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Fußballhimmel(Zürich/Rom) Wie aus Kreisen der FIFA verlautete, hat Sepp Blatter seine morgigen Termine in Brasilien abgesagt und ist überstürzt nach Rom abgereist. Wie es heißt, trifft er am Nachmittag im Rahmen einer Einzelaudienz auf Papst Franziskus, um über eine Exkommunikation Franz Beckenbauers zu verhandeln. Beckenbauer hatte sich im Vorfeld geweigert, mit der FIFA-Ethikkommission über eine etwaige Verstrickung in die Korruptionsaffäre bezüglich der Fußball-WM 2022 in Katar zu sprechen.

Da eine vorübergehende Sperre für 90 Tage, die jegliche Fußballaktivität bis hin zum privaten Besuch der WM-Spiele in Brasilien untersagt, offenbar nur Hohn und Spott zur Folge hat, überlegt man nun, Franz Beckenbauer aus der katholischen Kirche auszuschließen. Auf die Blatter-Reise angesprochen meinte der Bayern-Ehrenpräsident zu Netznirwana-online: „Da werde ich wohl nächstes Jahr die Lizenspielertruppe zu einer Alpenüberquerung zusammentrommeln müssen, um einen Betriebsausflug nach Canossa zu unternehmen.“

Joint Venture zwischen Kirche und FIFA ins Auge gefasst

Neben der Affäre Beckenbauer soll es bei den Gesprächen zwischen dem Papst und Sepp Blatter auch darum gehen, die Kirche für die ehrenamtliche Abstellung von Ministranten zu gewinnen. Diese sollen dem Publikum während der Spiele kleine Ablasshandel und einen Segen des Heiligen Vaters anbieten. Die Einnahmen aus diesen Aktionen sollen zwischen FIFA und Kirche geteilt werden. Außerdem, so wird hinter verschlossenen Türen kolportiert, sollen weitere Ministranten in den  Stadien sowohl die Kassenhäuschen besetzen, wie auch im Verkauf von Snacks und Drinks und im WC-Service eingesetzt werden, um die finanziell angeschlagene FIFA zu entlasten.

Im Gegenzug erhält die katholische Kirche das Recht, in ihren Kirchen auf Kommissionsbasis Karten zu fußballerischen Großereignissen zu verkaufen und entsprechendes Merchandising zu betreiben. Vom Verkauf von Vuvuzelas wolle man jedoch absehen, um die Ruhe der Gläubigen nicht zu stören.

“Die Kirche muss zuerst ihre Hausaufgaben machen”

Auf Anfrage teilte der Vatikan mit, man würdige mit der Zusammenarbeit das ethisch einwandfreie Gebaren der FIFA in den letzten Jahren und sähe im geplanten Joint Venture große Chancen für beide, neue Mitglieder zu gewinnen und die humanistische Arbeit beider Organisationen auf finanziell tragfähige Füße zu stellen. Ob es mittelfristig zu einer Fusion kommen könne, ließ ein Sprecher der FIFA im Interview offen. Zuerst müsse die Kirche mal ihre Hausaufgaben machen und ihre vielen Skandale aufarbeiten. Ein Zusammengehen sei erst dann möglich, wenn die Katholikenorganisation einen vergleichbar hohen ethischen Standard wie die Fußballervereinigung erreicht habe. Bis es soweit sei, wolle man sich auf eine wertschätzende und erlösstarke Zusammenarbeiten fokussieren – zum Wohl des Fußballs und des katholischen Glaubens in der Welt.

sinnternetDie Welt ist ein Panoptikum – das ist für mich eine unumstößliche Tatsache. Ein buntes Kaleidoskop sonderbarer Gestalten bevölkert unseren Planeten und fristet sein existentiell kärgliches Dasein auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Der Schmetterling

Nun ist die Suche natürlich keine einfache – manch einer glaubt, der Sinn fliege durch die Luft und kann eingefangen werden wie ein farbenfroher Schmetterling. Er jagt ihm nach, hascht nach ihm und kann ihn dennoch nicht fassen. Die anderen sehen sein Hüpfen und fröhliches Rudern mit den Armen und bedauern den armen Irren, der beständig den Bodenkontakt zu verlieren scheint und am Ende mehr wie eine plumpe Motte wirkt, die versucht selbst ein bunter Schmetterling zu sein.

