh aufgestanden und habe? heute morgen schon früh um 05:30 Uhr begonnen, damit ich auch was davon habe – man hat ja schließlich nur zu selten Gelegeneheit neue und tiefgreifende? subesoterische Erfahrungen zu sammeln.

Blöd war nur, dass ich den ganzen Vormittag damit beschäftigt war die neuen Buchungslinks in meine Reisebürowebseite einzufügen, so dass mir der existentielle? Müßiggang fehlte, der es mir erlaubt hätte,? meine selbst auferlegte schöpferische Stagnation zu genießen und dieses neue existentielle Grunderlebnis zu erfahren -
Also habe ich so eine Art Weblogfastenbrechen beschlossen und erkläre meinen schriftstellerischen Ramadan für beendet, kaum dass er richtig begonnen hat.

Was mir auffällt an der (oder in der…?) Blogsphäre ist, dass ganz viel übers Bloggen gebloggt wird und dass offenbar jene Weblogs den größten Zuspruch haben, die sich mit Tipps, Tricks und Zauberkunststückchen rumd ums Thema “Bloggen” auseinandersetzen, so als wäre die Jagd nach dem nächsten geilen Plugin und der verzweifelte Kampf um die Einhaltung des XHTML-Standards wichtiger, als das Schreiben selbst.? ? ? ? weiterlesen »

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