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Hallo zusammen,hier ein paar Daten und Infos über mich:

Ich heiße Thomas, geschieden und Vater eines z.Zt. (2009) dreizehnjährigen Sohnes.
Ich lebe im Schatten der Domstadt am Rhein und bin einem leckeren Kölsch ab und an ganz und gar nicht abhold…
Von Beruf bin ich Reiseverkehrskaufmann und führe mein eigenes kleines Reisebüro.

Privat bin ich leider das Opfer meiner mannigfaltigen Interessen – kann vieles ganz gut, aber fast nichts ganz richtig. Mein tiefes Halbwissen erlaubt es mir jedoch, mich an jedem Partygespräch erfolgreich mit scheinkompetentem Blendwerk zu beteiligen.

Besonders interessiere ich mich für Philosophie, was mir den Ruf einer pseudointellektuellen Labertasche (Spitzname: Intelligenzpopper) eingebracht hat, spiele aktiv Schach im Verein – Spielstil: (lässt tief blicken) kontrolliert offensiv, bin ein literarischer Inputjunkie, oder besser war es, bevor ich ständig ich selbst wurde, bin ingesamt vier Marathons gelaufen (dreibeinig: linkes & rechtes Bein plus Zahnfleisch), und pfleg(t)e mich gelegentlich semiprofessionell zu verlieben.
Außerdem programmiere ich hobbymäßig Webseiten, habe mein langjähriges Projekt schachmatt.de aber mangels Zeit verkauft. Wer mag kann sich die Seiten noch unter http://www.onesmallworld.de/schachmatt/ anschauen…
Meine Reisebürowebsite und die Seiten meines Schachvereines habe ich auch selbst gebastelt.

Seit über 25 Jahrene schreibe ich schon Gedichte, aber leider viel zu selten und viel zu wenig.
Oft benötige ich einen speziellen Anschub um mal wieder kreativ zu sein.
Ich schreibe sehr gerne Liebesgedichte und habe viel Spaß am Verfassen lustiger Gedichte, denen ich aber ganz gerne eine philosophische Quintessenz verpasse.

Dichterisch bin ich ein Freund des reinen Reimes – maximal erlaubt ist z.B “lieben” und “üben”, niemals nicht aber “lieben” und “Frieden” und Artverwandte.

Ich liebe “dynamische Reime” wie z.B.:

Die andern Hühner spielen noch, im Hof, wie es, gejagt vom Koch, zu langsam eine Kurve nahm und sofort unters Messer kam…

Meine Versuche in Prosa zu dichten erschöpfen sich in einigen wenigen Versuchen -
ich finde das unglaublich schwer, weil man sprachmelodisch sehr begabt und sehr, sehr bildersicher sein muss, wann man sich daranwagen will.

Ich ziehe den Hut vor den Meistern dieses Faches…

Meine Lieblingsbücher:

Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos -
(meine Kraftquelle in der Absurdität)

John Irving: Garp und wie er die Welt sah
(das Leben in all seinen Facetten)

Italo Calvino: Wenn ein Reisender in einer Winternacht
(traumhaft und verwirrend)

Martin Heidegger: Sein und Zeit
(das Nichts nichtet…)

Jean Paul Sartre: Das Sein und das Nichts
(was der über die Liebe schreibt gehört zum Kompliziertesten, das ich je
gelesen habe…)

Richard Brautigan: Die Abtreibung – eine historische Romanze
(der Kultautor der amerikanischen Hippiebewegung)

Peter Schellenbaum: Das Nein in der Liebe
(nicht nur für Männer neuartig und augenöffnend…)

zum Abschluss – einige meiner Lieblingsgedichte (außer meinen eigenen *gg) :

Sachliche Romanze

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei
und sahen sich an und wussten nicht weiter,
da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Cafe am Ort
und rührten in ihren Tassen. Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein und sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

- Erich Kästner -

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden,dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

- Rainer Maria Rilke -

Zwischenspiel

Und wenn mein Zeigefinger
schon nass ist von dir
mir noch Zeit nehmen
und mit meiner Kuppe
auf deinen Bauch
ein Herz malen
so dass dein Nabel
mitten im Herzen der Stelle ist
wo angeblich Amors Pfeil
das Herz durchbohrt hat
und dann erst
wenn du erraten hast
dass es ein Herz war
was ich auf dich
gezeichnet habe

- Erich Fried -

Immer falsch

Ein Mensch – seht ihn die Stadt durchhasten! -
Sucht dringend einen Postbriefkasten.
Vor allem an den Straßenecken
Vermeint er solche zu entdecken.

Jedoch, er bleibt ein Nicht-Entdecker
Dafür trifft fast auf jedem Fleck er
Hydranten, Feuermelder an,
Die just er jetzt nicht brauchen kann.

Der Mensch, acht Tage später rennt
Noch viel geschwinder, denn es brennt!
Doch hält das Schicksal ihn zum besten:
An jedem Eck nur Postbriefkästen!

- Eugen Roth -

Morgens und abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Dass er mich braucht.

Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte mich vor jedem Regentropfen
Dass er mich erschlagen könnte.

- Bertolt Brecht -

Herbstgedicht

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

- Rainer Maria Rilke-

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