Die Wühlmaus

Ein anderer glaubt den Sinn in der Erde zu finden. Er wühlt im Dreck und versucht dort, den Dingen auf den Grund zu gehen. Er sucht den Sinn in dem Teil der Welt, der von seinen Artgenossen mit Füßen getreten wird, die Finger wund vom Kampf gegen das Erdreich und die Nase schmutzig vom Stöbern im Unrat nach der ultimativen existentiellen Trüffel. Gemeinhin fühlt sich gerade die Wühlmaus der Motte überlegen, weil sie glaubt, die Welt verstanden zu haben und frei von Illusionen zu sein. Doch sie wühlt so lange, bis ihr die Kraft ausgeht und ein anderer ihr die Grube gräbt, in der ihr Sinn zu finden ist.

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MerzenichDonnerstag war ich beim Bäcker – viertel nach sechs, Feierabend. Vom Hunger angelockt wie eine lichtlüsterne Fliege, steuerte ich auf Rodenkirchens Topmeile einen Kölner Traditionsbäcker an und wurde durch zwei in kölsches Rot-Weiß gekleidete Grazien aufs Herzlichste begrüßt. Ich war erfreut, hier schien der Kunde König.

Im Zauber in dieser Euphorie verstieg ich mich waghalsig zu einem sündhaft kostspieligen Oberländer hell mit leuchtender Kruste, das im Widerschein des warmen Deckenlichts goldbraun und überaus verlockend schimmerte. Bepreist war es mit 2,55 Euro, doch das war es mir wert. Pawlovs berühmter Reflex wässerte mir Gaumen und Zunge wie der warme Sommermonsun die Reisfelder Asiens. Mein Magen jubilierte vorfreudig wie der Hund von Baskerville im Angesicht einer bedauernswerten Maid, die sich fahrlässig ins nachtschwarze englische Hochmoor gewagt und sich heillos verirrt hatte.

“Möschten Sie’s jeschnitten?” recherchierte die kölsche Brotfachfrau in meinem Gesicht mit einem kaum noch energiegeladenen Lächeln. “Geschnitten und gefönt”, lachte ich verbindlich und in der Hoffnung auf einen charmegestützten satten Feierbandrabatt. Doch da hatte ich mich wohl ebenso geschnitten wie die Bäckersfrau das Brot, das sie fingerfertig in eine Plastihülle gleiten ließ, die dünner zu sein schien als eine zum Zerreißen gespannten Zellmembran kurz vor der Mitose. Aber gut, ich hatte Hunger.

Ich öffnete meine Geldbörse so fingerzitternd aufgeregt, als hätte ich das Glück, am Büstenhalter eines aufregenden Busenwunders zu nesteln, das aus irgendeinem Grund der Meinung war, ich sei das Sahnehäubchen auf der Crema dieses sich langsam in den Abend empfehlenden Tages. Ich lächelte verzückt und fingerte filigran das Innere meines Portemonnaies, um meine Münzen feinsäuberlich abgezählt in die stumpf klingende Schale tropfen zu lassen, die den mit allerlei Teigschätzen gefüllten Tresen zierte.

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NSA-Server(Menlo Park /Washington) Instagram, Whatsapp und jetzt die NSA. Die Shoppingwut Mark Zuckerbergs kennt keine Grenzen. Wie das Weiße Haus und Facebook offiziell verlautbarten, habe man sich nach zähen, aber fairen Verhandlungen auf einen angemessenen Kaufpreis in vierstelliger Milliardenhöhe verständigt.

