Weiberfastnacht, oder wie Männer ticken

Disclaimer: Der Autor weist vorsorglich darauf hin, dass dieser Text nicht frauenfeindlich gemeint ist, und dass jede Ähnlichkeit mit noch lebenden, bereits verstorbenen und Personen, die zwar noch leben, sich aber nicht mehr wehren können, rein zufällig ist.

Es ist mal wieder soweit. Die kommenden Ereignisse werfen schon seit Wochen ihre Schatten voraus, als wir uns in Schale für den wichtigsten Abend des Jahres werfen.
„Weiberfastnacht“ klingt es in unseren Ohren und löst einen Speichelflussreflex aus, gegen den selbst die Hunde Pawlows eine Wüste Gobi im Maul gehabt haben müssen.

Natürlich träumen wir der eher von einer wüsten Gabi, als wir den unaufhörlichen Speichelfluss mit einem ersten Bierchen zum Warmmachen in Jupps Bude bekämpfen.

„Vorglühen“ nennen wir das – und wir, das sind Jupp, Mattes und meine Wenigkeit, das Trio Infernale des Karnevals, dessen legendärer Ruf jedes Jahr mehr und mehr Väter dazu bewegt, ihre 40-jährigen Mädchen im Keller wegzusperren, damit sie nicht, ihrer letzten Illusionen über die holde Männlichkeit beraubt, einem ca. vierzig Jahre dauernden altjüngferlichen Lebensabend ins Auge sehen müssen.

Mit einem leichten Alkoholpegel gegen das gelegentlich aufkeimende schlechte Gewissen gewappnet, machen wir uns auf den Weg, der gepflastert ist mit Anekdötchen und Histörchen verblassender Männlichkeit aus den letzten Jahren, die nun, im Lichte gegenseitiger Beweihräucherung den Nimbus großartiger Legenden annehmen.

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