Wie namhafte Wall-Street-Analysten bestätigen, profitieren beide Seiten von dem Mega-Deal im Cyber-Universum. Offenbar hatte sich die NSA beim übereifrigen Datensammeln zuletzt übernommen. Nachdem die Regierungsserver nicht mehr ausreichten, hätten Millionen Disketten aus den Archiven gelöscht und auf seit Jahren ausrangierten 286er-PCs mit den neuen Daten bespielt werden müssen. Nach Berechnungen der NSA hätte es allein 47256 Jahre gedauert, die Daten der letzten zwei Jahre auf die alten Datenträger zu bannen. Zuletzt soll es Pläne gegeben haben, Tibet, Nepal und Bhutan militärisch in Besitz zu nehmen, um die Daten von örtlichen Shaolin, Sherpas und Bergbauern auf Recycling-Toilettenpapier der US-Army transkribieren zu lassen.

Neue Werbemodelle

Facebook hingegen erhofft sich neue, lukrative Werbemodelle. So soll es in den Verhörräumen der NSA künftig Displays und Durchsagen geben, die für Schmerzmittel, Mullbinden, Wund- und Heilsalben sowie Pflaster und Sprühverband werben. Gelegentlich sollen die Befragungen auch durch Verkaufspräsentationen für die Trinkkuren Hercügen und Powervital, die innovative Energiescheibe Energie-Meister, sowie die Heilmatratze Orthomagon unterbrochen werden können.

Hier greifen Facebook und NSA auf einschlägiges Know-how deutscher Kaffeefahrtenveranstalter zurück. Es gebe, so heißt es aus der Facebook-Zentrale, eine spannende Parallele zwischen den isolierten Befragungskellern der NSA und den abgelegenen Landgasthöfen, in denen windige Busreiseveranstalter ihr Unwesen mit nahezu wehrlosen deutschen Senioren treiben. “In Sachen Manipulation, Gehirnwäsche und Nötigung sind die Deutschen weltweit führend”, heißt es aus der Chefetage der NSA.

Spekulationen über Leasingabkommen

Darüber, was Facebook mit den gesammelten Daten der NSA im Schilde führt, schießen die Spekulationen derzeit ins Kraut. Fachleute vermuten, dass sie an die amerikanische Regierung zurück verleast werden sollen. Hinter vorgehaltener Hand munkeln gewöhnlich gut informierte Quellen, die staatliche Administration plane ein soziales Netzwerk namens Poorbook für sozial Schwache, um diese für medizinische und militärische Versuche zu gewinnen. Das sei sinnstiftend und fördere den Patriotismus der vom Wohlstand abgekoppelten Bevölkerungsgruppen. Verhandlungen mit der mexikanischen Regierung, dass auch illegale Grenzverletzer auf diese Art einen Beitrag zur Gemeinschaft leisten sollen, liegen derzeit aber wohl auf Eis. Weiteres werde die Zukunft zeigen (tsp)

Fußballbericht(Frankfurt) Sensationelle Neuigkeiten aus der DFB-Zentrale: In einer kurzfristig anberaumten Sondersitzung des DFB-Vorstandes, zu der auch Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL) geladen waren, wurden einschneidende Maßnahmen gegen die Langeweile in der Fußball-Bundesliga beschlossen. In einer tumultartigen Pressekonferenz wurden die Ergebnisse heute vorgestellt.

Demnach soll der FC Bayern München verpflichtet werden, in Auswärtsspielen nur noch mit zehn und in Heimspielen nur noch mit neun Spielern aufzulaufen. Sollte der Tabellenvorsprung dennoch auf mehr als vier Punkte anwachsen, müssen zusätzlich mindestens zwei Feldspieler aus dem Profi-Basketballteam des FC Bayern zum Einsatz kommen, die jedoch keine Kopfbälle ausführen dürfen.

Bei Spielen gegen Mannschaften des unteren Tabellendrittels wird je nach Tabellenposition des Gegners ein weiteres Maßnahmenpaket geschnürt:

  • Platz 13-14: Ein Basketballer wird durch eine Moderne Fünfkämpferin ausgetauscht. Das Mitbringen eines Pferdes und einer Sportpistole ist untersagt.
  • Platz 15-16: Ein Fußballer macht zusätzlich wahlweise einer Gewichtheberin oder einer Kugelstoßerin Platz, die im Angriff auf einer Außenposition eingesetzt werden müssen.
  • Platz 17-18: Zwei Fußballer werden durch eine Sumo-Ringerin und eine weibliche Gams (Rupicapra rupicapra) ersetzt, deren Widerrist nicht höher als 75cm und deren Gewicht nicht höher als 35 Kilo sein darf. Die Sumo-Ringerin muss auf einem Bein hüpfen und wird verpflichtet, die Bergziege an einer Leine von maximal 100 cm zu führen.

Joint Venture mit Formel 1 nicht ausgeschlossen

In einer späteren Sitzung muss noch geklärt werden, ob im Rahmen eines Joint Ventures mit der Formel 1 Sebastian Vettel das Tor der Bayern hüten muss, während Manuel Neuer ins Cockpit von Vettels Rennboliden wechselt. Damit die damit verbundenen Nachteile nicht unfair ins Gewicht fallen, erhalten beide eine blickdichte Augenbinde und Schallschutzkopfhörer, um sich besser auf ihre Aufgabe konzentrieren zu können. Bernie Ecclestone, der Formel1-Fuchs, verspricht sich einen nicht unerheblichen Spannungsschub auch für seine Sportart. Dass er beabsichtige, mit Uli Hoeneß eine gemeinsame Zelle in der JVA-Stadelheim zu beziehen, sollten dieser wegen Steuerhinterziehung und er wegen Bestechung verurteilt werden, dementierte Ecclestone allerdings vehement.

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SpitzkopfzikadeAuch 2014 zieht der deutsche TV-Tross wieder in den Dschungel. Doch was für deutsche Fernsehzuschauer pure Unterhaltung ist, gefährdet die australische Fauna aufs Äußerste. Tierschützer Down Under schlagen jetzt Alarm.

„Die Tierwelt leidet jedes Jahr extrem, wenn die Pseudo-Prominenten aus Deutschland anrücken. Schon wenn die Vorbereitungen im Camp beginnen, ist die Tierwelt in heller Aufregung. Insbesondere die fragile Sozialstruktur der Insektenstämme ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise kommt es zur Massenflucht ganzer Spezies und zu Selbstmordserien, was sich extrem schädigend auf das biologische Gleichgewicht auswirkt“, heißt es aus der PETA-Zentrale in Sydney.

Kein Wunder, möchte man meinen. Jedes Jahr werden unzählige Insekten und Kleintiere im australischen Dschungel aufs Äußerste gequält. Die Fernsehzuschauer in Deutschland entscheiden bequem vom heimischen Sessel aus, welche bedauernswerten Dschungelkreaturen in entwürdigende Ekelprüfungen mit deutschen C-Promis geschickt werden. Jedes Jahr droht den örtlichen Heuschrecken, Ameisen, Spinnen und anderem Kleingetier wieder das gleiche Ungemach.

„Eine Katastrophe“, so die PETA-Aktivisten weiter: „Schwere Silikonvergiftungen, bedenklicher Orientierungsverlust durch kakophonische Gesänge und kritischer Nährstoffmangel durch häufiges Erbrechen – unseren kleinsten Schützlingen bleibt nichts erspart.  Wehrlose Geschöpfe der Natur mit üblen Kreaturen in fassgroße Glaszylinder zu werfen, um mit dem Voyeurismus deutscher Sofakartoffeln Profit zu machen, ist eine Schande. Dieses perfide TV-Spektakel ist eine Tierquälerei sondergleichen, die sicher gegen das Washingtoner Artenschutzabkommen verstößt. Europäische Artgenossen unserer heimischen Kleinlebewesen meiden diese Subjekte nicht ohne Grund. Aber mit unseren Ameisen, Würmern und Käfern kann man es ja machen.”

Der Sender wollte sich auf Nachfragen der Redaktion nicht umfassend äußern. Alles sei mit den Behörden in Queensland abgestimmt. Außerdem sei ein erfahrener Experte anwesend, der genau darauf achte, dass sich die negativen Folgen für die Fauna vor Ort in Grenzen halten. Am Ende sei doch alles nur ein großer Spaß, und “über die gelben Filzbälle, auf die zeitgleich bei den Australian Open eingedroschen wird, redet kein Mensch”, lässt die Senderzentrale in einer Erklärung verlauten.

Die Gewaltexzesse eines Novak Djokovic oder Rafael Nadal seien ohne Gegenbeispiel in der Geschichte. Deshalb habe man sich auch von der regelmäßigen Übertragung solcher rein zirzenisischen Großereignisse distanziert. Gegen die Aufschläge und Schmetterbälle im Tenniszirkus sei die Dschungelshow eine harmlose Abendunterhaltung für die ganze Familie, bei der von insektenunwürdiger Behandlung keine Rede sein kann.

FussballreporterNach dem mutigen Outing von Thomas Hitzlsberger outen sich jetzt immer mehr Schwule als Fußballer. Nach anonymen Befragungen soll es unter Homosexuellen eine nicht zu unterschätzende Anzahl Fußballspieler geben, die ihrem Hobby im Untergrund nachgehen, um in der Szene nicht ausgegrenzt zu werden.

Ralf „Ballou“ Sterzenberger vom „Club Schwuler Kicker Paderborn, CSKP“ dazu: „Auch ich habe mich lange schwergetan mit meiner heimlichen Leidenschaft. Jahrelang habe ich Brennball und Bahnengolf gespielt, um meinen Bewegungsdrang zu stillen, obwohl ich immer schon einen verhängnisvollen Hang zum Pöhlen hatte.“ Schließlich habe er Mut gefasst und es zuerst seinen Eltern gesagt.

Keine bedauerlichen Einzelschicksale

„Junge, bist Du denn wahnsinnig?“ Die Reaktion der Mutter war eindeutig. „Aber natürlich wollen wir, dass Du glücklich bist“, so Sterzenbergers Vater, der sich auf Nachfrage der Redaktion so äußerte: „Dass mein Sohn schwul ist, finde ich nicht so schlimm. Das ist ja heute gang und gäbe. Die einen haben Depressionen und Burn-outs, sind Borderliner, Tablettenjunkies oder Schlimmeres. Da ist schwul doch noch das geringere Übel und vor allem besser als gesund und normal. Aber ich habe mich immer ein wenig geschämt, meinen Sohn zu Randsportarten zu begleiten. Und die Nachbarn haben auch immer so getuschelt. Am Stammtisch haben sie mich aufgezogen und gefragt, ob Ralf wirklich von mir ist. Jetzt ist Ralf froh, dass es raus ist, und nächsten Sonntag fahren wir zu ersten Mal gemeinsam zum Fußball.“

Nach Auskunft des DFB sind Schicksale wie das Ralf Sterzenbergers keine bedauerlichen Einzelfälle. „Gäbe es nicht diese Vorurteile in Schwulenkreisen – mit dem auf Minigolfplätzen schlummernden Potenzial wäre der deutsche Fußball auf Jahre hinaus unschlagbar“, verlautete es aus der Frankfurter Zentrale. „Sogar der WM-Titel wäre wieder mal drin”, heißt es hinter vorgehaltener Hand.

Vorurteile in der Community

Nach bundesweiten Recherchen der Redaktion haben Fußballer immer noch mit großen Vorurteilen in der Homosexuellen-Community zu kämpfen. In Szenediscos werden unverhohlen geschmacklose Fußballerwitze erzählt, und schwule Studenverbindungen treiben Neulinge in Trikot, Shorts und Stutzen über den Campus, um ihren Mut auf die Probe zu stellen. „Die Kickerphobie ist groß. Da spielen sich teils entwürdigende Szenen ab. Es soll schon zu schweren Weinkrämpfen bis hin zu waschechten Nervenzusammenbrüchen gekommen sein. Das halten nur die Härtesten aus“, äußert sich Peter Pankak von der ASTA Bielefeld. In Sterzenbergers Outing sieht Pankak eine große Chance für dessen Leidensgenossen im Einzelnen und Fußballdeutschland im Ganzen. „Auch ich bin schwul und spiele Fußball. Und das ist gut so!“, so der ASTA-Vertreter.

„Ballou“ Sterzenberger wirkt nachdenklich: „Mein Freund Kai hat mich verlassen, und viele Freunde haben sich von mir abgewendet. Den gemeinsamen Wagen am CSD (Christopher Street Day – Anm. der Redaktion) kann ich mir auch abschminken. Ach egal, jetzt bin ich bei den Bayern-Ultras. Die haben es auch nicht immer leicht. Aber wir halten zusammen, und ich bin glücklich.“

Freies Foto von Pixabay

Femen auf Sexmesse

(Gelsenkirchen) Scheinbar motiviert durch ihre öffentlichkeitswirksamen Aktionen im TV-Studio von Markus Lanz und dem Kölner Dom, kam es gestern zu einem Zwischenfall auf der Vulva 2014, der allmonatlich stattfindenden, größten Sexmesse des Ruhrgebiets.

Als Ordensschwestern vermummt stürmten fünf Angehörige der deutschen Femen eine zeitweilig verwaiste Bühne und protestierten gegen die zunehmende Diskriminierung der Missionarsstellung in der Pornoindustrie. Angelockt durch eine kleine Menge Zuschauer, die, unter einem lauthals skandierten “Aaausziiiehn!!!”, zum Ablegen der Habite aufforderten, versammelte sich innerhalb weniger Minuten eine größere, vornehmlich aus Männern bestehende, Menschentraube um die Bühne im hinteren Bereich der Messehalle.

Als die Femen der Aufforderung des Mobs schließlich nachkamen, verlor sich das Interesse jedoch schnell wieder. “Silikonfreie Brüste, kurze Fingernägel ohne French und Straßenköterblond ohne Extensions – das sind doch gar keine richtigen Frauen”, so ein junger Zuschauer, der mit seinem Schachclub Verklemmter Freibauer 1996 eigens zur Vulva aus Stralsund angereist war. “Und die Strips auf der Bühne habe ich mir auch geiler vorgestellt.”
Erst als einige der, meist angetrunkenen, Messebesucher wegen des ihrer Ansicht nach zweitklassigen Unterhaltungsprogramms den Eintritt zurückverlangten, ließ die Messeleitung die fünf Frauen unter dem Gejohle der verbliebenen Umstehenden von der Bühne entfernen.

Ralf Boeser-Schläger, örtlicher Leiter der Einsatzgruppe von Köttel Security: “Mir ist schleierhaft, wie die Fünf, ohne Eintritt zu zahlen, in die Halle gelangen und eine Bühne entern konnten. Offenbar hat unser Personal angenommen, es handele sich um eine Werbeaktion für Hinter Klostermauern wird georgelt.” Schläger weiter: “Immerhin gewinnt der Streifen dieses Jahr den Goldenen Dödel von Schalke für das innovativste Konzept im erotischen Film 2013.”

Auf Anfrage der Weib-Redaktion ließ Frank Norbert Furter, Chef-Headhunter der deutschen Femen verlauten, dass es eine frauenfeindliche Schande sei, die Missionarsstellung in Pornos immer häufiger durch Positionen zu ersetzen, bei denen, so Furter, “die Frau, die ganze Arbeit fast allein zu erledigen habe.” Dem weiblichen Geschlecht neben Hausarbeit, Kindererziehung und 40-Stunden-Job zusätzlich noch extrem anstrengende Sexualakte aufzunötigen, sei im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß, hieß es in einer weiteren Erklärung aus der Femen-Zentrale.

Silke Lilli Konrad, die operative Leiterin der Femen-Aktion am Samstagabend, wollte sich nicht weiter zur missglückten Aktion auf der Vulva äußern. Das sei allein Sache der Vereinsführung. Ihr sei aber klar geworden, dass es ohne Spenden aus der Bevölkerung unmöglich sei, alle Femen mit einer werbewirksamen Basisausstattung zu versehen. Konrad im Interview: “Seit das günstige Industrie-Silikon vom Markt ist und die zweitklassigen thailändischen Nagelstudios wegen anhaltend hoher Nachfrage Mondpreise verlangen, müssen wir immer häufiger unzureichend vorbereitetet Genossinnen zu kritischen Aktionen schicken.” Da helfe auch das gegenseitige Verflechten von Pferdehaar vor den öffentlichen Auftritten wenig. Man werde halt zu sehr auf die Brüste reduziert und habe da offensichtlich zu wenig zu bieten.

Bis das nötige Kapital beisammen sei, werde man sich wesentlich auf Aktionen in christlichen Kirchen und islamischen Ländern konzentrieren, wo bereits die pure Zurschaustellung von naturbelassenen Brüsten an sich einen Affront gegen den Massengeschmack bedeute.

“Wenn die Femen schon nichts ändern können, so wollen sie doch wenigstens auf die Bildschirme und Titelseiten”, äußerte sich Konrad. Im Fernsehen gäbe es so viele Sänger ohne Stimme und Mimen ohne Schauspieltalent – da käme es auf ein paar Aktivistinnen ohne Wirkung und modernen Sex-Appeal auch nicht mehr an.

Bildquelle: Peter Smola  / pixelio.de

Ruhseln

ruhselnDer Mensch ist nur ein durchlaufender Posten in der großen Rechnung des Universums. Manche glauben aber scheinbar, durch Wuseln verhindern zu können, dass sie wieder atomisiert werden. Ist es tröstlich zu wissen, dass eines unserer Atome später vielleicht in einem Stern seinen Dienst verrichtet oder im Herzen eines großen Künstlers? Wer weiß, es könnte ja auch ein Verkehrsschild sein, eine Kloschüssel oder von allem etwas.

Manche wissen ja schon nicht, was ihre Atome zurzeit so treiben. Ich glaube, das sind die, die wuseln. Vermutlich glauben sie auch, nicht nass zu werden, wenn sie nur schnell genug unter den Regentropfen weglaufen. Aber sind die anderen besser dran? Ich kenne ein paar, die nur deshalb in sich ruhen, weil sie keinen besseren Platz finden, obwohl sie vermutlich einen nötig hätten. “Ruhseln” ist sicher eine gute Idee. Ich probier das mal aus. Aber zuerst gehe ich in mich, bevor ich aus mir rausgehe… Wir sehn uns im Panoptikum… Bis bald…

GuglhupfAm 1.11. geht mit Gugl Things eine neue Suchmaschine an den Start, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Haushaltsgegenstände zu finden. Ob Sie einen Schlüssel verlegt haben, Ihre Sonnenbrille nicht mehr auffinden oder dringend ein Tampon benötigen – Gugl findet alles in Sekunden.

Ihre Wohnung muss einmal gründlich durch einen NSA-Crawler indiziert werden. Danach läuft der Scan nach neuen Gegenständen automatisch einmal die Woche zu einem von Ihnen festgelegten Zeitpunkt.

Zu einem späteren Zeitpunkt soll Gugl Existence den Suchmaschinenmarkt erobern. Dann wird es möglich sein, nach etwa “Liebe meines Lebens” oder “Das große Glück” zu suchen und diese zu finden.

Mit Gugl Existence ist nach Angaben des Anbieters jedoch nicht vor 2015 zu rechnen. “Die Algorithmen sind extrem komplex und die Bedürfnisse und Wünsche der User schon im Testbetrieb teils extrem unrealistisch. Aber wir arbeiten mit Hochdruck am sogenannten God-Mode, der die Suche erheblich verbessern soll”, heißt es aus dem Kreis des Programmierteams. Wir von netznirwana sind gespannt und halten unsere Leser auf dem Laufenden.

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